Das Spiel des Vertrauens.

Kennen Sie das Spiel des Vertrauens? Bestimmt, schließlich „spielen“ wir es mehr oder weniger bewusst jeden Tag. Heute möchte ich Sie gedanklich an diesem Spiel teilhaben lassen, wie ich es im dem Buch „Der Sinn des Gebens“ von Stefan Klein fand. Es heißt tatsächlich auch „Vertrauensspiel“ und wurde erfunden von dem amerikanischen Ökonom Kevin McCabe. Ein Spiel über mehrere Runden, um herauszufinden, wie Vertrauen zwischen zwei Menschen entsteht.

Zitat aus dem Buch: „Das Vertrauensspiel ist schnell erklärt. Der erste Spieler (Geber) erhält einen Geldbetrag und kann frei entscheiden, welchen Anteil er dem zweiten Teilnehmer abgeben will. Der Versuchsleiter zahlt dem zweiten Spieler (Empfänger) noch einmal das Doppelte dieser Summe auf sein Konto. Der Empfänger kann wiederum frei entscheiden, wie viel er von seinem Profit dem ersten zurückgeben will. Der erste Spieler gibt also dem zweiten einen Kredit, allerdings ohne Anspruch auf Tilgung.“ Wie würden Sie als Geber und Empfänger vorgehen?

Stefan Klein schreibt weiter: „Die Empfänger wurden großzügiger, sobald die beiden Partner mehrere Runden zusammen spielten.“ Und „… Ständig stellten die Spieler einander auf die Probe. …“ Und „… So entsteht, wenn alles gut geht, eine Vertrauensspirale: Runde für Runde können die Partner zueinander immer großzügiger sein.“

Fazit: „Wer Vertrauen aufbauen will, muss die Signale, die andere ihm schicken, richtig zu deuten verstehen. Ein irritierter Blick, ein zweifelnder Unterton, auch der Zahlungsfluss können solche Signale sein. Wer sie übersieht, wird niemals die „Rendite“ des Vertrauens einfahren.“ Und das Beste noch als letztes Zitat für heute: „Die Vertrauenswürdigkeit anderer kann nur prüfen, wer selbst in der Lage ist zu vertrauen.“

Und nun? Was ist Ihnen beim Lesen durch den Kopf gegangen? An welche Gegebenheiten im unternehmerischen Dasein haben Sie gerade gedacht? Wie gut können Sie vertrauen? Ich wünsche Ihnen eine Woche des Vertrauens in sich selbst, in Ihre Mitmenschen und natürlich auch umgekehrt,

Ihre Gabriela Linne
Kairos-Leittext 30. März 2011

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