Schlagwort-Archiv: Christina Broda

Liebe ohne Bedingungen!

Liebe ohne BedingungenLiebe ohne Bedingungen! Kairologisch gesagt: So wunderbar kann Resonanzentfaltung sein.
Ein Text von Sandy Stevenson, ins Deutsche übertragen von Sigrid Helermann-Walthen, U.K.,
„lief“ mir heute über den Weg und „wollte unbedingt“ an Sie weitergereicht werden. Lieben Dank auch an Christina Broda, die uns damit schon einmal erfreute. Hier ist er also:

Ich liebe Dich wie Du bist.
Während Du auf der Suche bist nach Deiner eigenen besonderen Art, mit der Welt um Dich herum in Beziehung zu treten, ehre ich Deine Entscheidungen, auf welche Weise Du Deine Lektionen lernen möchtest.

Ich weiß, dass es wichtig ist, dass Du genau der Mensch bist, der Du sein möchtest und nicht der, den ich oder andere erwarten. Es ist mir klar, dass ich nicht weiß, was für Dich das Beste ist, obwohl ich vielleicht manchmal meine, es zu wissen. Ich war nicht dort, wo Du warst, und ich habe das Leben nicht aus Deinem Blickwinkel gesehen.

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Wer seinen Weg geht, dem wachsen Flügel.

Christina Broda

Christina Broda

Wer seinen Weg geht, dem wachsen Flügel. So sagt eine alte Zen-Weisheit. „Ja“, mögen Sie jetzt vielleicht denken, „ist wohl was dran“. Aber warum das so ist, können Sie sich das auch erklären? Lassen Sie mich das Pferd von hinten aufzäumen, um es Ihnen zu verdeutlichen. Was passiert, wenn wir einen Weg gehen, der nicht unserer ist?

Er ist vielleicht zu steil und so müssen wir schrecklich schnaufen, vielleicht ist er zu steinig und so schmerzen uns die Füße in unseren dünnen Sohlen, oder vielleicht ist er nur eine Betonpiste und damit für uns viel zu langweilig, vielleicht geht er durch einen finsteren Wald und ist damit für uns viel zu bedrückend. Wenn es nicht unser Weg ist, dann hat er immer irgendeinen Aspekt, der uns Kraft oder Freude oder beides zusammen raubt.

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Weihnachten 2015

Christina Broda

Christina Broda

Weihnachten 2015: Kann man in diesen Tagen eigentlich noch fröhlich Weihnachten feiern? Schaut man die Nachrichten oder liest die Zeitung, kann man leicht den Eindruck gewinnen, die ganze Welt bestände nur aus Terror, Flüchtlingen, Unfrieden, Betrug und Elend. In vielen Gesprächen taucht die Frage auf, ob man unter diesen Umständen denn überhaupt noch fröhliche Weihnachten feiern ‚darf‘. Ich habe mir diese Frage auch gestellt. Es stand zwar nicht zur Option, Weihnachten ganz ausfallen zu lassen, dafür mag ich dieses Fest viel zu sehr. Meine Überlegung ging eher dahin, wie groß ich Weihnachten feiern möchte. Wie viel Dekoration soll es sein, soll es einen Tannenbaum geben oder nicht, mache ich große oder kleine Geschenke und wie viele, u.s.w. Wichtig war mir bei meiner Überlegung auch, wie bewusst ich Weihnachten begehe.

Meine Entscheidung ging ganz eindeutig pro Weihnachten. Ich finde, man darf Weihnachten feiern, mit Freude und mit Kitsch und Weihnachtsliedern und allem Drum und Dran, wenn es einem Freude macht. Weihnachten als Fest der Familie – und Familie definiere ich in diesem Sinne als Gruppe von Menschen, die sich mögen, es können also auch Freunde sein  – ist doch auch ein Fest zum Auftanken, ein Fest für Muße, ein Fest zum Innehalten und für Freude. (Ja, ich weiß, Loriot hat da einen ganz anderen Eindruck in seinem Sketch vermittelt, aber ich gehe hier mal vom Idealfall aus).

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November-Blues und die Sache mit dem Bleistift.

Christina Broda

Christina Broda

November-Blues und die Sache mit dem Bleistift. Ich mag Blues. Vor allem spät am Abend, wenn die Welt zur Ruhe gekommen ist und der Tag dann schön ausklingen kann. Ich mag die Melancholie, die oft im Blues mitklingt und die zu später Stunde oft auch mich zu einem ‚lonesome cowboy‘ macht. Was ich nicht mag, ist der jetzt wieder allenthalben grassierende November-Blues. Diese Mischung aus Miesepeterigkeit, schlechter Laune, „alles-ist-Mist-Stimmung“ und leichten Anflügen von depressiver Haltung. Wenn einem die Leute schon mit Mundwinkeln bis auf den Bauchnabel entgegen kommen und sich noch krampfhaft in eine graue Stimmung hineinreden.

