Schlagwort-Archiv: Kairos Leittext

Was tun, wenn ein wichtiger Schritt im Leben getan ist …?

Jürgen Hopp

Jürgen Hopp

Was tun, wenn ein wichtiger Schritt im Leben getan ist …?
Sehr häufig sehe ich bei Menschen um mich herum und auch bei mir selbst, dass wenn ein wichtiger Schritt im Leben getan wurde, einige von uns regelrecht durchhängen. Erfolgreiche Trainer haben immer häufiger Burnout-Syndrome und machen ein Jahr Pause – es sei Ihnen DANN gegönnt – doch inwiefern sollte es soweit kommen?

Und so manches mal führt uns unsere Sprache sogar dabei in die Irre (Danke, lieber Joachim Schaffer-Suchomel); nehmen wir einmal die Wortwahl für die Ehelichung, die wir in unseren und anderen Breiten “Hoch-Zeit” nennen. Es gibt Menschen, die nach diesem wichtigsten Schritt in Ihrem Leben so agieren als warteten sie auf das Ende (Ich gebe zu: ich übertreibe!).

In der Mathematik habe ich einmal den Hochpunkt (absolut oder relativ) kennen gelernt – und da wir es möglichst vielen Bürgern unzugänglich erscheinen lassen wollen, reden wir lateinisch, da heißt es dann (absolutes oder relatives) Maximum (zugegeben: das rafft noch jeder!). Dieses Maximum beinhaltet von der Definition her die Folge: “Von nun an geht’s bergab!” – Und dies erfolgt dann leider auch zu häufig (in Ehen, in anderen persönlichen Bereichen)!
Und ob die unterschwelligen Beeinflussungen im Leben Sie, liebe Leser, tatsächlich erreichen und der sichtbare Erfolg entsprechend aussieht, entscheiden immer noch Sie selbst.

Es gibt nach so vielen Stationen im Leben (Schulbeginn, Schulabschluss, Ausbildungsende, Diplom, Ehelichung, Hauskauf, Geburt der Kinder, Schulbeginn der Kinder, …) weiterhin so viele Stationen in Ihrem Leben wie bisher – WENN Sie bewusst durch Ihr Leben gehen!
Bitte tun Sie das!

Und seien Sie dankbar für die vielen Stationen des Lebens, die Sie in unterschiedlichsten Ausprägungen fordern werden (hoffentlich permanent freudig). Ich persönlich freue mich im Hier und Jetzt schon wieder, wenn unser Chor “NEW62″ (bester Chor der Welt) “Circle of Life” trainiert, übt und performen wird … Ich singe quasi im Hirn schon wieder mit.

Bei allen Umständen, die Sie während Ihres Lebens haben, gilt selbstverständlich auch: “Wie geht es Ihnen heute?” Und wenn es mal anders als gewünscht ist, so nehmen Sie es bitte an – und schauen Sie bitte genau hin! Bitte !!! Und sollte bei Ihnen grad Pause angesagt sein, so denken Sie dran: Sie nehmen nur wieder neu Anlauf – alles zu seiner Zeit!!!

Liebe Grüße und alles Beste Ihnen
Jürgen Hopp

Kairos-Leittext 10. Juni 2015

Wer mit Kairos lebt, lebt schmerzfrei?

KAIROS-Gedanke 20Mai15Wer mit Kairos lebt, lebt schmerzfrei? Ach, wie schön, wenn das alles so einfach wäre. Wenn ich genau das all den Menschen zusichern könnte, die mich nach Kairos fragen und wissen wollen, was sie davon haben. Denn: Wenn sie sich schon mit „so einem Thema“ beschäftigen und auseinander setzen, dann soll doch vieles einfach leichter werden. So was wie: Ich werde meine Sorgen los, Ängste los, Schmerzen los.

Ja, liebe Unternehmerinnen und Unternehmer, das würde ich Ihnen wirklich gerne sagen. Und stelle dann gleich die Frage an Sie: „Was sind denn Sorgen, Ängste, Nöte, die Schmerzen verursachen?“ Es ist all das, was wir uns mit unserem Verstand (auch Ego genannt) zusammen reimen. Es ist all das, womit wir uns gewohnheitsgemäß täglich innerlich befeuern. Von früher gelernt, von anderen gehört, von jeher vertraut. Es ist all das, was in unserem Inneren wühlt und brodelt und uns „irgendetwas“ mitteilen möchte.

