Schlagwort-Archiv: Kairos-Brief

Wenn Lügenbohrer festsitzen:

KAIROS-Gedanke 1Jun16Wenn “Lügenbohrer” festsitzen:
Unser Leben ist garniert mit Lügen. Wem und wozu auch immer sie dienen sollen. Schon Kinder bedienen sich ihrer, wenn sie etwas „vermeiden“ möchten. Psychologen nennen es Anpassungsstrategie, die den Menschen effektiver mit seiner Umwelt interagieren lasse. Was auch immer mit effektiver gemeint ist. Von innen nach außen betrachtet, folgen Lügen demnach einem Sinn. Nennen wir es einfach mal „Sinn nach Verschönerung des Lebens“. Doch welchen Sinn mögen dann wohl Lügen haben, die gegen sich selbst gerichtet sind?

Zwei Zitate von Dostojewski sollen uns bei der Betrachtung weiterhelfen: Erstens: „Die Selbstlüge beherrscht der Mensch noch sicherer als die Lüge.“ Und zweitens: Die Hauptsache ist, belügen Sie sich nicht selbst. Wer sich selbst belügt und auf seine eigene Lüge hört, kommt schließlich dahin, dass er keine einzige Wahrheit mehr, weder in sich noch um sich, unterscheidet. Das aber führt zur Nichtachtung sowohl seiner selbst als der anderen. Wer aber niemand achtet, der hört auch auf, sich selbst zu lieben; um sich aber ohne Liebe zu beschäftigen und zu zerstreuen, ergibt er sich den Leidenschaften.“
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Manchmal fühl’ ich mich so lahm, …

KAIROS-GedankeManchmal fühl ich mich so lahm, …
„So ein Mist! Jetzt bin ich schon wieder genau die 10 Minuten zu spät aufgestanden, die aus einem neuen friedlichen Morgen ein einziges Gehetze werden lassen. Dabei hatte ich es mir zum wiederholten Male ganz fest vorgenommen, es endlich zu schaffen, Es endlich zu schaffen, um sechs aufzustehen und eben nicht erst um viertel nach. Ich bin langsam echt richtig verzweifelt. Ich bin langsam auch echt sauer auf mich. Morgen für Morgen das gleiche Spiel. Seit Monaten geht das nun so.”

Seit Monaten … Augenblick mal! Wann hat das morgendliche „Drama“ überhaupt angefangen? „Früher“ war ich morgens oft so früh fertig, dass ich noch das Eine oder Andere im Haushalt erledigen konnte, bevor ich mich auf den Weg machte. Was war bloß der Auslöser? Vielleicht schlafe ich einfach viel zu wenig und das macht sich jetzt auf einmal bemerkbar? Evtl. halten mich ja auch irgendwelche Sorgengeschichten länger „in den Federn?“
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Wer seinen Weg geht, dem wachsen Flügel.

Christina Broda

Christina Broda

Wer seinen Weg geht, dem wachsen Flügel. So sagt eine alte Zen-Weisheit. „Ja“, mögen Sie jetzt vielleicht denken, „ist wohl was dran“. Aber warum das so ist, können Sie sich das auch erklären? Lassen Sie mich das Pferd von hinten aufzäumen, um es Ihnen zu verdeutlichen. Was passiert, wenn wir einen Weg gehen, der nicht unserer ist?

Er ist vielleicht zu steil und so müssen wir schrecklich schnaufen, vielleicht ist er zu steinig und so schmerzen uns die Füße in unseren dünnen Sohlen, oder vielleicht ist er nur eine Betonpiste und damit für uns viel zu langweilig, vielleicht geht er durch einen finsteren Wald und ist damit für uns viel zu bedrückend. Wenn es nicht unser Weg ist, dann hat er immer irgendeinen Aspekt, der uns Kraft oder Freude oder beides zusammen raubt.

