Mein Verstand, der Sprecher meines Körpers

Mein Verstand, der Sprecher meines Körpers. Bestimmt kennen Sie auch die Redewendung „Aus einem gesunden Körper spricht ein gesunder Geist“ oder haben sie sogar schon verwendet. In den letzten Tagen habe ich darüber nachgedacht und kam zu der Erkenntnis: Diese Formulierung drückt doch eine Trennung von Körper und Seele aus. Einige Menschen sagen sogar, die Seele werde wiedergeboren und darf immer wieder aufs Neue den Zyklus des Heranwachsens erleben,
um sich mit jedem neuen Körper immer weiter zu entfalten.

Egal jetzt, ob eine Seele tatsächlich wiedergeboren wird: Könnte es bedeuten, dass Körper und Seele nur eine Symbiose, also eine Verbindung zum Nutzen beider, eingegangen sind? Bei einer Symbiose, wie zum Beispiel bei Pilz und Baum, werden unzählige sichtbare und unsichtbare Verbindungen zwischen Symbiont und Wirt geschaffen. Und wenn unsere „Seele“ und damit unser gesamtes Wesen als Symbiont sehr eng mit dem Wirt „Körper“ verbunden ist, was gehört dann zur „Seele“ und was zum Wirt „Körper“? Ist mein Verstand ein Teil der Seele oder Teil des Körpers?

Der Verstand sitzt von der Wissenschaft klar lokalisiert im Gehirn, das ja mit dem Körper „mitgeliefert“ wurde, also gehört der Verstand zum Wirt „Körper“. Im Verstand laufen alle Informationen vom Befinden meines Körpers und den der Sensoren meiner Umwelt zusammen. Erst durch den Verstand, der die inneren und äußeren Informationen analysiert, erfahre ich, wie es dem Körper geht. Also ist der Verstand der Sprecher des Wirtes „Körper“, der dem Symbionten diese Informationen zur Verfügung stellt.

Doch woher kommen diese Informationen? Wenn der Verstand nur der Sprecher des Körpers ist, obliegt ihm die Aufgabe, restlos alle Informationen neutral zu senden. Und die Seele – und damit wir – muss erst bewerten, was wir mit diesen Informationen machen. Wie fühlen Sie sich jetzt, wenn Sie gelesen haben, dass Ihre Seele eine Symbiose mit Ihrem Körper eingegangen ist? Wie gehen Sie mit den Informationen des Verstandes um? Ich habe inzwischen gelernt und bin überzeugt: Menschen, die mehr darauf achten, woher die Informationen kommen und was ihre Seele dazu sagt, führen ein glücklicheres und fließenderes Leben.

Ja, und wie kriege ich das nun genau raus, woher meine Gedanken gerade kommen? Und ob das, was mein Verstand gerade spricht, meiner Seele und meinem Körper gut tut oder nicht? Tja, an der Stelle bin ich mit meinem Gedanken am Ende angekommen. Das kann ich nur noch „erfühlen“. …

Ich wünsche Ihnen eine tolle Woche mit vielen entfaltenden Erfahrungen aus diesem neuen Blickwinkel.

Ihr Thorsten AbraXas Ophaus.

Kairos-Leittext 13. April 2011

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