Schlagwort-Archiv: Kairos-Frage

Kairos-Frage: Was ist denn Ihre Vernunft?

Christina Broda

Christina Broda

Kairos-Frage: Was ist denn Ihre Vernunft? Bei der Vorbereitung eines Kommunikationsseminars wurde mir neulich blitzartig bewusst, dass ich neben der genau gewählten Ansprache bzgl. Herkunft, Alter, Fachwissen, Charakter auf noch einen Punkt achten sollte, um mein Gegenüber gut abzuholen: seine/ihre Vernunft. Damit ist nicht gemeint, ob jemand irre ist oder bei klarem Verstand, sondern es geht um den Punkt, inwiefern etwas für jemanden ‘vernünftig’ im Sinne von bedeutungsvoll erscheint. Denn das, was für uns Bedeutung hat, ist auch das, womit wir in Beziehung sind und dort ist dann auch Kraft. In der Kairos-Wissenschaft unterscheiden wir drei Vernünfte: Die Wir-Vernunft, die Ich Vernunft und die Welt-Vernunft.

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Kairos-Frage: Arbeiten bis 67 – Wirklich?

Jürgen Hopp

Jürgen Hopp

Eine Kairos-Frage lautete kürzlich: Arbeiten bis 67 – Wirklich? Jürgen Hopp schreibt dazu: Eines meiner Lieblingsthemen ist und bleibt die Beschäftigung. Dieses Thema ist auch unter vielen Menschen um mich herum eines. Sehr gerne wird dies im Zusammenhang gesehen mit der Frage „Wie lange soll ich das tun?“ oder womöglich sogar „Wie lange muss ich das tun?“ …und dann gibt es Antworten, die in vielen Fällen „bis zum 62. Lebensjahr!“  oder „bis zum 67. Lebensjahr“  lauten.  Und hier stelle ich fest, dass die „62“ häufiger genannt wird als die „67“!

Vor Jahren habe ich einen Beitrag über einen Spritzenhersteller in den USA gesehen. Es ging insbesondere um die Atmosphäre innerhalb des Betriebes – einer Werkstatt, die für die Nadeln bzw. deren Fabrikation verantwortlich war. Die Stimmung unter den Beschäftigten war ansteckend heiter und ich dachte mir noch dabei: „Ja, so soll ein Betriebsklima sein!“ Es wurde gezeigt, wie dort herzlich miteinander gelacht wird, jeder jeden kennt (wir reden über ca. 20 Leute – Weiblein wie Männlein), die Angestellten reine Freude den ganzen Tag über versprühen und zudem sehr respektvoll mit ihrem Gegenüber umgehen – sie hatten schlichtweg Spaß bei ihrem Sein und Tun (und haben es heute sicher auch noch).
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Kairos-Frage: Sind Sie auf dem richtigen Weg?

Kairos-Frage: Sind Sie auf dem richtigen Weg? Jeden Morgen stelle ich mir diese Frage selbst: “Bin ich noch auf dem richtigen Weg? Auf meinem Weg?” Bei einem JA aus tiefstem Herzen lohnt sich jede Anstrengung, auf diesem Weg weiterzugehen. Wie auch immer die derzeitige Aufgabe gerade aussehen mag, wenn das Herz beim Handeln rein und die eigenen Gedanken edel sind, ist die Art des Unternehmens nebensächlich. Vielleicht ist es ja nur ein Wegabschnitt, der letztlich zu der eigentlichen Berufung führt.

Manchmal brauchen wir die Wege, die wir später Umwege nennen. Weil wir dort noch ein paar Erfahrungen einsammeln, die uns irgendwann zugute kommen. Manchmal brauchen wir auch die Schmerzen, die wir auf den sogenannten Umwegen ertragen. Weil wir, durch sie hindurch gegangen, plötzlich entdecken, wozu sie gut waren.

Woher kommt die Antwort auf die Frage: “Bin ich noch auf dem richtigen Weg?” Sie kommt aus ihrem tiefsten Inneren, aus Ihrem Herzen. Das weiß nämlich immer genau, wo Du gerade bist, was gerade dran ist und ob die eingeschlagene Richtung stimmt. Das tiefste Innere ist Dein Kairos-Navi. Es gibt Dir täglich die Hinweise auf die richtige Richtung. Ob Du ihnen folgst, bleibt stets die eigene Entscheidung.

Eine schöne Woche auf dem richtigen Weg
Gabriela Linne

Kairos-Leittext
24. September 2013

Kairos-Frage: Was hat die Welt davon, … ?

Stellen Sie sich vor, Sie stellen ab und zu die Kairos-Frage: Was hat die Welt davon, dass es mich gibt. Sie beobachten Ihr Tun einen ganzen Tag lang. Sie sind dabei natürlich möglichst ehrlich zu sich selbst, denn schließlich wollen Sie doch ein Leben in Fülle leben.

Damit es ein bisschen klarer wird, was ich meine, kommen hier noch ein paar Teilfragen zu der Hauptfrage. Sie machen es Ihnen ein wenig einfacher, fordern Sie aber gleichzeitig auch heraus:

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Kairos-Frage: Leben Sie Berufung?