Klar, ich mag auch den hellen, fröhlichen Sommertag lieber als graues, trübes Nebelwetter. Aber der November gehört zur biologischen Erneuerung der Welt einfach dazu wie der Mai zum neuen Erwachen im Frühling. Das ist wie beim Reinemachen: ohne vorher den Mief herauszulassen, kann keine frische Luft in die Räume einziehen.

Wie so oft, haben wir doch immer die Wahl, wie wir uns verhalten wollen. Wollen wir dem November-Blues verfallen oder wollen wir uns einen schöneren Tag machen? DAS liegt nun wirklich an keinem anderen als ausschließlich an uns selbst. Wer wirklich in seinem Kairos lebt, dem ist der Monat sowieso unwichtig. Da ist das Wetter oder der Monat völlig egal, denn es kommt nur auf das beglückende Tun und die erfüllte Zeit an. Für alle anderen gibt es den Bleistifttrick.

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Wie kann man denn nur?

Christina Broda

Christina Broda

Wie kann man denn nur? Manchmal ertappe ich mich schon noch dabei, dass ich so denke. Und dazu noch, das sei mein gutes Recht. Schließlich bin ich gut erzogen und weiß daher ganz genau, was sich gehört, wie man was zu machen hat. Mit fortschreitender Arbeit an mir selbst weiß ich, dass es anmaßend ist und mir selbst nicht gut tut, andere zu verurteilen und mich damit (spirituell) arrogant über sie zu erheben. Allerdings war das ein langer Lernprozess, der einiges Üben im bewertungsfreien Betrachten erforderte. Und wie oben erwähnt, selbst heute klappt es noch nicht immer.

Wie schnell wissen wir in Bezug auf andere, was sie ‚richtig‘ und was sie ‚falsch‘ machen, was sie ‚wie‘ hätten ‚besser‘ machen können, was wir ‚nie‘ so gemacht hätten, wie sie. Doch während wir so leichtfertig urteilen, wissen wir meistens nicht, aus welchen Beweggründen heraus die anderen Personen so handeln. Wir setzen voraus, alle dächten so wie wir, alle tickten so wie wir – weit gefehlt!
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Der Innere Ruf

Christina Broda

Christina Broda

Der Innere Ruf: Wir haben uns schon öfter über die innere Stimme ‚unterhalten‘. Aber was ist denn eigentlich diese innere Stimme? Ist sie unser klügeres Selbst, weil sie uns ja manchmal rechtzeitig vor etwas warnt? Oder ist sie unser moralischeres, ethisch aufrechteres Selbst, weil sie ab und zu ja auch ganz schön doll mit uns schimpfen kann. (Frage am Rande: Wenn das passiert, spricht die Stimme Sie dann mit ‚Ich‘ oder mit ‚Du‘ an?). Vielleicht aber auch ist sie unser treuester Freund, immer da, und sie nimmt es uns nicht mal krumm, wenn wir sie wissentlich übergehen. OK, so weit zur inneren Stimme für die meisten von uns.
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Die Wahrhaftigkeit bedarf der Wahrheit.

Christina Broda

Christina Broda

Die Wahrhaftigkeit bedarf der Wahrheit. Manchmal leben wir frei wie ein Vogel sorglos in den Tag hinein. Wir genießen einfach unser Sein ohne uns große Gedanken um irgendetwas zu machen. Dann aber gibt es auch wieder Tage, da beschäftigen wir uns mit den großen Fragen des Lebens: „Wer bin ich?“, „Wo will ich hin?“, „Habe ich mein Leben sinnvoll genutzt?“, „Was kommt noch?“. Ob bewusst oder unbewusst, streben wir alle ständig nach unserem Optimum. Wir wollen, dass unser Sein und unser Handeln sinnvoll und für uns bedeutungsvoll ist. Wir wollen herausfinden, wer wir wirklich sind, wir wollen das sagen, was uns ausmacht, wir wollen das tun, was uns wirklich erfüllt, wir wollen wahrhaftig sein und agieren. Unser Leben ist darauf angelegt, dass wir uns selbst finden.

