Schlagwort-Archiv: Kairos-Marketing

Die Homepage – ein altes Problem

Dr. Karl Hofmann

Dr. Karl Hofmann

Die Homepage – ein altes Problem. Wir lachen darüber, wie seltsam sich die Menschen in der Barockzeit puderten, kleideten, benahmen, Perücken trugen, sich auf Porträts darstellen ließen. Verständlicher wird all das, wenn wir uns bewusst machen: das war die Ausstattung ihrer „Homepage“. Sie zwängten sich genauso in das Korsett der üblichen Präsentation wie wir die eigene Kompetenz im Internet in das Korsett irgendeiner Webseitenstruktur packen.

Damals betrachtete man einander auf der „Promenade“, wir surfen unbesehen durch die Webseiten unserer Konkurrenten. Wer damals gesellschaftlich etwas bedeuten wollte, musste am „Hofe“ präsent sein oder sich repräsentativ vertreten lassen. Unsere „Höfe“ sind die Internetforen. Nur Beamte oder Festangestellte können es sich leisten, dort nicht zu erscheinen. Der heutige Adel, die Wirtschaft, kann sich das nicht erlauben. Das geht so weit, dass die Präsenz im Internet „ein absolutes Muss für den stationären Einzelhandel“ geworden ist. In der Tat haben bereits 80% der Unternehmen eine eigene Homepage. 5,5 Milliarden soll das Online-Geschäft allein 2013 in Bayern erwirtschaftet haben. Dazu ein interessantes Zitat aus der ZEIT (4.4.2013, 56):
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Was sind Sie sich wert?

Jürgen Hopp

Jürgen Hopp

Was sind Sie sich wert? – Ja selbstverständlich „Alles Geld der Welt!“ oder auch „Unbezahlbar!“ hörte und höre ich so manchen sagen. Wie viel Ernst steckt wirklich hinter diesen Worten? Inwiefern setzen Sie, liebe Unternehmer, das um, was Sie sich wert sein sollten? Inwiefern generieren Sie den Umsatz, den Sie sich wirklich wert sind?

Diese Fragen habe ich mir anfangs auch sehr häufig gestellt, als ich mir überlegte, was denn nun meine Stunde bei mir kostet! In dieser Hinsicht erwischte ich mich oft selbst, dass ich Gedanken hatte, wie „Ganz schön teuer“ oder „Dafür darf ein Arbeiter mehrere Stunden an sein Werk gehen!“ und ich vergaß dabei einige wichtige Punkte, die es bei der Preisfindung zu berücksichtigen galt und gilt. Ein sehr gutes Beispiel für den Wert der Arbeit eines jeden Unternehmers stellt ein Dialog dar, den ich mit einer Freundin, die Gitarrenlehrerin ist, hatte. Hier erhielt ich folgenden Gedankengang:  „Du willst einen Musiker engagieren, Du willst, dass er auf Deinem Event spielt! Du kalkulierst und denkst, dass Du jemanden bezahlst, der Musik macht… – soweit so gut…
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April, April, jetzt weiß ich, was ich will!

Thorsten AbraXas Ophaus

Thorsten AbraXas Ophaus

April, April, jetzt weiß ich, was ich will? Auf meinem Spaziergang am Wochenende erlebte ich überall den Frühling. Viele Bäume blühen, Garten und Autos werden frühjahrs geputzt und überall ist die Lust nach neuem Wachstum spürbar. Okay, ich hätte den Frühling dank meiner Allergie mit verbundenen Augen ausmachen können, aber so war es doch schöner. Fröhlich machte ich mich ebenfalls dran – wie jedes Jahr – alte Zöpfe abzuschneiden, im Innen und Außen alles Alte raus zu kehren und den Freiraum für Neues zu nutzen.

Doch was ist das? Der April steht ja schon vor der Tür. Neigen Sie nun auch dazu sich vom April-Gefühl „April, April, der weiß nicht was er will.“ ausbremsen zu lassen? Für Alle, die den April – wie er halt ist – nutzen wollen und damit Ihre Komfortzone verlassen wollen, habe ich ein paar ganz besondere Tipps. Nutzen Sie ganz bewusst die wechselnden Bedingungen im Kontakt zu anderen Menschen und lernen Sie sich selbst und Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung besser kennen.
Hier die Tipps für Ihren April und eine neue blühende Fülle:
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Der Künstler und Unternehmer Albrecht Dürer