Genau um dieses „Irgendetwas“ geht’s bei Kairos. Dieses „Irgendetwas“ ist ein Gefühl, ein Drängen – wir sagen eine Dynamik – die uns leiten will. Zu einem Leben, das genau zu uns passt. Damit das gelingen kann, muss jeder von uns dieses Gefühl, dieses Drängen, diese Dynamik verstehen lernen. Sollte jeder von uns diese Zeichen interpretieren können.

Stellen Sie sich vor, Sie sind unterwegs und wollen zu dem Ort fahren, an dem Sie sich zu 100% richtig und aufgehoben fühlen. Von dem Sie aber noch nicht ganz genau wissen, wo es ist. Nun stellen Sie sich weiter vor, Sie fahren kreuz und quer und haben ständig Sorgen, Ängste, Nöte und Schmerzen, dass Sie ihn niemals finden, diesen Platz. Die Zeichen an den Straßenrändern missdeuten Sie oft und Menschen, die Sie fragen, haben auch keinen genauen Plan für Sie.

Doch plötzlich bietet Ihnen jemand das Wissen um ein Navi an, das Sie schon lange besitzen und das Sie garantiert zu „Ihrem Platz“ führen wird. Und dieser Jemand sagt Ihnen: „Auf dem Weg mit Ihrem Navi wird Ihnen weiterhin die eine oder andere schmerzhafte Aufgabe begegnen. Aber Sie können sie einordnen und Sie wissen, das schaffen Sie und es ist nach einer bestimmten Zeitstrecke vorüber. Sie wissen sehr genau, wofür die Aufgabe steht, was sie bedeutet. Und auch dass Sie frei entscheiden können, ob Sie sich ihrer annehmen wollen oder lieber nicht.“

So leben Sie dann zwar immer noch nicht schmerzfrei, aber in Ihr Inneres kehrt Ruhe und Frieden ein. Gepaart mit dem Wissen: „Ich habe es so gewollt.“ Und das finde ich super. Und Sie?

Eine angenehme Woche wünsche Ihnen
Gabriela Linne

Kairos-Leittext 20. Mai 2015

Die Wahrhaftigkeit bedarf der Wahrheit.

Christina Broda

Christina Broda

Die Wahrhaftigkeit bedarf der Wahrheit. Manchmal leben wir frei wie ein Vogel sorglos in den Tag hinein. Wir genießen einfach unser Sein ohne uns große Gedanken um irgendetwas zu machen. Dann aber gibt es auch wieder Tage, da beschäftigen wir uns mit den großen Fragen des Lebens: „Wer bin ich?“, „Wo will ich hin?“, „Habe ich mein Leben sinnvoll genutzt?“, „Was kommt noch?“. Ob bewusst oder unbewusst, streben wir alle ständig nach unserem Optimum. Wir wollen, dass unser Sein und unser Handeln sinnvoll und für uns bedeutungsvoll ist. Wir wollen herausfinden, wer wir wirklich sind, wir wollen das sagen, was uns ausmacht, wir wollen das tun, was uns wirklich erfüllt, wir wollen wahrhaftig sein und agieren. Unser Leben ist darauf angelegt, dass wir uns selbst finden.

Aber wie sieht denn das in der Praxis aus? Wer kennt sie nicht, die kleinen Stimmen im Hinterkopf, die uns in einem oftmals babylonischen Gedankengewirr von unserem ureigenen Weg abhalten wollen. „Ach, das ist viel zu anstrengend“, „Mach lieber das weiter, was Du machst, da weißt Du, was Du hast“, „Meinst Du wirklich, dass Du das kannst?“, „Wenn Du das machst, dann denken die anderen, Du wärst…“, „Willst Du in Deinem Alter wirklich noch…?“. Das ist ein ständiges Geplapper und Sie können entscheiden, ob Sie negieren, zögern, aufschieben, nachgeben, ganz wie Sie wollen. Kommt Ihnen das bekannt vor?

