Kairos – ein kraftvolles Werkzeug

Christina Broda

Christina Broda

Kairos- ein kraftvolles Werkzeug. Sie können sich nicht vorstellen, wie oft und vor allem penetrant ich Dr. Karl Hofmann während des Studiums der Kairos-Wissenschaft nach dem   e i n e n   Satz der Definition für „was ist Kairos?“ gefragt habe. Und immer kamen ganz tolle Antworten – aber immer andere. Irgendwann habe ich begriffen, Kairos ist so umfassend, Kairos lässt sich nicht auf einen Satz reduzieren. Wird landauf – landab der Kairos noch immer definiert als die günstige Gelegenheit, die es beim Schopfe zu packen gilt, so wissen wir alle inzwischen (Sie als aufmerksame LeserInnen der in dieser Gruppe veröffentlichten Texte und wir als Absolventen des Studiums), dass Kairos viel mehr ist.

Als einfachster gemeinsamer Nenner kann die ‚günstige Gelegenheit‘ für vom Thema völlig Unbeleckte noch gut herhalten. Doch Kairos als Navigator der menschlichen Zeit steht für eine erfüllte Zeit. Und wenn eine Zeit erfüllt ist, wir also völlig eins mit uns ganz und gar in unserem Tun aufgehen, weil wir unserer Berufung, also unserem inneren Ruf folgen, dann ist das sicherlich auch eine ‚günstige‘ Gelegenheit oder ein ‚günstiger‘ Zeitpunkt. Doch das mit dem ‚günstig‘ ist mir mit meinem jetzigen Wissen zu zufällig à la entweder die Gelegenheit kommt vorbei oder nicht und entweder ich packe sie beim Schopf oder nicht …
Mit dem Wissen der Kairologie haben wir ein so mächtiges, kraftvolles Werkzeug für den Umgang mit Menschen an die Hand bekommen. Manchmal bin ich von der Komplexität total erschlagen, oft verneige ich mich in Demut, dass ich die Möglichkeit hatte, die Kairos-Wissenschaft zu studieren. Das dort erlangte Wissen hilft mir bei meiner Arbeit mit Menschen sehr. Nicht nur im Coaching, sondern auch in Teams, in einer der Entwicklung gemäßen Ansprache, in der Betrachtung der Details wie auch der Berücksichtigung der historischen Einbindung. Ich weiß, wo ich Menschen abholen muss, damit sie mich verstehen können. Oftmals kann ich Menschen auch für doofe Dinge nicht böse sein, weil ich weiß, dass dieses Verhalten im Moment einfach so sein MUSS. Ich weiß, warum die einen gerade sehr auf sich bezogen sind und die anderen ziemlich dreist. Ich weiß, wann jemand am kreativsten ist und wann er der Welt seine Sicht der Dinge aufdrücken will. Ich sehe, wo jemand in seiner bisherigen Entwicklung Defizite hatte und wann die am besten geheilt werden können. Das Stochern im Nebel hört auf und dafür kann genau an den entsprechenden Punkten angesetzt – und geheilt werden.

Wir sind noch in den Anfängen, den Kairos-Gedanken mehr und mehr in die Welt zu tragen. Sie merken es an den Beiträgen in dieser Gruppe, an unseren Workshop-Themen, an unseren Diskussionsbeiträgen. Aber die Zeit ist reif dafür und die Menschen auf ihrer verstärkten Sinn-Suche sind auch mehr und mehr empfänglich UND dankbar dafür. Wenn Sie für Kairos aufgeschlossen sind, möchte ich Sie einladen, die Info-Abende zur Kairos-Wissenschaft zu besuchen und mehr über dieses kraftvolle Werkzeug zu erfahren. Dabei ist es nicht nur interessant für Menschen, die direkt mit Menschen arbeiten, sondern für alle, die in irgendeiner Weise immer wieder mit Menschen umgehen wollen / müssen – also für jede/n.

„Wem das Herz voll ist, dem geht der Mund über“ sagt der Volksmund. Sie merken, mein Herz ist freudig voll von der Mächtigkeit der Kairos-Wissenschaft und ich habe gerne aus meinen Mund die Begeisterung für die Kairologie überquellen lassen. Vielleicht habe ich Sie ja ein wenig neugierig gemacht?!

Ich wünsche Ihnen allen eine erfüllte Zeit.
Mit lieben Grüßen
Christina Broda

Kairos-Leittext 7. Mai 2014

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