Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens

“Der Sinn des Lebens ist ein sinnvolles Leben.“ So lautet eine Weisheit aus dem Buch „Der Mönch, der seinen Ferrari verkaufte“. Eine Weisheit, die natürlich gleich die nächste Frage aufwirft: Was ist denn sinnvoll? Oder besser noch: Was ist denn für mich sinnvoll? Ist es zum Beispiel sinnvoll, nach Dingen zu streben, die durch ihr Vorhandensein meinem Leben plötzlich einen Sinn geben können?

Alex Loyd sagte hierzu in einem Seminar: Erfolgreiche Menschen, die alles erreicht hatten, was sie sich jemals vorstellen konnten, sprachen am Ende nur noch von den drei wirklich sinnvollen „Dingen“: Frieden, Freude und Liebe. Die meisten brauchten allerdings erst den Weg „über die anderen Dinge“, um diese Erkenntnis zu erlangen.

Aus meiner eigenen Lebenserfahrung sage ich dazu: „Stimmt.“ Ich kenne diese Zeit, in der ich den Sinn darin sah, mein Unternehmen, die Zahl meiner Mitarbeiter, die Höhe meines Umsatzes und meines Einkommens immer weiter auszudehnen, so groß wie möglich zu machen. Und da ich diesen starken Drang dazu hatte, den Sinn genau darin sah, war das in dieser Zeit für mich auch uneingeschränkt sinnvoll. Heute, in einer anderen Phase meines Lebens, sind andere Dinge bedeutungsvoll und damit sinnvoll:

- meiner wahren Kairos-Berufung zu folgen
- den Menschen zu dienen und ihnen zu geben, was ich zu geben habe
- mich immer wieder selbst zu prüfen
- mich beharrlich um Geist, Körper und Seele zu kümmern
- mit Disziplin zu handeln und jeden Tag mit möglichst viel Freude leben

Eine wesentliche Haltung hat sich allerdings unverändert durch die ganzen Jahre meines Lebens, meiner Ausbildung, meiner beruflichen Laufbahn und meiner unternehmerischen Tätigkeit gezogen: Ich nenne sie Leidenschaft. Wir können auch gerne Begeisterung dazu sagen. Oder einfach Lust auf Leben, auf Lernen, auf Menschen, auf Strukturieren, auf Tun.

Genau diese Leidenschaft hat mich auf der Suche nach Sinn über das Streben nach den materiellen Dingen hinweg zu den drei wesentlichen Dingen geleitet: zu Frieden, Freude und Liebe (bei all den Grummel-Aufgaben, die auch jetzt immer noch da sind). Robin S. Sharma schreibt: „Wir in unserer Gesellschaft haben unsere Leidenschaft verloren. Wir verrichten die meisten Dinge nicht deshalb, weil wir sie gern tun, sondern weil wir das Gefühl haben, das sei unsere Pflicht. Das kann nur zu einem elenden Leben führen. Ich spreche hier nicht von der romantischen Leidenschaft, … Wovon ich spreche, ist die Leidenschaft für das Leben. Du hast ein Recht auf Freude, jeden Morgen voller Energie und guten Mutes aufzuwachen. Hauche das Feuer der Leidenschaft in alles, was Du tust. Dann erntest Du alsbald große Belohnungen materieller wie spiritueller Art.“

Und das Leben ist ein sinnvolles.
Ihre Gabriela Linne

7. August 2013
Kairos-Leittext

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