Die Schlüssel zum Inneren

Die Schlüssel zum Inneren – wo finde ich sie. Heute habe ich die Freude, mit Ihnen über Schlüssel zu sprechen. Schlüssel? Ja, ganz besondere allerdings. Schlüssel nämlich, die zu einem spannenden Kästchen für Ihre ganz persönliche Entfaltung, zu Ihren inneren Schätzen passen. Seit einigen Jahren erlebe ich Gabriela Linne in ihrem Dauer-Workshop, wie sie die Teilnehmer unermüdlich inspiriert, „ihre Schätze, ihre verborgenen Schatzkästchen“ zu bergen. Sie zeigt uns Orte, an denen wir sie finden könnten. Und sie zeigt uns Gelegenheiten, die uns Hinweise auf die Schlüssel dazu geben können:

Unsere regelmäßigen Newsletter-Leser haben schon davon gehört, dass wir z.B. durch unsere Mitmenschen und zwar durch jeden, auch den Obdachlosen an der Ecke, einen Hinweis für einen Schlüssel bekommen können. Schauen wir doch mal hin: Was passiert, wenn wir durch einen Mitmenschen ausgelöst eine [deutliche] Gefühlsregung spüren? Er hat er uns einen Spiegel vorgehalten. Sie kennen sicher das Phänomen: Eine Frau, die eben erfahren hat, dass sie schwanger ist, sieht plötzlich überall Kinderwagen und schwangere Mütter. Bevor ihr die Information zuteil wurde, lösten die Millionen „Schwanger-Kind-Informationen“, die sekündlich auf sie eingeströmten, keine Reaktion aus und wurden gleich wieder gelöscht. Doch jetzt hat „Schwangerschaft“ eine Bedeutung und alle erhaltenen Reize zu diesem Thema werden ihr bewusst. Mit anderen Worten: das Schatzkästchen, der Schatz „Mutter werden, Mutter sein“ wurde entdeckt.
Wenn wir also alle bewusst erlebten Gefühlsregungen = Reize als Schlüssel zu einem Schatzkästchen verstehen, werfen wir einen neuen Blick auf das, was uns „begegnet“. Bei der soeben erfahrenen Schwangerschaft ist die Botschaft eindeutig. Manche Spiegel und die damit verbundenen Botschaften sind allerdings im ersten Augenblick der Wahrnehmung verborgen. Versteckt. Verschlossen. Bei dem Obdachlosen an der Ecke zum Beispiel: Welches Gefühl habe ich bei seinem Anblick? Zeigt er mir ein verborgenes Schatzkästlein? Wie und wo finde ich den Schlüssel und kann meinen inneren Schatz entfalten?

Bei den meisten Menschen, entsteht der Wunsch nach Entfaltung ihrer Schätze erst, wenn sie in Konflikte geraten. Dort bekommen wir den Spiegel sehr deutlich vorgehalten. Konflikte entstehen, wenn in uns Gefühlsregungen so stark ausgelöst wurden, dass wir uns verschließen. Denn die Situation tut weh, und wir gehen in Verteidigungsposition. Jetzt zu akzeptieren, dass ich mit dem dargebotenen Thema ein „verstecktes Thema“ habe und „das Verborgene“ sich schmerzhaft meldet, braucht entweder einen einfühlsamen Spiegel (Gesprächspartner) oder eine große eigene Entfaltungsbereitschaft, die Schmerzen aushalten kann.

Die Schlüssel, die Sie in Konflikten finden, sind oft obendrein noch ganze Schlüsselbunde. Es braucht Zeit und Muße, einzelne Schlüssel an verschiedenen Kästchen auszuprobieren. Manchmal gibt es nur diesen Weg. Aber unser Verstand könnte helfen, einfachere Wege zu gehen, wenn wir lernen, Zusammenhänge zu erkennen. Ich erlebe den Verstand als den „Verarbeiter aller Einflüsse“. Wir erhalten pro Sekunde 11 Millionen Einheiten Information aus unserer Umwelt, und unser Verstand filtert diese. Er entscheidet, was wird abgespeichert, was wird bewusst gemacht und welche werden gelöscht.

Hat eine Information keine Anbindung an bekannte Themen oder bekommt die Information in den nächsten 7 Sekunden keine Anbindung, wird die Information wieder gelöscht. Hat die Information eine Anbindung an das, was wir kennen, wird sie auf alle Fälle schon mal gespeichert. Und hat die Information akute Relevanz, dann erleben wir Sie bewusst und das sind nur 40 Einheiten Informationen von diesen 11 Millionen, die sekündlich auf uns einströmen. Wir bekommen also theoretisch 40 Schüssel pro Sekunde in die Hand gedrückt, mit denen wir uns weiter entfalten könnten. Und einige davon sind die Schlüssel zu inneren Schätzen, auch den ganz tief verborgenen.

Und dann kommt dieses „spezielle“ Gefühl, das etwas Gehörtes, Gelesenes, Gesehenes eine besondere Gefühlsregung, den besonderen Reiz auslöst, ohne zu wissen warum. Genau das ist ein „Schlüssel-Moment“, wir nennen ihn auch KAIROS-Moment. Und genau dann können wir „auf Schatzsuche“ gehen. Was verbirgt sich hinter diesem Schlüssel? Was löst es in mir aus und zu welchem Kästchen passt er? Wie kann ich mich daran entfalten?

Je häufiger wir in Liebe und Aufmerksamkeit diese Schlüssel erkennen und uns an die Arbeit machen herauszufinden, zu welchem Kästchen er passt, umso lieber machen wir uns begeistert weiter auf die entfaltende Schatzsuche. Bei mir jedenfalls ist es so.

Ihnen allen wünsche ich eine Schlüsselwoche zu Ihren inneren Schätzen und grüße Sie herzlichIhr Thorsten AbraXas Ophaus

Kairos-Leittext 29. September 2010

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>