Schlagwort-Archiv: Kairos-Berufung

Wer seinem Kairos folgt, …

Gabriela LinneIrgendwie bin ich in meinem Leben immer schon unbewusst meinem Kairos gefolgt. So kam es – seit ich mich selbst für vernünftig hielt – zu regelmäßigen „radikal-plötzlichen Entscheidungen“. Nur ich wusste dabei immer: Dieser vermeintlichen Plötzlichkeit ging eine lange Transformationsphase voraus, die aber nur in meinem Inneren stattfand und erst im letzten Viertel einer Zeitspanne äußerlich handelnd sichtbar wurde.

Menschen, die mich lange kennen, können so manch’ Lied davon singen. „Du bist immer wieder für eine Überraschung gut“, hieß es. „Na ja, ab 60 wird sich das doch wohl legen …?“ Weit gefehlt. Auch im Alter (was auch immer das sein mag) gibt es Aufbruchstendenzen und den Drang, „neu“ zu werden. Und genau das – Sie ahnen es schon – habe ich in den letzten vier Jahren erlebt.

Ein bisschen unterwegs wie eine Abenteurerin inklusive Wohnen im Hotel und Einlagerung meines „Hab und Gutes“ bin ich wieder zurück: mit neuer Firmierung, neuer Adresse, neuen Büroräumen, neuen Ideen und neuem Schwung zum Handeln. So manch Bisheriges durfte gehen, ganz viel durfte mit neuer Dynamik bleiben, einiges ganz Neues wird kommen. Ich freue mich sehr, vor allem das Neue so nach und nach mit Ihnen allen teilen zu dürfen. Schön, dass Sie da sind.

Wer seinem Kairos folgt, lebt nicht immer leicht-seicht vor sich hin, sondern durchschreitet Höhen und Tiefen, um wieder auf neue Höhen kommen zu können. Ich kann nur sagen: „Es lohnt sich.“ Und: Bitte geben Sie mir noch ein paar Tage Zeit, bis ich alle Daten überall korrigiert habe. Das Handeln braucht halt seine Chronos-Zeit.

Ihnen allen eine gute Woche und … folgen Sie Ihrem Kairos!
Ihre Gabriela Linne

Kairos-Leittext 6. Mai 2015

 

 

6. Mai 2015

Wie komme ich auf den richtigen Weg?

Gabriela Linne

Gabriela Linne

Wie komme ich auf den richtigen Weg? Letzte Woche Donnerstag hatten wir in einem Kairos-Workshop das große Vergnügen, einem Vortrag von Dieter Müller lauschen zu dürfen. Das Thema: Entscheidungsfindung … was soll ich tun? Sehr schön beschrieben in diesem kleinen Dialog zu Beginn des Vortrags: “Wie komme ich auf den richtigen Weg?” fragt Alice den Hasen. “Es kommt drauf an, wo Du hin willst”, antwortet dieser. “Ich weiß es nicht”, antwortet Alice. “Ja dann”, sagt der Hase, “ist es ganz einfach. Du kannst den einen oder den anderen Weg wählen. Wenn Du das Ziel nicht kennst, ist die Wahl des Weges unwichtig.” (Aus Alice im Wunderland)

Alle, die sich mit Kairos beschäftigen, wissen längst, dass alle Menschen einem tief im Inneren verwurzelten Ziel folgen. Dieses Ziel können wir über die Gefühlsseite beschreiben und sagen: „Wir alle suchen Liebe, Frieden und Freude.“ Wir können es aber ebenso gut über die Ratioseite beschreiben und sagen: „Wir alle suchen den richtigen Platz für uns, an dem wir bedeutungsvoll wirken können.“ Klingt schön, stimmt’s?