Aber wie sieht denn das in der Praxis aus? Wer kennt sie nicht, die kleinen Stimmen im Hinterkopf, die uns in einem oftmals babylonischen Gedankengewirr von unserem ureigenen Weg abhalten wollen. „Ach, das ist viel zu anstrengend“, „Mach lieber das weiter, was Du machst, da weißt Du, was Du hast“, „Meinst Du wirklich, dass Du das kannst?“, „Wenn Du das machst, dann denken die anderen, Du wärst…“, „Willst Du in Deinem Alter wirklich noch…?“. Das ist ein ständiges Geplapper und Sie können entscheiden, ob Sie negieren, zögern, aufschieben, nachgeben, ganz wie Sie wollen. Kommt Ihnen das bekannt vor?

Nun gibt es aber noch eine weitere Stimme. Es ist Ihre ‚Innere Stimme‘, die Ihnen tief aus dem Herzen oder tief aus dem Bauch oder tief aus der Seele spricht. Die Stimme, die ausspricht, was Sie wirklich, wirklich für sich wollen. Ist d i e s e Stimme verhandelbar? Ganz klar: ‚Nein!‘, denn die Wahrhaftigkeit bedarf der Wahrheit. Wir können uns unser Leben lang selbst belügen. Aber dann werden wir nie unser Optimum erreichen, nie ganz in unserer Kraft sein und nie die erfüllte, lebendige Zeit haben, die wir uns alle für uns wünschen. Um wahrhaftig wir selbst zu sein, müssen wir uns unseren Ängsten, Sorgen, Freuden, Träumen stellen. Wir müssen aus der Dauerberieselung des Alltags stark herausfiltern, was uns gut tut und uns nützlich ist auf unserem Weg zu unserer Echtheit. Wir müssen den Mut haben, uns gegebenenfalls auch gegenüber anderen abzugrenzen, die uns aus verschiedensten Gründen von unserem Weg fernhalten wollen. Wir müssen lernen, unsere innere Stimme wahrzunehmen – und wir müssen ihr zu vertrauen lernen und ihr zu folgen.

Das an dieser Stelle schon oft erwähnte Kairos Navi ist eine Erinnerung an unsere Echtheit. Es gibt uns andauernd Hinweise – auch wenn die nicht so klar sind wie beim Navi im Auto. Darum tun wir gut daran, uns immer wieder die Fragen zu stellen: ‚Was passiert da gerade? Was will mir das sagen?‘ und uns ständig im bewussten Wahrnehmen zu trainieren. Ohne Wahrheit sich selbst gegenüber, gepaart mit dem Mut, sich ihr zu stellen, werden Sie nie Ihre Wahrhaftigkeit erreichen, Sie werden faule Kompromisse machen, sich verbiegen, sich ärgern und zwar auch irgendwie leben, aber nicht in Ihrer Fülle und nicht das Leben, das Sie als wirklich sinn- und bedeutungsvoll empfinden.

Die Wahrhaftigkeit bedarf der Wahrheit, sich selbst und anderen gegenüber. Sind Sie wahrhaftig Sie selber, sind Sie echt, dann haben Sie der Welt eine Menge zu geben. Heutzutage ist die Sinnfrage eine der meist gestellten Anliegen. ‚Alle Welt‘ scheint auf der Sinnsuche zu sein. Ja-Sager und Blender haben wir viel zu viele. Wonach wir suchen ist Echtheit. Und die gibt es nur mit Wahrheit. Sollten Sie gerade wie ein Vöglein sorglos in den Tag leben, genießen Sie diesen Zustand noch eine klitzekleine Weile.  Allen Suchenden wünsche ich viel Mut auf ihrem Weg zur Wahrhaftigkeit, aber vor allem ganz viel Freude und Erfülltsein bei der Entdeckung ihres wahren Selbst.

Mit herzlichen Grüßen, Christina Broda
Kairos-Leittext 17. April 2015

Sie ist dumm, und sie will es bleiben!

Christina Broda

Christina Broda

“Sie ist dumm, und sie will es bleiben!” Bei regnerischem Wetter habe ich mir neulich mit viel Freude einen Märchenfilm angesehen. Am Ende einer langen Brautschau unter den Prinzessinnen des Landes sagte der Prinz über eine abgelehnte Kandidatin „Sie ist dumm – und sie will so bleiben!” Dieser Satz hat mir so gut gefallen, dass ich ihn hier gleich verwenden möchte. Denn kennen Sie in Ihrem Umfeld nicht auch Menschen, die sich dafür entschieden haben, dumm zu bleiben? Vielleicht ist ‚dumm zu bleiben‘ etwas hart gesagt. Aber zumindest Menschen, die spätestens nach der Ausbildung für sich entschieden haben, freiwillig nichts Neues  mehr dazu lernen zu wollen.