Nun gibt es aber noch eine weitere Stimme. Es ist Ihre ‚Innere Stimme‘, die Ihnen tief aus dem Herzen oder tief aus dem Bauch oder tief aus der Seele spricht. Die Stimme, die ausspricht, was Sie wirklich, wirklich für sich wollen. Ist d i e s e Stimme verhandelbar? Ganz klar: ‚Nein!‘, denn die Wahrhaftigkeit bedarf der Wahrheit. Wir können uns unser Leben lang selbst belügen. Aber dann werden wir nie unser Optimum erreichen, nie ganz in unserer Kraft sein und nie die erfüllte, lebendige Zeit haben, die wir uns alle für uns wünschen. Um wahrhaftig wir selbst zu sein, müssen wir uns unseren Ängsten, Sorgen, Freuden, Träumen stellen. Wir müssen aus der Dauerberieselung des Alltags stark herausfiltern, was uns gut tut und uns nützlich ist auf unserem Weg zu unserer Echtheit. Wir müssen den Mut haben, uns gegebenenfalls auch gegenüber anderen abzugrenzen, die uns aus verschiedensten Gründen von unserem Weg fernhalten wollen. Wir müssen lernen, unsere innere Stimme wahrzunehmen – und wir müssen ihr zu vertrauen lernen und ihr zu folgen.

Das an dieser Stelle schon oft erwähnte Kairos Navi ist eine Erinnerung an unsere Echtheit. Es gibt uns andauernd Hinweise – auch wenn die nicht so klar sind wie beim Navi im Auto. Darum tun wir gut daran, uns immer wieder die Fragen zu stellen: ‚Was passiert da gerade? Was will mir das sagen?‘ und uns ständig im bewussten Wahrnehmen zu trainieren. Ohne Wahrheit sich selbst gegenüber, gepaart mit dem Mut, sich ihr zu stellen, werden Sie nie Ihre Wahrhaftigkeit erreichen, Sie werden faule Kompromisse machen, sich verbiegen, sich ärgern und zwar auch irgendwie leben, aber nicht in Ihrer Fülle und nicht das Leben, das Sie als wirklich sinn- und bedeutungsvoll empfinden.

Die Wahrhaftigkeit bedarf der Wahrheit, sich selbst und anderen gegenüber. Sind Sie wahrhaftig Sie selber, sind Sie echt, dann haben Sie der Welt eine Menge zu geben. Heutzutage ist die Sinnfrage eine der meist gestellten Anliegen. ‚Alle Welt‘ scheint auf der Sinnsuche zu sein. Ja-Sager und Blender haben wir viel zu viele. Wonach wir suchen ist Echtheit. Und die gibt es nur mit Wahrheit. Sollten Sie gerade wie ein Vöglein sorglos in den Tag leben, genießen Sie diesen Zustand noch eine klitzekleine Weile.  Allen Suchenden wünsche ich viel Mut auf ihrem Weg zur Wahrhaftigkeit, aber vor allem ganz viel Freude und Erfülltsein bei der Entdeckung ihres wahren Selbst.

Mit herzlichen Grüßen, Christina Broda
Kairos-Leittext 17. April 2015

Ist ein Schneider ein besserer Kairosianer als andere Menschen?

Christina Broda

Christina Broda

“Ist ein Schneider ein besser Kairosianer als andere Menschen?” Ein Spruch von George Bernhard Shaw brachte mich auf diese Frage. 1936 soll Shaw gesagt haben: „Der einzig Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedes Mal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie passten auch heute noch…“ Wie weise dieser Schneider ist.

Er würde niemals einfach voraussetzen, dass unsere Figur von vor fünf Jahren heute noch dieselbe ist. Im Gegenteil, bevor er anfängt zu arbeiten, würde er sich unbedingt vergewissern wollen, wie wir heute sind. Er würde uns tagesaktuell vermessen, um zu wissen, was uns richtig passt. Er würde – sofern er ein höflicher Mensch ist – auch nicht quaken und uns vorwerfen „Ach, vor 5 Jahren war Ihr Taillenumfang aber noch 8 cm weniger.“ Im Gegenteil, er würde akkurat Maß nehmen und uns dann etwas genau zu uns und unseren aktuellen Daten Passendes anfertigen. Und sonst im Leben?