Die Kairos-Frage: “Leben Sie Berufung?” an einem KAIROS-Lenk-Abend mit Dr. Karl Hofmann hat mich bewogen, über die Gedanken des Abends weiter nachzudenken. Doch zunächst ein paar Sätze zur Berufung selbst. Berufung ist aus unserer Sicht: Empfangen und Tun, Freiheit und Pflicht, Einsicht und Ringen mit Gegensätzen, Genießen und Arbeit. Sie durchzieht unser ganzes Leben und kann auf vielfältige Weise nach außen treten. Ein Beruf kann Berufung für eine gewisse Zeit mehr oder weniger abbilden.

Hier nun unsere Gedanken und vertiefenden Fragen zur Berufung für Sie:

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Kairos-Frage: Sind Sie gut verpackt?

Diese Wohlfühl-Frage, aus meiner heutigen Sicht eine Kairos-Frage, stellte mir meine Mutter immer und sagte dazu: „Kind zieh dich warm an, denn es ist draußen kalt.“ Und wer friert, fühlt sich unwohl. Also habe ich mich immer schön warm angezogen.

In der Schule stellte ich denn bald fest, dass so manche meiner „Verpackungen, sprich Kleidungsstücke, bei meinen Klassenkameraden Belustigung hervorriefen. Das war blöd. Daraufhin fing ich an, mich an anderen zu orientieren, was die denn so als Kleidungsstücke anzogen. Da waren zum Beispiel Sweatshirts „in“. Nun hatte ich ein Problem. Denn diese Kleidungsstücke sahen an mir einfach doof aus. Ich trug sie aber trotzdem, denn wer „in“ sein wollte, trug Sweatshirts. Und so entstand meine erste „richtige“ Verpackung. Zuhause nämlich trug ich keine Sweatshirts.

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Kairos-Frage: “Ich wünschte, ich könnte …?”

Kairos-Frage: Wie oft sagen Sie sich: „Ich wünschte, ich könnte … : … mir mehr Zeit nehmen.“ … meine Krötenlisten leichter erledigen.“ … mehr Sport treiben.“ … lockerer an die Sachen herangehen.“ .. mir dieses und jenes erlauben.“

Wissen Sie was, die meisten dieser und vieler weiterer „Probleme“ könnten Sie tatsächlich lösen, wenn Sie nur wirklich wollten. Wenn Sie bereit wären zu tun, was dazu nötig ist. M. Scott Peck sagt in seinem Buch „Der wunderbare Weg“: Zitat: „Und ich weiß, dass ich und jeder andere Mensch, der nicht geistig behindert ist, jedes Problem lösen kann, wenn wir nur bereit sind, uns die Zeit dazu zu nehmen.“

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Kairos-Frage: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Die typische Kairos-Frage “Wenn nicht jetzt, wann dann?” ist einer dieser Songs (in diesem Fall besser Schlager), der mir seit unserer Neujahrsparty im Kopf umher schwirrt. Ein echter Ohrwurm. Ein netter Ohrwurm allerdings. Warum nett?cNun, er stimmt mich fröhlich. (Früher hätte ich übrigens liebercverheimlicht, einen Schlager zu mögen.) Und er lässt mich singend dran bleiben. An den Dingen, die jetzt zu tun sind. An den Kröten eben.cSo fand ich es heute Morgen beim Aufwachen nur fair, auch Ihnen allen dieses Schlager-Vergnügen zu gönnen. Und Ihnen cgleichzeitig all das zu schreiben, Sie all das mit Höhner zu fragen:

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Kairos-Frage: Haben Sie sich lieb?

Wie beantworten Sie die Kairos-Frage: “Haben Sie sich lieb?” Bestimmt kennen Sie das, diese Unzufriedenheit mit sich selbst. Dieses Gefühl, noch weit hinter seinen Vorstellungen zu leben und noch nicht da und dort angekommen zu sein. Und schließlich ist da noch der eigene Kontostand, der noch so viel besser werden kann. … Viele von uns kommen zu dem Schluss, es müssen neue Methoden und Techniken her, um an der Großbaustellen „Wie werde ich so, wie ich sein will?“ schneller voranzukommen. Neue Selbstentwicklungswerkzeuge werden ausprobiert und irgendwie landen viele im Nahkampf mit sich selbst. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung. Schließlich habe ich eine jahrelange ansehnliche Karriere als „Nahkämpfer mit mir selbst“ durchlebt.

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Kairos-Frage: Durchhalten oder aushalten?

Kairos-Frage: Durchhalten oder aushalten? Wie hätten Sie’s denn gerne? Neulich beim KAIROS- Morgen-Workshop hatten wir ein Thema, das mich noch heute beschäftigt. Und ich würde Sie gerne in meine Überlegungen einbeziehen. Thema war: das Durchhalten durchhalten. Eine Teilnehmerin fragte, wie war das noch mal? Das Aushalten aushalten? – oder so ähnlich … und schon waren wir in der Diskussion.

Was ist nun AUSHALTEN und was ist DURCHHALTEN? Scheinbar dasselbe? Auch die Lexika helfen wenig, denn die Unterscheidung ist minimal. Kurz darüber nachgedacht: „Easy. Ist doch dasselbe.“ Wirklich? Also in beiden Worten steckt „halten“, okay. Aber wie unterscheide ich „aus-“ und „durch-“halten“? Wenn ich etwas aushalte, steckt für mich Schmerz drin, aua.

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