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KAIROS und die Frage nach dem Warum

Jürgen Hopp

Jürgen Hopp

KAIROS und die Frage nach dem Warum: Es gibt sehr viele Beispiele in Jedermanns Leben, die die Intuition des Individuums zum Vorschein bringen – sehr häufig mit einigen Rätseln behaftet und Fragen nach dem “Warum?”.Verbunden mit der Bitte doch aus dem tiefsten Innern zu erklären, zu klären, klar zu machen, zu machen, indem der Einzelne etwas macht (sagt), wenn er das denn wissen will. Das Schöne und Gute an diesem Punkt ist: Er kann es auch gerne so belassen wie es ist.
Denn all die Dinge, die zu erklären, wissenschaftlich zu erklären sind (Strom, Sonnenbrand, Schwangerschaft), funktionieren auch weiterhin – selbst wenn sich niemand mit den Dingen beschäftigt und niemand den Themen auf den Grund geht.

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Mut zum Brückenbauen

Tu es oder tu es nicht “Mut zum Brückenbauen”. Vor ein paar Tagen erreichte mich ein Text mit Gedanken von Kurt Rommel, Dichter und Pfarrer, die ich Ihnen mit herzlichen Neujahrwünschen gerne weiterreiche:

„Herr, gib mir Mut zum Brückenbauen,
gib mir den Mut zum ersten Schritt.
Lass mich auf deine Brücken trauen,
und wenn ich gehe, geh du mit.

Ich möchte gerne Brücken bauen,
wo alle tiefe Gräben sehn.
Ich möchte hinter Zäune schauen
Und über hohe Mauern gehen.

Ich möchte gern dort Hände reichen,
wo jemand harte Fäuste ballt.
Ich suche unablässig Zeichen –
des Friedens zwischen Jung und Alt.

Ich möchte nicht zum Mond gelangen,
jedoch zu meines Feindes Tür.
Ich möchte keinen Streit anfangen,
ob Friede wird, liegt auch an mir.“

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Was ist, leistet Widerstand.

Dr. Karl Hofmann

Dr. Karl Hofmann

Was ist, leistet Widerstand. Warum fällt es uns so schwer, Neues zu verkraften? Fehlt es uns am richtigen Zugang? Liegt es daran, dass wir nicht genügend offen sind oder es nicht genügend stark wollen? Aus kairologischer Sicht gibt es den schlicht offenen Zuhörer nicht. Keiner ist neutral. Wir sind füreinander nicht einfach Material, das zu bearbeiten ist, und nur entsprechende Impulse braucht, um zu Neuem durchzustarten. Das eigene Denken und Wollen ist mit einer bestimmten Energie angereichert. Sie neigt dazu, dem Verändernden zu widerstehen – und zwar in dem Maße, in dem das Alte noch für uns bedeutsam ist. Denn darin verbirgt sich eine verborgene Energie des In-Beziehung-seins. Was wir als stur, uneinsichtig, starr, ideologisch beurteilen, ist oft nur Ausdruck einer starken inneren Bindekraft, die manchmal mit der Lebensphase, manchmal mit der Generationsschichtung, manchmal gar mit jahrhundertealten Mustern zusammenhängt.

Und selbst dort, wo der Widerstand überwunden ist, wird nur das verinnerlicht, was den eigenen Denk- und Handlungsmustern entspricht. Wir greifen das auf, was uns verspricht, dadurch zu einer echten Persönlichkeit ausreifen zu können. Was wir für gut halten, arbeiten wir in diesem Sinne um, bis es für die eigene Kraft repräsentativ ist.
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Warum Trojaner auf unserer “Festplatte” Kairos verhindern.