Wie oft hören wir in Gesprächen (gern auch von den Eltern, die oftmals besonders hartnäckig vermeiden zu bemerken, dass wir nicht mehr die süßen Kleinen mit 8 Jahren sind) „Ach, Du magst das gar nicht mehr? Wieso das denn? Früher hast Du doch sonst immer so gerne …. gemocht“ oder „Das wundert mich jetzt aber. Früher warst Du doch immer so begeistert wenn …“ Mal abgesehen, dass sich ganz allgemein mit zunehmendem Alter unser Geschmack und unsere Vorlieben entwickeln bzw. auch ändern, so ändern sich mit unserer jeweiligen Dynamik im Verlauf unseres Lebens auch die Bedeutungen, die Dinge für uns haben. Waren wir als Teenager vielleicht ganz heiß auf BRAVO und Schokokuss-Brötchen, so kann man uns heute vielleicht mit beidem jagen.

Der BRAVO sind wir längst entwachsen und das Brötchen ist uns inzwischen vielleicht viel zu süß. OK, bei uns selbst können wir noch am ehesten feststellen, ob für uns etwas noch Bedeutung hat. Wir spüren Freude oder Bauchgrummeln bei uns meistens ganz leicht. Aber als soziale Wesen meinen ja auch die Menschen in unserem Umfeld zu wissen, was für uns Bedeutung hat. Und dabei gehen sie in der Regel davon aus, dass immer noch das Bedeutung hat, was für uns Bedeutung hatte, als sie uns in die jeweilige ‚Schublade‘ reingesteckt haben. Nur in den wenigsten Fällen schauen sie uns ganz genau an und überprüfen, ob die Schublade, in die sie uns irgendwann reingesteckt haben überhaupt noch passt. Das ist ganz normal, denn es ist erstens für sie bequem und zweitens gibt es ihnen Sicherheit: Christina ist …, sie mag …., sie verhält sich … Schublade zu – super, passt!

Entsprechend unserer Lebensphasen setzen wir unterschiedliche Schwerpunkte und haben damit auch andere Bedeutungen. Fanden wir mit 16 pünktliches Erscheinen vielleicht total überbewertet, so mögen wir mit 47 viel Wert darauf legen. Ödeten uns Familientreffen als Jugendliche an, so finden wir sie mit 34 vielleicht sehr wertvoll und genießen sie sehr. Gehörten Sie zu denen, die im Geschichtsunterricht unterm Tisch gelesen haben, so lesen Sie vielleicht mit 40 ein Geschichtsbuch nach dem anderen, weil sie wissen wollen, in welchem großen geschichtlichen Ganzen Sie leben.

Auch wenn wir meinen, jemanden noch so gut zu kennen, so sind wir doch gut beraten, nicht nur auf unser vermeintlich gutes ‚Augenmaß‘ zu vertrauen, sondern wie ein Schneider immer wieder neu Maß zu nehmen. Wo genau steht denn unser Gegenüber? Was ist ihm gerade wichtig? Wo will sie langfristig hin? Was beschäftigt ihn? Was erfreut / bekümmert sie? Fragen dieser Art sind Ihr Zentimetermaß, wenn Sie ein guter Menschen-Schneider sein wollen. Im Alltag setzten wir viel zu viel voraus, wie etwas sein ‚soll‘ und sich zu entwickeln ‚hat‘.

Lassen Sie uns daher doch unsere Beziehungen, ob gesellschaftlich oder privat, durch eine gute Maß-Nahme für alle Beteiligten bereichern. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg in Ihrer ‚Schneiderei‘.

Mit herzlichen Grüßen, Christina Broda
Kairos-Leittext 25. Februar 2015

Wer in der Fülle ist, …

Joachim Trott

Joachim Trott

Wer in der Fülle ist, kann sich rar machen. Neben meiner Tätigkeit als Olivenöl-Unternehmer bin ich gleichzeitig als Internetmarketing-Berater unterwegs und möchte Ihnen zu dieser Tätigkeit einen kleinen Einblick geben: In der Zeit, als meine Fülle noch weniger entfaltet war, ging es mir oft so: Die „Mangel“-Vorgeschichte: Ich habe Unternehmen beraten, wie Sie mehr Besucher auf ihre Webseite bekommen und sie zu Kunden machen. Oft waren meine Empfehlungen mit grundsätzlichen Änderungen der Webseite bzw. des Designs verbunden. An dem Punkt gaben viele Kunden auf, da die Umsetzungskosten sie vom Weitermachen abhielten. Ergebnis: Keine Folgeaufträge für mich und ich … fühlte mich wieder „im Mangel“.

