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Zum Jahresbeginn: Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe.

Gabriela Linne

Gabriela Linne

Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe. So langsam widmen sich die Menschen nach und nach wieder ihrer Arbeit, ihren Aufgaben. Hier und da höre ich tatsächlich: „Schade, dass die schöne Zeit vorbei ist.“ Oder: „Jetzt geht der mühselige Alltag wieder los.“ Wenn es passt, zitiere ich dann gerne Khalil Gibran, Von der Arbeit: „Es ist Euch immer gesagt worden, Arbeit sei ein Fluch und Mühsal ein Unglück. Aber ich sage Euch, wenn Ihr arbeitet, erfüllt Ihr einen Teil des umfassendsten Traums der Erde, der Euch bei der Geburt dieses Traums zugeteilt worden ist. […] Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe. Und wenn Ihr nicht mit Liebe, sondern nur mit Widerwillen arbeiten könnt, lasst besser Eure Arbeit und setzt Euch ans Tor des Tempels und nehmt Almosen von denen, die mit Freude arbeiten.“

Da wundert sich dann so mancher und antwortet: „Aber wir müssen doch froh sein, dass wir überhaupt irgend eine Arbeit haben. Schließlich brauchen wir das Einkommen für die Miete, das Essen und alles andere.“ Schön und gut. Doch heißt das automatisch, unser Inneres vollständig zu ignorieren, alle Träume zu vergraben, unserem inneren Drängen zu etwas Anderem niemals nachgeben zu dürfen? Und nur auf die Urlaubs- und sonstigen Auszeiten zu warten? „Auf keinen Fall,“ sage ich dazu. „Seien Sie jederzeit wachsam, was Ihre wirkliche Aufgabe sein könnte, die Sie tagtäglich erfüllt. Und gehen Sie darauf zu – in angemessenen Schritten, in einem Tempo, das zu Ihnen und Ihrer Lebenssituation passt. Und alles Übrige, was getan werden muss, tun Sie so, wie es Heinz-Günter Gasche sehr schön formuliert hat:
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