Thorsten AbraXas Ophaus

Thorsten AbraXas Ophaus

Über den Künstler und Unternehmer Albrecht Dürer: Zu Weihnachten verschenkten wir einen Besuch im Städel zur Sonderausstellung „Albrecht Dürer“. Ein großartiger Künstler! Da kommt das Geschenk sicherlich gut an und wir tun etwas für unsere Bildung. Doch was ich dann in der Ausstellung über Albrecht Dürer erfuhr, lies mich als Unternehmer aufhorchen und die These formulieren: „Wäre Dürer heute statt vor 500 Jahren aktiv, wäre er der Manager eines Weltunternehmens!“ Albrecht Dürer machte von sich reden, weil er eine unerreichte Lebendigkeit und Realität in seinen Werken erzielte. Schon früh muss er realisiert haben, dass Vorbereitung und Forschung den Erfolg eines Produktes bringt. Im Städel waren zu vielen seiner Werke die erfolgten Vorarbeiten, in denen er neue Techniken entwickelte, zu sehen. Für seine Portraits und Tierwerke machte Dürer anatomische Studien. So waren in der Ausstellung auch von Ihm erschaffene Goldschmiedearbeiten zu sehen. Diese hatte er in der Goldschmiede seines Vater erstellt, um sie dann später in seinen Gemälden zu verwenden.
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Probleme sind Ziele, die auf dem Kopf stehen.

“Probleme sind Ziele, die auf dem Kopf stehen.” Was für ein Satz! Von Berufs wegen beschäftige ich mich viel mit den Problemen anderer Leute -  mit sich selbst oder auch mit anderen. Von daher werde ich immer hellhörig, wenn mir ein passendes Zitat begegnet, das ich im Rahmen meiner Arbeit verwendenden kann. Das Zitat, um das es mir heute geht, hat mich gleich zweifach angesprochen. Ich hab eine Zeit lang sehr intensiv Engelsfiguren gesammelt. Unter anderem ist ein Engelchen dabei, dass sich so weit vornüber gebeugt hat, dass es nun die Welt fast im Kopfstand betrachtet. Haben Sie das mal ausprobiert? Die Welt sieht dann völlig anders aus. Und betrachtet aus dieser anderen Perspektive bekommen die Dinge manchmal eine ganz andere Dimension. Darum habe ich das Engelchen auch im Arbeitsbereich stehen, als Sinnbild für meine Kunden. Das Zitat, das Sie ja schon gelesen haben, ist von den mir unbekannten O’Connor+Seymour und besagt: „Probleme sind Ziele, die auf dem Kopf stehen“.

Nachdem das erste ungläubige Stirnrunzeln vorbei war, fiel mir mein Kopf-über-Engelchen wieder ein und das ungläubige „Hä??“ wich einem ahnenden „Ach so meint der das.“ Ich gebe zu, ich musste die Übung erst einmal vor meinem inneren Auge nachvollziehen. Doch dann fand ich den Ausspruch genial!

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Wie Ihr Unternehmen eine bekannte Marke wird:

Träumen Sie davon, dass aus Ihrem Unternehmen eine bekannte Marke wird? Wenn ja, dann lohnt es sich einen Blick auf Menschen zu werfen, die so etwas geschafft haben: eine Hommage an einen großen Unternehmer. Als ich das erste Mal von Hans Riegel las, hatte ich gerade meine kaufmännische Ausbildung in einem mittelständischen Unternehmen begonnen. Was mich besonders verwunderte und mir dauerhaft in Erinnerung blieb, war folgendes: Hans Riegel, Chef eines Weltkonzerns, über 70 Jahre alt, verteilt jeden Tag die Eingangspost persönlich an seine Mitarbeiter. Dafür war in meinem Ausbildungsbetrieb die Empfangsdame zuständig. Und die Post wurde auch nur in Fächer verteilt und selten persönlich übergeben. Was treibt jemand an, täglich die Post zu verteilen? Und zwar in einem Alter, in dem andere Multi-Millionäre entweder Ihren Ruhestand auf ihrem Golfplatz oder ihrer Yacht genießen. Schauen wir uns diesen Unternehmer einmal genauer an:
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KAIROS-Workshop: “Auf der Straße Kunden finden.”

15Okt13 Auf der Straße Kunden findenAm frühen Morgen beim Dienstags-KAIROS-Workshop: “Auf der Straße Kunden finden.” Ulrike Alzen fragt: “Was geht Euch durch den Kopf, wenn Ihr das Thema lest?” Sätze wie: Wie soll das denn gehen? Oder: Glaubst Du etwa, dass ich meine Zielgruppe ‘auf der Straße’ finde? Wer seine zwei primären Ängste, erstens nicht gut genug zu sein und zweitens nicht geliebt zu werden, in Vertrauen zu sich selbst wandeln kann, findet seine Kunden überall – auch auf der Straße. Es sei denn, “HORST” ist mit dabei. Weil HORST immer Sachen sagt wie: “Du hast doch heute Bad-Hair-Day!!” Oder: “Der letzte, den Du angesprochen hast, hat NEIN gesagt.” Oder: “Siehst Du, es regnet gerade … Denkst Du, die Leute bleiben für Dich stehen und lassen sich nassregnen.” HORST kann sehr vehement sein und schafft es doch tatsächlich immer wieder, unsere gerade abgelegten Ängste neu zu schüren.