Mit Fülle:
Nun habe ich dank meiner Fülle-Entwicklung einen Kunden, der mich für seine verschiedenen  Unternehmen am liebsten zu 100% haben möchte. Entsprechend vergütet, sicherte ich ihm zu, vorerst keine neuen Kunden anzunehmen, sondern mich voll auf ihn zu konzentrieren. Meine Stammkunden und mein Olivenöl-Unternehmen betreue ich natürlich weiter. Einer dieser Stammkunden buchte mich diese Woche für einen Beratungstag. Von ihm hatte ich bisher nur sehr kleine, doch sehr arbeitsaufwändige Aufgaben erhalten. Mein neues „Fülle“-Angebot an ihn war: Es gibt nur noch Komplettpakete oder eine Tagesberatung. Zu meiner Überraschung nahm er die Tagesberatung, die gemeinsam mit der langjährigen Webagentur stattfand. Ein heikles Thema, vor allem wenn die Agentur Angst hat, dass ich ihr Folgegeschäft weg nehme oder sie aufgrund meiner Kritik schlecht dasteht. Mit meiner inneren Fülle hatte ich allerdings ein ganz anderes Ziel: möglichst alle Umsetzungs-Aufgaben bei der Webagentur belassen. Wann immer es also um die Umsetzung ging, fragte ich die Agentur: Können Sie das machen, dann kommt gleich alles aus einer Hand und es gibt keine Schnittstellen.
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Wie komme ich auf den richtigen Weg?

Gabriela Linne

Gabriela Linne

Wie komme ich auf den richtigen Weg? Letzte Woche Donnerstag hatten wir in einem Kairos-Workshop das große Vergnügen, einem Vortrag von Dieter Müller lauschen zu dürfen. Das Thema: Entscheidungsfindung … was soll ich tun? Sehr schön beschrieben in diesem kleinen Dialog zu Beginn des Vortrags: “Wie komme ich auf den richtigen Weg?” fragt Alice den Hasen. “Es kommt drauf an, wo Du hin willst”, antwortet dieser. “Ich weiß es nicht”, antwortet Alice. “Ja dann”, sagt der Hase, “ist es ganz einfach. Du kannst den einen oder den anderen Weg wählen. Wenn Du das Ziel nicht kennst, ist die Wahl des Weges unwichtig.” (Aus Alice im Wunderland)

Alle, die sich mit Kairos beschäftigen, wissen längst, dass alle Menschen einem tief im Inneren verwurzelten Ziel folgen. Dieses Ziel können wir über die Gefühlsseite beschreiben und sagen: „Wir alle suchen Liebe, Frieden und Freude.“ Wir können es aber ebenso gut über die Ratioseite beschreiben und sagen: „Wir alle suchen den richtigen Platz für uns, an dem wir bedeutungsvoll wirken können.“ Klingt schön, stimmt’s?

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Kairos – ein kraftvolles Werkzeug

Christina Broda

Christina Broda

Kairos- ein kraftvolles Werkzeug. Sie können sich nicht vorstellen, wie oft und vor allem penetrant ich Dr. Karl Hofmann während des Studiums der Kairos-Wissenschaft nach dem   e i n e n   Satz der Definition für „was ist Kairos?“ gefragt habe. Und immer kamen ganz tolle Antworten – aber immer andere. Irgendwann habe ich begriffen, Kairos ist so umfassend, Kairos lässt sich nicht auf einen Satz reduzieren. Wird landauf – landab der Kairos noch immer definiert als die günstige Gelegenheit, die es beim Schopfe zu packen gilt, so wissen wir alle inzwischen (Sie als aufmerksame LeserInnen der in dieser Gruppe veröffentlichten Texte und wir als Absolventen des Studiums), dass Kairos viel mehr ist.

