Schlagwort-Archiv: Gabriela Linne

Mut zum eigenen Leben …

KAIROS-GedankeMut zum eigenen Leben heißt manchmal Mut zum Schmerz.
Vor einiger Zeit wurde ich von einem klugen Jungen gefragt: „Gabriela, warum sagst Du manchmal: Mut zum eigenen Leben ist manchmal schmerzhaft. Mut zum eigenen Leben heißt also manchmal Mut zum Schmerz.“ Mmmh, eine große Frage. Nach einigem Nachdenken gab ich folgende ausführliche Antwort: „Wenn wir GEGEN unser eigenes Leben leben, leben wir GEGEN unsere Energie. So, als würden wir immer dann die größten Leistungen abfordern, wenn wir gerade völlig erschöpft sind. So, als würden wir partout etwas durchsetzen wollen, obwohl es gerade überhaupt nicht klappen will. Gott sei Dank haben wir einen sehr klugen Körper. Damit wir kapieren: „Da läuft etwas verkehrt.“ schickt er uns „Schmerz“. Schmerz ist wie eine Warnleuchte aus dem eigenen Inneren. Sie will Deine Aufmerksamkeit auf etwas lenken.

Die meisten Menschen wollen den Schmerz so schnell wie möglich einfach nur loswerden. Egal wie. Betäuben ihn. Beschimpfen ihn. Bekämpfen ihn. Würden sie sich stattdessen dem Schmerz widmen, könnten sie die Baustelle erkennen, an der die Warnleuchte hängt. Und sie könnten die Baustelle bearbeiten, statt sie einfach mit einer Plane abzudecken und Müll draufzuschütten. Sich dem Schmerz zu widmen, erfordert Mut. Weil es Staub aufwirbelt, weil es Mühe macht, weil es dauert. Ist die Baustelle allerdings fein säuberlich beleuchtet und gereinigt worden, kann die Warnleuchte abgehängt werden. Mit anderen Worten: der Schmerz ist weg. Weiterlesen

Das Neue: heiß ersehnt und doch …

KAIROS-GedankeDas Neue: heißt ersehnt und doch … Wieso ist es nur so schwer, Neues, Schönes in das Leben zu lassen? Wieso ist Neues oft heiß ersehnt und doch so zäh zu holen? Das „Neue“ klingt aus dem Wortbegriff zunächst so, wie Kinder intuitiv ihre Welt erobern. Will ich haben! Ist das spannend. Aufregend. Bereichernd. Lebendig. Das „Neue“ hat jedoch irgendwann noch andere Bedeutungen bekommen: Oh, wie verwirrend! Gefährlich! Besitz ergreifend! Lähmend! … Und bringt eben auch Gefühle des Loslassens, des Abschieds, des Fremdelns in unser Leben. Ganz automatisch. Weil es „Altes“ ablöst. Auf jeden Fall heißt „Neues“ auch Wandlung, Distanzierung, Veränderung. Und warum soll Veränderung jetzt so schwierig sein, obwohl so viele wie die Kinder immer wieder danach streben?

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Stur ausharren oder meinem Kairos folgen?

KAIROS-GedankeStur ausharren oder meinem Kairos folgen? Jedes Mal, wenn ich gefragt werde: „Wann weiß ich, dass es Zeit ist, zu handeln?“ (Wir sagen dazu, „meinem“ Kairos zu folgen.) erzähle ich folgende selbst erlebte Geschichte: „Manchmal beschließt unser Leben einen Weg, den wir nie gehen wollten. Und der erschließt sich dann als der beste Weg, den wir jemals eingeschlagen haben.“ Und manchmal muss uns das Leben dann erst einen „Wasserschaden“ liefern, damit wir in Bewegung kommen und uns zu unserem „besten Weg“ hinbewegen.