Ulrike Alzen hat uns ihren “HORST” heute vorgestellt und gezeigt, wie sie ihn mit liebevoller Klarheit zum Schweigen bringt. Am besten gelingt es, wenn wir unsere beiden primären Ängste peu á peu wandeln: in Glauben an uns selbst, über den Glauben an uns selbst in Vertrauen und über das Vertrauen in uns selbst in Selbstliebe. Das Tolle: Durch unsere Selbstliebe wird sogar HORST zahm. Es war ein großes Vergnügen für alle Teilnehmer, die anschließend unbedingt ihren “HORST” ins Gebet nehmen wollten. Nach dem Workshop natürlich.

Danke sehr an Ulrike Alzen für den amüsanten Morgen.
Vielleicht macht sie ihren Vortrag ja noch einmal.

Herzliche Grüße an alle
Gabriela Linne

15. Oktober 2013
Kairos-Leittext

Über Akquise-Angst und den Eigen-Ablehn-Zustand

10Okt13 Erfahrungen mit Akquise-AngstAkquise-Angst und der Eigen-Ablehn-Zustand:
Am Abend des 10. Oktober 2013 haben wir uns (gemeint sind KAIROS-Unternehmerinnen und Unternehmer) im Workshop von Unternehmen KAIROS ausführlich mit der Akquise-Angst beschäftigt. Sie ist eine oft “über uns herein brechende” Angst, die uns vor und zurück treibt, die uns um den Telefonhörer und um Menschen “auf der Straße” herum laufen lässt, als wären es glühende Brennstäbe oder drohende Säbelzahntiger. Warum nur? Was passiert in den Unternehmern, die doch ihr Produkt, ihr Angebot lieben, die doch so gerne Menschen von der Echtheit und Qualität ihres Angebots überzeugen möchten.
Eine wesentliche Antwort darauf lautet: “Wer sich selbst verleugnet, zittert vor jeder Gelegenheit, in der ein oft verdeckt in uns wirksamer Eigen-Ablehn-Zustand bemerkt wird oder eventuell bemerkt werden könnte. Positiv formuliert. Wer in jedem Augenblick sich selbst annehmen, also wirklich bei sich sein kann, wer innerlich darauf vertraut,  “gut genug” zu sein, wer immer sein Bestes gibt und bereit ist, daran zu arbeiten, sich immer weiter zu entfalten, kann frohen Mutes auf andere zugehen und ihnen zeigen, was er oder sie Schönes zu bieten hat.

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USP oder Positionierung: Kennen Sie den Unterschied?

USP oder Positionierung: Kennen Sie den Unterschied? Rosser Reeves erfand den USP 1940. Der USP, der das Einzigartige eines Menschen, eines Produktes, eines Services betont, basiert auf einer Genie-Metapher. Immer noch und gerade wieder im Gespräch von einer Jung-Unternehmerin bestätigt, wird der USP als das zentrale Element jeder Marketingstrategie benannt. Obwohl es doch schon in den 60ziger Jahren mit ihm zu Ende ging. In dieser Zeit begann es, dass sich Produkte immer ähnlicher wurden, immer mehr „me too“ sozusagen, und dass wirklich neue, geniale Ideen fehlten. Mein lieber Freund und Mentor Detlev Six hat aufgeschrieben, wie es zu der Nachfolgetechnik für den USP kam: der Positionierung. Diese Geschichte macht den Unterschied sehr schön deutlich. Lesen Sie selbst: Weiterlesen

Die innere Haltung beim Verkauf

Haben Sie sich schon mal über die innere Haltung beim Verkauf Gedanken gemacht? Jeder Unternehmer ist auch gleichzeitig Verkäufer. Nur wenn das Produkt oder die Dienstleistung gekauft wird, bleibt das Unternehmen erhalten. Einigen Unternehmern fällt es scheinbar spielend leicht, in die Rolle des Verkäufers zu schlüpfen. Ich kenne jedoch auch viele Unternehmer, die ihre Stärken in anderen Bereichen des Unternehmertums haben. Die „Verkäufer-Rolle“ ist hier eine Herausforderung, ein Wachstumsfeld. Ich gehöre zur zweiten Gruppe. Und habe festgestellt, dass es sehr stark von meiner inneren Haltung abhängt ob ein Verkauf gelingt, oder nicht.
Zwei Beispiele:
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