Als einfachster gemeinsamer Nenner kann die ‚günstige Gelegenheit‘ für vom Thema völlig Unbeleckte noch gut herhalten. Doch Kairos als Navigator der menschlichen Zeit steht für eine erfüllte Zeit. Und wenn eine Zeit erfüllt ist, wir also völlig eins mit uns ganz und gar in unserem Tun aufgehen, weil wir unserer Berufung, also unserem inneren Ruf folgen, dann ist das sicherlich auch eine ‚günstige‘ Gelegenheit oder ein ‚günstiger‘ Zeitpunkt. Doch das mit dem ‚günstig‘ ist mir mit meinem jetzigen Wissen zu zufällig à la entweder die Gelegenheit kommt vorbei oder nicht und entweder ich packe sie beim Schopf oder nicht …
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Welche Unternehmer-Brille haben Sie heute auf?

Joachim Trott

Joachim Trott

Welche Unternehmer-Brille haben Sie heute auf? Anders gefragt: Mit welcher Brille schauen Sie heute auf Ihr Unternehmen und Ihre Unternehmer-Welt? Dachten Sie gerade „Ich trage keine Brille, was soll die Frage?“ Nun, es gibt viele Brillen, sowohl im physischen als auch im übertragenen Sinne. Hier einige Ideen:

- Die Brille mit den dunklen Gläsern für alle, die zwar Unternehmer sein wollen, doch Ihr SEIN lieber noch verstecken.
- Die Zahlenbrille, denn Sie haben alle Zahlen stets im Blick.
- Die Menschenbrille, denn Ihnen sind Menschen wichtiger als Daten.
- Die Wolkenbrille, denn Sie bauen lieber Wolkenschlösser, als sich der Realität zu widmen.
- Die Erfolgsbrille, was Sie anpacken, machen Sie auch erfolgreich.
- Die Kairos-Brille, mit der jeder Tag voll von Kairos-Momenten ist und sich Ihre Fülle entfaltet.

Und welche Brillen fallen Ihnen noch ein? Ergänzen Sie einfach in der XING-Gruppe. Am 15.04. gab es ganz physisch in den USA eine neue Brille zu kaufen: Google Glass!
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Die verlorene Zufriedenheit

Gabriela Linne

Gabriela Linne

Die verlorene Zufriedenheit: Gestern hörte ich von einem Teilnehmer im Kairos-Workshop eine kleine Geschichte, die mich sehr beeindruckte – Sie vielleicht auch? Lesen Sie selbst:In einem kleinen Dorf lebten alle Bewohner lange Zeit glücklich und zufrieden miteinander. Eines schönen Tages bemerkten sie, dass sie langsam schleichend immer ein bisschen unzufriedener und unglücklicher geworden waren. Woran mochte das nur liegen, fragten sie sich. Um der Sache auf die Spur zu kommen, setzten sie sich zusammen und fragten jeden Einzelnen, was mit ihm los sei. So kam es, dass alle von ihren Sorgen berichteten, die sich im Laufe der Zeit in ihrem Leben angehäuft hatten.

Nun war guter Rat teuer. Ein Bewohner hatte nach einigem Überlegen eine Idee, wie sie ihre Sorgen loswerden könnten: Jeder sollte nach Hause gehen, seine Sorgen auf ein Blatt Papier schreiben, in ein Säckchen packen und dies an einem Dorfzaun aufhängen. Gesagt, getan.
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Mein menschliches iPhone:

Dr. Karl Hofmann

Dr. Karl Hofmann

Mein menschliches iPhone: Manchmal ist das Selbstverständlichste das Interessanteste, was sich bedenken lässt. Selbstverständlich ist wohl für jeden Unternehmer sein iPhone (oder Smartphone). Das Tolle an so einem Gerät ist, dass es uns die wesentlichen vier modernen Bedürfnisse zu erfüllen ermöglicht. Wir können dadurch individuell tätig werden (apps), Kontakt aufnehmen (telefonieren), mit der Welt gegenwärtig sein (Internet) und uns orientieren (Navigation).

Aber sind das wirklich nur „moderne“ Bedürfnisse? Sind das nicht die ursprünglichsten von uns Menschen überhaupt? Möchte nicht immer schon jeder von uns sich selbst frei entfalten, in echter Beziehung zu anderen sein, die Welt in ihrem Potenzial erfassen und sich im Leben sicher orientieren? Wenn dem so ist, ist dann ein iPhone nur ein technisch konstruiertes Abbild dessen, was jeder von uns als menschliches iPhone braucht – und daher auch als Potenzial hat?
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