So geschehen in meinem eigenen Leben, das erst durch den besagten Wasserschaden eine neue Wendung nehmen konnte. Stur habe ich in der „alten Wohnung“ gesessen, weil ich sie so schön fand. Und weil ich Jahre zuvor entschieden hatte, dort „für immer“ bleiben zu wollen. Dass die Zeit nach vielen Ereignissen längst rum war, hat mein Verstand ignoriert. Er fand eine Vielzahl „vernünftiger“ Argumente fürs Ausharren.
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Die Ur-Bedeutung der KAIROS-Lebensphasen

KAIROS-GedankeDie Ur-Bedeutung der KAIROS-Lebensphasen: Wer möchte nicht gerne wissen, was im JETZT des Lebens wichtig ist? Was Liebe, Erfolg oder Zeit bedeuten? Wir fragen innerlich ständig danach und wundern uns häufig, wie sich Bedeutungen verändern. Nun hat uns das kairologische Wissen endlich Anhaltspunkte geliefert, mit denen wir uns selbst in jedem Augenblick des Lebens einfach besser verstehen können. Und die anderen Menschen um uns herum gleich mit. So habe ich es mir heute zur Aufgabe gemacht, Ihnen einmal die Ur-Bedeutung unserer Lebensphasen vorzustellen. Und hoffe natürlich, dass Ihnen schon beim Lesen die eine oder andere Erkenntnis zufliegt.

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Liebe ohne Bedingungen!

Liebe ohne BedingungenLiebe ohne Bedingungen! Kairologisch gesagt: So wunderbar kann Resonanzentfaltung sein.
Ein Text von Sandy Stevenson, ins Deutsche übertragen von Sigrid Helermann-Walthen, U.K.,
„lief“ mir heute über den Weg und „wollte unbedingt“ an Sie weitergereicht werden. Lieben Dank auch an Christina Broda, die uns damit schon einmal erfreute. Hier ist er also:

Ich liebe Dich wie Du bist.
Während Du auf der Suche bist nach Deiner eigenen besonderen Art, mit der Welt um Dich herum in Beziehung zu treten, ehre ich Deine Entscheidungen, auf welche Weise Du Deine Lektionen lernen möchtest.

Ich weiß, dass es wichtig ist, dass Du genau der Mensch bist, der Du sein möchtest und nicht der, den ich oder andere erwarten. Es ist mir klar, dass ich nicht weiß, was für Dich das Beste ist, obwohl ich vielleicht manchmal meine, es zu wissen. Ich war nicht dort, wo Du warst, und ich habe das Leben nicht aus Deinem Blickwinkel gesehen.

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“Ich selbst sein! Wie geht das nur?”

KAIROS Gedanke“Ich selbst sein. Wie geht das nur?” Ich selbst sein und mein eigenes Leben leben: Das wünschen sich die meisten – zumindest mir bekannten – Unternehmer und Unternehmerinnen. Und haben bei diesem Thema gleich immer diese eine Frage in den Augen stehen: „Wie geht das nur?“ Dabei haben sie meistens ihr Leben außerhalb der eigenen, privaten vier Wände im Kopf. Ihr Leben im Umgang mit Kunden, Lieferanten, Partner, Mitarbeitern, …

Wir Unternehmer-Menschen werden viel zu oft geleitet von Fragen wie: „Wenn ich meine Wahrheit formuliere, verliere ich dann vielleicht den Auftrag?“ Oder: „Was soll denn mein Kollege nur von mir denken?“ Oder: „Ich fühle sehr genau, dass ich nur anerkannt werde, wenn ich mich SO oder SO gebe!“ Das ist schade, finde ich. Und immer wieder macht sich der Gedanke breit: „Ich würde ja so gerne, … Doch: Wie geht das nur?“

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Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hast …

KAIROS-Gedanke“Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hast des Lebens!
Sei des Friedens eingedenk, den die Stille bergen kann. Stehe, soweit ohne Selbstaufgabe möglich, in freundlicher Beziehung zu allen Menschen. Äußere Deine Wahrheit ruhig und klar und höre anderen zu. Meide laute und aggressive Menschen, sie sind eine Qual für den Geist.

Vergleichst Du Dich mit anderen, könntest Du bitter werden und Dir nichtig vorkommen. Immer wird es jemanden geben, größer oder geringer als Du. Freue Dich Deiner eigenen Leistungen wie auch Deiner eigenen Pläne. Bleibe weiter an Deiner eigenen Laufbahn interessiert, wie bescheiden auch immer. Sie ist ein echter Besitz im wechselnden Glück der Zeiten.