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Der Künstler und Unternehmer Albrecht Dürer

Thorsten AbraXas Ophaus

Thorsten AbraXas Ophaus

Über den Künstler und Unternehmer Albrecht Dürer: Zu Weihnachten verschenkten wir einen Besuch im Städel zur Sonderausstellung „Albrecht Dürer“. Ein großartiger Künstler! Da kommt das Geschenk sicherlich gut an und wir tun etwas für unsere Bildung. Doch was ich dann in der Ausstellung über Albrecht Dürer erfuhr, lies mich als Unternehmer aufhorchen und die These formulieren: „Wäre Dürer heute statt vor 500 Jahren aktiv, wäre er der Manager eines Weltunternehmens!“ Albrecht Dürer machte von sich reden, weil er eine unerreichte Lebendigkeit und Realität in seinen Werken erzielte. Schon früh muss er realisiert haben, dass Vorbereitung und Forschung den Erfolg eines Produktes bringt. Im Städel waren zu vielen seiner Werke die erfolgten Vorarbeiten, in denen er neue Techniken entwickelte, zu sehen. Für seine Portraits und Tierwerke machte Dürer anatomische Studien. So waren in der Ausstellung auch von Ihm erschaffene Goldschmiedearbeiten zu sehen. Diese hatte er in der Goldschmiede seines Vater erstellt, um sie dann später in seinen Gemälden zu verwenden.
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Der Sinn Ihres Unternehmens oder: So wachsen Träume.

Kennen Sie ihn schon, den Sinn Ihres Unternehmens? Er ist der Stoff, aus dem Träume wachsen. Vielleicht haben Sie es auch schon längst bemerkt: Die Suche nach Sinn ist überall in vollem Gang. Dieses Kraftfeld von Anziehung und Aufmerksamkeit genannt Sinn ist es, was Menschen bewegt. Und Unternehmer sind gefragt, etwas zu bieten, was Sinnfragen beantworten und Gefühle erzeugen kann. So zeigt sich also für jeden einzelnen von uns die Aufgabe: Finde heraus, ob Du mit Deinem Angebot in dieser Weise „unterwegs bist“? Die folgenden vier Fragen plus Zusatzfrage können Ihnen klarmachen, wo Sie stehen. Und sie können Ihren Geist auf Schwung bringen, der ja auch immer gerne nach dem Sinn von allem möglichen sucht.
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Schrei nach Entlastung

Hören Sie auch manchmal den Schrei nach Entlastung? Haben Sie auch schon gehört vom neuen Unternehmer-Bewusstsein? Der neue Unternehmer schafft sich ständig Klarheit hinsichtlich der eigenen Ziele, Träume und Vorstellungen. „Was sind deine Ziele, Träume und Visionen? Was treibt dich an, was bewegt dich? Wo ist deine Berufung, deine Begeisterung? Was willst du erleben? Was sind die Prioritäten in deinem Leben, wohin richtet sich deine Aufmerksamkeit?“ Ist er damit fertig, stellt sich ihm schon die nächste große Frage: „Inwiefern ist dieses Bild der eigenen Zukunft und der damit verknüpften Leistungen für die Gemeinschaft nützlich?“ Aus beidem muss sich dann das „So soll es werden, so soll es sein.“ ergeben. Denn „diese konkrete Absicht beeinflusst die Wirklichkeit und wird sich in der materiellen Welt manifestieren.“

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Montag, Dienstag: Und wie gerät Ihr Werk heute?

Montag: Gestern war er wieder da, der meistbejammerte ‘Ach-es-ist-wieder-Montag”-Tag. Wird der Freitag hoch bejubelt als TGIF “Thank God it’s friday!” oder als “endlich wieder Wochenende!”, so möchten viele den Montag am liebsten aus ihrem Kalender streichen, den bösen Tag, den blauen Montag, an dem sie wieder “ran müssen” in die “Tretmühle”. Einer meiner Kontakte hat neben sein Profilfoto folgendes Zitat von Aristoteles gesetzt:

Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten.“

Und mit Freude an der Arbeit ist es egal, welcher Tag ist. Da ist der Montag genauso gut wie der Dienstag, Mittwoch oder der Freitag. Wer Freude an der Arbeit hat, der “muss” auch nicht ran, sondern der “darf” weiter machen. Selbst jetzt beim Schreiben merke ich durch An- und Entspannung in meinem Bauch den Unterschied in der Einstellung zur Arbeit.

