Probleme sind Ziele, die auf dem Kopf stehen.

“Probleme sind Ziele, die auf dem Kopf stehen.” Was für ein Satz! Von Berufs wegen beschäftige ich mich viel mit den Problemen anderer Leute -  mit sich selbst oder auch mit anderen. Von daher werde ich immer hellhörig, wenn mir ein passendes Zitat begegnet, das ich im Rahmen meiner Arbeit verwendenden kann. Das Zitat, um das es mir heute geht, hat mich gleich zweifach angesprochen. Ich hab eine Zeit lang sehr intensiv Engelsfiguren gesammelt. Unter anderem ist ein Engelchen dabei, dass sich so weit vornüber gebeugt hat, dass es nun die Welt fast im Kopfstand betrachtet. Haben Sie das mal ausprobiert? Die Welt sieht dann völlig anders aus. Und betrachtet aus dieser anderen Perspektive bekommen die Dinge manchmal eine ganz andere Dimension. Darum habe ich das Engelchen auch im Arbeitsbereich stehen, als Sinnbild für meine Kunden. Das Zitat, das Sie ja schon gelesen haben, ist von den mir unbekannten O’Connor+Seymour und besagt: „Probleme sind Ziele, die auf dem Kopf stehen“.

Nachdem das erste ungläubige Stirnrunzeln vorbei war, fiel mir mein Kopf-über-Engelchen wieder ein und das ungläubige „Hä??“ wich einem ahnenden „Ach so meint der das.“ Ich gebe zu, ich musste die Übung erst einmal vor meinem inneren Auge nachvollziehen. Doch dann fand ich den Ausspruch genial!

Erst einmal sehen wir ja in so einer Situation tatsächlich meistens erst nur den dicken Klotz Problem. In der ersten Aufgeregtheit kommt uns oft ja nicht einmal in den Sinn, dass es für das Problem aller Wahrscheinlichkeit nach doch mindestens eine Lösung geben wird, meistens ja noch mehr. Wenn wir wieder etwas zur Ruhe gekommen sind, können wir hingehen und uns das Problem anschauen, innerlich daran rütteln und klopfen…  Und dabei werden wir feststellen, dass da irgendetwas ver-rückt ist und nicht so ist, wie es sich gehört.

Wenn wir uns nun überlegen,   w i e   es denn tatsächlich unserer Meinung nach gehört, haben wir schon die Lösung im Blick. Und Lösungen sind Ziele. Wenn wir wissen, was wir wollen (oder sollen), dann können wir uns auch den Weg dorthin erarbeiten. Mit dem Ziel vor Augen geht das ganz leicht. Es befreit uns aus der Problem-Starre, in der wir manchmal verharren wie das Kaninchen vor der Schlange. Es gibt uns neue Handlungsoptionen und damit wieder Energie und Schwung und Zuversicht. Denn sowie wir ins Tun kommen, fühlen wir uns wohler. Wir können kraftvoll unser Ziel erreichen!

Ich bin dankbar für dieses neue Bild in meiner Konsens-Gestaltungs-Arbeit. Denn ab jetzt werde ich meine Kunden unter anderem fragen: „Wenn Du Dein Problem mal umdrehst, welches Ziel erkennst Du denn darin?“ Und ich bin sicher, Sie werden hilfreiche nächste Schritte für sich entdecken.

Oft denken wir ja negativ über ein Problem. Mit diesem Zitat im Kopf bekommen Probleme für mich fast etwas von einem schönen Denkmal. Ich kann darum herum gehen und es mir in Ruhe betrachten und das oder die Ziele darin entdecken. Es so zu sehen, kommt schon fast einem Kopfstand gleich, finde ich. Haben Sie Lust, es beim nächsten sich zeigenden Problem einmal auszuprobieren?

Zielweisende Grüße
Ihre Christina Broda

20. November 2013
Kairos-Leittext

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