Für mich, die sich lebenslanges Lernen mit Begeisterung auf ihre Fahnen geschrieben hat, eine unverständliche Haltung. ‚Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir!‘  lautet der im Bildungsbereich gern zitierte Ausspruch, den Seneca ursprünglich übrigens genau anders herum formuliert hat, nämlich ‚non vitae sed scholae discimus‘. Als Schüler denken wir ja tatsächlich oft, wir lernten nur für die nächste Mathearbeit und für das Versetzungszeugnis. Einige lernen angeblich auch nur so viel, weil es für jede 1 von der Oma 5 Euro gibt.

Oft begreifen wir zu spät, welcher Luxus Wissen und seine Aneignung ist. Dabei bedeutet Lernen doch Fülle! Erst einmal im Kopf, weil das Wissen ja irgendwie gespeichert werden muss. Aber dann bedeutet Wissen auch ganz viel Fülle im anderen Sinne, wenn man sich wie in einem Supermarkt aus verschiedenen gut gefüllten Regalen sorglos bedienen und einen wundervollen Präsentkorb zusammenstellen kann, je nach dem, wer der Empfänger ist. Schulanfängern schreibe ich gerne auf die Karte, dass Lernen, vor allem das Lesen können, die Welt richtig groß macht. Wir können uns selbst informieren über alle möglichen Themen, wir können uns bis zum Experten Spezialwissen aneignen. Wir sind unabhängig von jemandem, der uns ‚vorliest‘, weil wir selbst in der Lage sind, uns Wissen anzueignen. In Zeiten des Internets ja noch leichter als früher.

Alles in der Natur will wachsen, größer werden, sich ausbreiten und in voller Schönheit zeigen. Warum sollte es unserem Geist anders gehen?

In den kairologischen Lebensphasen lernen wir unterschiedlich, unserer jeweiligen Dynamik entsprechend. In der Lebensphase 1, die für die Ur-Liebe steht, lernen wir eher emotional. Wir werden getragen, gehoben, gestreichelt, geküsst wenn wir gelernt haben, fein Bäuerchen zu machen oder unseren Teller leer zu essen. Wir spielen viel und lernen daraus. Unsere krickeligen Kinderzeichnungen nehmen unsere Tanten von uns mit Tränen der Rührung in den Augen entgegen. Wenn Mama uns liebhält, ist alles gut! Wir lernen spielerisch und über Emotionen.

In Lebensphase 2, die für den Ur-Glauben steht, lernen wir den Glauben an, gut und böse, richtig und falsch‘. Dann werden wir von Vater, Lehrer oder Sporttrainer belohnt und gelobt, wenn wir etwas gelernt haben. In der ersten Klasse bekommt man noch drei Pferde- oder Hundestempel, wenn man etwas richtig gut gemacht hat, später dann eine 1. Wir können gar nicht abwarten, zur Schule zu kommen und sind sehr wissbegierig. Wir lernen über Beurteilung durch (hoffentlich) positive Autoritäten.

In Lebensphase 3, die für die Ur-Hoffnung steht, in die ja auch die Pubertät fällt, hoffen wir darauf, dass das, was wir vorher gelernt haben, auch Bestand hat. Wir wollen lernen, um zu verstehen. Pubertär provozierend testen wir aus, ob das, was man uns beigebracht hat, tatsächlich gilt. Wir testen aus, ob die Beziehung noch Bestand hat, wenn wir uns gegen die Regeln verhalten und wir hoffen, dass es zutrifft. Wir lernen durch das In-Beziehung-Setzen des Erlernten mit unserem Verhalten und die Reaktion unserer Umwelt darauf.

Diese Lernprozesse ziehen sich in ihrer jeweiligen Form durch unser Leben. In der letzten Phase der Persönlichkeitsentwicklung, im Alter zwischen 52 und 58 Jahren, der Lebensphase 9, setzen wir dann alles aus unserem Leben miteinander in Beziehung. Wir wollen das Wissen haben, das unsere eigene Ganzheit fördert und unser eigenes Profil schärfen. Und da in Lebensphase 9 müssen wir dann auch Farbe bekennen vor uns selbst, ob wir wirklich unser Leben unseren Anlagen, Potenzialen, unseren Fähigkeiten entsprechend gestaltet und gelebt haben.