Der Infoabend im KAIROS Unternehmer-Center am Donnerstag, 29.08.2013 ist z.B. eine gute Gelegenheit zu erfahren, wie es Ihnen gelingt, der Arbeit nachzugehen, die Ihnen Freude macht – sofern Sie sich nicht bereits ausüben. Zum Glück ist heute Dienstag und so kann ich Ihnen allen noch eine ganze schöne Woche mit trefflich geratenen Werken wünschen.

Herzlich
Christina Broda

26. August 2013
Kairos-Leittext

Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens

“Der Sinn des Lebens ist ein sinnvolles Leben.“ So lautet eine Weisheit aus dem Buch „Der Mönch, der seinen Ferrari verkaufte“. Eine Weisheit, die natürlich gleich die nächste Frage aufwirft: Was ist denn sinnvoll? Oder besser noch: Was ist denn für mich sinnvoll? Ist es zum Beispiel sinnvoll, nach Dingen zu streben, die durch ihr Vorhandensein meinem Leben plötzlich einen Sinn geben können?

Alex Loyd sagte hierzu in einem Seminar: Erfolgreiche Menschen, die alles erreicht hatten, was sie sich jemals vorstellen konnten, sprachen am Ende nur noch von den drei wirklich sinnvollen „Dingen“: Frieden, Freude und Liebe. Die meisten brauchten allerdings erst den Weg „über die anderen Dinge“, um diese Erkenntnis zu erlangen.
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Wonnemonat: Alles neu macht der Mai ….

Kennen Sie es noch, dieses Gedicht von Hermann Adam von Kamp? Mir kommt vor allem sein Anfang immer wieder in den Sinn. Es ist schon ein besonderer Monat, dieser Mai. Warum eigentlich? Aus meiner Kindheit erinnere ich noch sehr gut, dass ich mit meinem Vater immer auf eine Mai-Kundgebung gehen durfte. Das fand ich sehr aufregend. Und immer wurde in meiner Familie vom Wonnemonat geschwärmt. Dass dieser Wonnemond in Wirklichkeit eine ganz andere Bedeutung hatte, lernte ich erst später:

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Tage im Kloster: Ab wann wird Innenschau möglich?

Einem Impuls folgend fuhr ich über Ostern nach Maria Laach. Ins Gästehaus des Klosters.Ja, tatsächlich war wenige Tage vorher ein Zimmer freigegeben worden. Andere Gäste im Kloster nannten es Wunder. Wie ich es nenne, wissen Sie, stimmt’s? Ganz offensichtlich war die Zeit für eine Innenschau, für lang ersehnte Tage im Kloster, nun gekommen.

Am Klostergelände erwartete mich ein großes verschlossenes Eisentor. Und das Klostertelefon blieb unbeantwortet. Geduld. Nach wenigen Minuten tauchte eine Klostermitarbeiterin auf: „Ich nehme Sie mit hinein.“ Im Haus begrüßte mich ein Bruder wie ein Bruder. So, als sei ich nach Hause gekommen. Die Innenschau konnte beginnen. Doch begann sie wirklich? Oh nein, denn: im Außen gab es so viel Neues zu schauen:

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Kairos-Weihnachtsgedanken im Kerzenschein

Ich lade Sie ein, sich für Kairos-Weihnachtsgedanken im Kerzenschein dem üblichen Trubel so kurz vor Weihnachten für eine Stunde zu entziehen, sich eine Kerze oder gar die drei Kerzen eines Adventskranzes anzuzünden, und dem Sinn des Ganzen nachzuspüren – im Blick auf das, was wir Kairos nennen,.

Ist Kairos doch der schöpferische Ursprung all dessen, was wir an heilenden, erinnernden, kraftvollen Zeichen und Ritualen haben. Das gilt in besonderer Weise für die Symbole und Rituale rund um Weihnachten. Betrachten Sie zum Beispiel einmal einen Adventskranz:

Vier Kerzen und vier Sonntage bereiten vor auf den Baum voll Licht. Warum vier? Die 4 steht für eine wesentliche Verwandlung. Es geht um eine Verwandlung, die alle betrifft, und eine, die jeden einzelnen angeht. Diese bereitet den Weg für ein Geheimnis, das erst enthüllt werden kann, wenn „die Zeit erfüllt ist“. Es ist das Ereignis einer Geburt, in dem „oben“ und „unten“ eins werden.

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