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Wegkreuzungen

Wegkreuzungen: Mein Neffe sagt dazu immer, er hat sich etwas “um-überlegt”, wenn er meint, er hätte sich anders entschieden. Und wenn wir unsere Tage Revue passieren lassen, stellen wir fest, wie oft wir uns kurzerhand etwas „um-überlegen“ mussten oder wollten. Wie oft kommen wir im Leben an eine Kreuzung und müssen uns überlegen, wohin wir abbiegen wollen. Der Weg zum Bäcker ist meist ziemlich klar. Beim Weg zum Kino oder Theater schalten wir dann oft schon unser Navi im Auto ein und lassen uns von der freundlichen Stimme leiten. Doch wie sieht es mit inneren Um-Überlegungen aus? Was, wenn wir an einer inneren Wegkreuzung stehen?

John Lennon hat mal gesagt: „Leben ist das, was passiert, während wir andere Pläne schmieden“. Unser Leben ist eine große Anhäufung von Wegkreuzungen, kleinen und großen, unwichtigen und bedeutenden. Gabriela Linne schreibt inzwischen fast täglich von unserem inneren Navi, von der freien Wahl, es anzuschalten oder auch nicht. Diejenigen, die erfahren haben, wie gut es tut, auf das innere Navi zu hören, vertrauen inzwischen darauf und haben es fast immer eingeschaltet. Diejenigen, die das für Humbug halten, lassen es aus und fahren stattdessen vielleicht ein paar Mal in die Irre, bis sie ihr Ziel erreichen. Beides ist legitim, der letztere Weg verbraucht halt mehr Ressourcen, beschert einem andererseits vielleicht auch ein paar mehr Lebenserfahrungen.

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