KAIROS-Gedanke 22.7.15Warum Trojaner auf unserer “Festplatte” Kairos verhindern. In den letzten zwei Wochen hatte ich nacheinander drei Trojaner auf meiner Computerfestplatte. Sie konnten – Joachim Trott und Ludwig Bock sei Dank – mit einiger Mühe entfernt werden. Nun läuft alles wieder rund. Doch: Als Freundin von symbolhaften Hinweisen beschäftigten mich seitdem die Fragen: „Was sollte mir das Ganze sagen? Was ist überhaupt ein Trojaner?“

Wikipedia half aus: EDV-Trojaner, die Kurzform von Trojanisches Pferd wie wir wissen, bezeichnen ein Computer-Programm, das als nützliche Anwendung getarnt ist, im Hintergrund aber ohne das Wissen des  Anwenders eine andere Funktion erfüllt.

Eine andere Funktion erfüllt … Gedankensprung: „Habe ich in meinem Inneren möglicherweise auch Programme laufen, die als nützliche Anwendung getarnt sind …? Die ohne mein „bewusstes Wissen“ eine andere Funktion erfüllen? Eine Funktion, die mich behindert oder mir sogar Schaden zufügt? Die mich davon abhält, mit ganzer Kraft meiner Aufgabe nachzugehen, weil sie ständig nervt?“

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Erfolg! Erfolg? Wie nehmen Sie ihn wahr?

Gabriela Linne und GünniErfolg! Erfolg? Wie nehmen Sie ihn wahr? Was wird doch so viel Hilfreiches, Anregendes, Unterstützendes über Erfolg gesagt und geschrieben. Ringen doch schließlich alle Unternehmer genau darum. Die große Frage dabei ist: Wie nehmen Sie ihn – den Erfolg – überhaupt wahr? Und ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass Sie heute eine veränderte Wahrnehmung haben als früher? Durch die Kairologie wissen wir, dass sich die Wahrnehmungen aller möglichen wesentlichen „Dinge“ unseres Lebens in einem ganz bestimmten Rhythmus verändern. Und zwar weil sich unsere innere Dynamik, unser innerer energetischer Zustand in einem ganz bestimmten Rhythmus verändert. So nehmen wir uns heute mal den Erfolg vor und betrachten ihn aus der Dynamik der Lebensphasen heraus. Der Betrachtungsstartpunkt ist das so genannte „Erwachsenenalter“. Menschen fühlen sich erfolgreich, wenn Sie im Alter von:

Ca. 19 bis 25 ½
Die eigenen Stärken (Fakten/Wissen) in ihrer Welt ausleben und auslieben können.

Ca. 25 ½ bis 32
Sich ihres eigenen Gestaltungshorizonts bewusst werden und ihn anerkannt sehen.

32 bis ca. 38 ½
Mit ihren eigenen Überzeugungen und Ideen auf Resonanz stoßen.

Ca. 38 ½ bis ca. 45
Die eigenen Vernunftprinzipien in ihrer maßgeblichen Welt durchsetzen können.

Ca. 45 bis ca. 51 ¾
Sich den größtmöglichen Gestaltungsspielraum schaffen und ihn nach eigenen Vorstellungen ausfüllen können.

Ca. 51 ¾ bis 58 ¼
Sich des eigenen Sinnhorizonts bewusst werden und ihr Schaffen entsprechend neu ausrichten.

Ca. 58 ¼ bis ca. 65
Mit den eigenen Werken und Sinnvorstellungen bei anderen auf Resonanz stoßen.

Ca. 65 bis ca. 71 ¼
Ihre Lebensweisheit in angemessener Form vergegenwärtigt sehen.

Finden Sie sich in dem einen oder anderen Satz wieder? Oder denken Sie: Zu kryptisch? Dann lassen Sie uns drüber reden, was gemeint ist. Gerne auch bei unseren Kairos-Vorträgen. Übrigens verändert sich unsere Wahrnehmung auch bei anderen wesentlichen Themen: bei der Liebe zum Beispiel oder wie wir lernen. Aber darüber sprechen wir ein anderes Mal.

Eine erfolgreiche Woche wünscht Ihre Gabriela Linne
Kairos-Brief 2. Juli 2015