Wenn dann dabei rauskommt, dass jemand ab 20 – ich übertreibe jetzt etwas – nur noch BILD-Zeitung gelesen und RTL geguckt hat, sich für sonst nichts interessiert und nichts dazu gelernt hat, so können wir davon ausgehen, dass diese Person nicht das Optimum aus ihrem Leben gemacht und ganz sicher nicht ein erfülltes Leben geführt hat. Ihre Entscheidung an einem bestimmt Punkt im Leben war: ‚sie ist dumm – und sie will so bleiben‘. Das Wort dumm ist in diesem Sinne dann eher als eingefrorener Status Quo anzusehen.

Überall auf der Welt kämpfen Menschen darum, lernen zu dürfen. Sie haben den Traum von ganz viel Wissen und eine Ahnung von der Vergrößerung ihrer Welt durch dieses Wissen, kurz: sie streben nach der Fülle des Wissens. „Schmiede das Eisen, so lange es heiß ist“, finde ich in diesem Zusammenhang ein gutes Ansinnen. Denn wenn der Wunsch nach Lernen kommt, das dann auf später zu verschieben, weil dann …. besser ist, ist wahrscheinlich dann erst mal für lange Zeit aufgeschoben. Dem gegenüber halte ich den Spruch „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ für eine faule Ausrede. So viel Menschen haben im Rentenalter noch neue Hobbies gelernt, die Vorlesungen an den Senioren-Universitäten sind rappelvoll.

Und wozu nun das alles? Weil ich Ihnen wünsche, dass Sie ganz viel Freude am ewigen Lernen, an der damit verbundenen Eroberung Ihrer Welt und an dem köstlichen Gefühl der diesbezüglichen riesigen Fülle in sich erfahren. ‚Sie ist dumm – und sie will so bleiben‘ ist dann für kein Mitglied dieser Gruppe, egal ob Mann oder Frau, ein zutreffender Satz – und DAS, liebe Gruppenmitglieder, finde ich, kann gerne so bleiben!

Eine lernreiche, heitere Woche.
Christina Broda

Kairos-Leittext 8. April 2015

Beruhigt durch die Kairologie.

Christina Broda

Christina Broda

Beruhigt durch die Kairologie: Nach einer ausgedehnten Pause über den Jahreswechsel, melde ich mich heute mal wieder bei Ihnen und möchte dafür gern ein Gespräch aufgreifen, das ich mit meiner Freundin geführt habe. Sie war ziemlich genervt und wütend und hätte ihren Mann am liebsten auf den Mond geschossen. Ehrlicherweise gab sie zu, dass es ihrem Mann mit ihr fast genauso ging. „Ich halte das nicht mehr aus!“, meinte sie und wollte am liebsten alles hinschmeißen, vor allem ihre Ehe. Sie würde ihren Mann ja lieben, aber augenblicklich hätte sie alles so satt, dieses ewige Gezanke und Gerangel.
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Beim Autofahren klappt es doch auch …

Christina Broda

Christina Broda

Beim Autofahren klappt es doch auch … Beim Fahren ertappe ich mich nämlich ganz oft dabei, dass meine innere Stimme zu mir sagt: „Zieh mal lieber links rüber.“, und gerade in dem Moment, wo ich das getan habe, wechselt der Fahrer vor mir einfach die Spur ohne Blinker oder Blick in den Rückspiegel. Glück gehabt, alles gut gegangen!  Oder ich denke: „Brems mal lieber etwas ab.“ und 20 m weiter steht ein Blitzer. Glück gehabt, alles gut gegangen! Es gab auch die Situation, in der ich das Gefühl hatte „Nimm heute mal lieber die linke Strecke statt wie sonst die rechte.“ – auf der gab es dann nämlich einen Auffahrunfall. Glück gehabt, alles gut gegangen!

Ich bin überzeugt, Sie kennen solche Situationen von sich auch. Als mir bewusst wurde, wie gut mich diese innere Stimme beim Autofahren leitet, habe ich mal genauer darauf geachtet, ob ich diese Stimme auch in anderen Situationen so gut hören kann. Kann ich – NOCH – nicht. Aber ich arbeite daran. Denn diese innere Stimme, dieses innere Navi, leitet mich beim Autofahren sehr gut. Ich bin da offensichtlich gut an das große Ganze angebunden. (Im Auto bin ich ja auch nicht so multi-tasking wie in anderen Situationen außerhalb des Autos. Vielleicht fällt es mir daher im Auto leichter. Da muss ich ja schließlich ‚nur‘ fahren).

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