In Deinen geschäftlichen Angelegenheiten lass Vorsicht walten; die Welt ist voller Betrug. Aber dies soll Dich nicht blinden machen gegen gleichermaßen Rechtschaffenheit. Viele Menschen ringen um hohe Ideale, und überall ist das Leben voller Heldentum.

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Mut zum Brückenbauen

Tu es oder tu es nicht “Mut zum Brückenbauen”. Vor ein paar Tagen erreichte mich ein Text mit Gedanken von Kurt Rommel, Dichter und Pfarrer, die ich Ihnen mit herzlichen Neujahrwünschen gerne weiterreiche:

„Herr, gib mir Mut zum Brückenbauen,
gib mir den Mut zum ersten Schritt.
Lass mich auf deine Brücken trauen,
und wenn ich gehe, geh du mit.

Ich möchte gerne Brücken bauen,
wo alle tiefe Gräben sehn.
Ich möchte hinter Zäune schauen
Und über hohe Mauern gehen.

Ich möchte gern dort Hände reichen,
wo jemand harte Fäuste ballt.
Ich suche unablässig Zeichen –
des Friedens zwischen Jung und Alt.

Ich möchte nicht zum Mond gelangen,
jedoch zu meines Feindes Tür.
Ich möchte keinen Streit anfangen,
ob Friede wird, liegt auch an mir.“

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Achtung, Energieräuber!

EntscheidungenAchtung, Energieräuber! Sie sind immer um uns herum. Sie tarnen sich vortrefflich. Sie bieten uns Unterstützung an und wollen doch nur sich selbst helfen. Du meine Güte, was tun wir nur, um uns vor ihren Zugriffen zu bewahren? Wir müssen sie identifizieren und entscheiden, ob wir sie loswerden wollen. Genau das haben wir – KAIROS-Unternehmerinnen und Unternehmer – gestern getan und sie in Form einer kleinen Liste mit Lösungshinweisen zusammengestellt. Lesen Sie selbst.

Energieräuber 1: Alles, was mich von mir selbst ablenkt.
Klingt komisch? Denken Sie mal darüber nach, womit Sie sich tagsüber beschäftigen und ob Sie das wirklich alles brauchen: Informationen aus allen möglichen Medien; Gespräche mit Menschen über die „schreckliche“ Welt; Aufgaben, die sie eigentlich gar nicht haben wollen …
Lösung: immer wieder in die Stille gehen und zu mir zurückkehren.

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“Ich kann nicht!”

Sapere aude!Ich kann nicht? Was heißt das eigentlich? Heißt das: Ich will nicht? Oder: Ich fühle mich außerstande? Oder: Ich kann jetzt nicht? Oder: Ich kann generell nicht? Oder: Ich weigere mich? Oder: Mir fehlt die Kraft dazu? Mein heutiger Kairos-Brief an Sie ist ein Plädoyer für Genauigkeit. Warum? Weil es uns mit dem ehrlichen Blick auf unsere standardisierten Antworten den Weg öffnet, unsere eigene innere Energie besser kennenzulernen.

Ein Beispiel: In meinem „früheren Leben“ als Leiterin einer Werbeagentur hörte ich diesen Satz von einer Mitarbeiterin (35), die von einem Kunden wegen eines „wichtigen Projektes“ zu einem späten Gesprächstermin gebeten wurde. Spät hieß: um 19.00 Uhr an einem von ihm bestimmten Tag. Der Kunde war sehr erbost über die vermeintlich lapidare Antwort. Auch mir fiel es schwer, den Argumenten der Mitarbeiterin zu folgen. „Ich muss um 18.00 Uhr zu Hause sein. Mein Sohn braucht mich. Er möchte zu seiner Geigenstunde gefahren werden. Das ist sehr wichtig für mich.“ Da sie immer sehr gut gearbeitet hatte und die Kunden sie sehr schätzten, ließ ich es so stehen und übernahm den Termin. Ich selbst war 45 und die Projekte meiner Kunden lagen mir natürlich am Herzen. Wirklich verstehen konnte ich ihre Antwort damals nicht.
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