Lernen wir träumen

Lernen wir träumen, dann finden wir vielleicht die Wahrheit.” August Kekulé. Haben Sie schon auch schon mal gedacht: „Ach möge mir doch das eine oder andere einfach mal wie im Traum oder im Schlaf gelingen.“? Nun ahnen Sie bestimmt schon, dass dies vielleicht sogar möglich sein kann. Würde ich denn sonst dieses Thema an dieser Stelle aufwerfen? Ja, Sie haben Recht. Doch bevor ich weiter schreibe, sage ich erst danke sehr an Kalliopi Tsatsaronis, die mir gestern ‚einfach so’ ein Buch in die Hand drückte. Mit diesen wissenschaftlichen Traumbetrachtungen: Hier sind sie – aus „Das Möbius Bewusstsein“ von Diane Hennacy Powell (Gehirnforscherin)

Zitat: „Bis dahin (1861) war man davon ausgegangen, das Molekül habe eine lineare Struktur. Doch Kekulé träumte wie folgt: Ich drehte meinen Stuhl zum Kamin um und versank in gemächliches Dösen. Wieder flitzten Atome vor meinem geistigen Auge hin und her … Lange Reihen sezten sich zusammen, alles war in Bewegung. Sie wanden sich wie Schlangen …  eine der Schlangen biss sich in den eigenen Schwanz, diese Form blieb herausfordernd vor meinem
inneren Auge bestehen. Wie vom Blitz getroffen fuhr ich aus dem Halbschlaf auf … den Rest der Nacht brachte ich damit zu, die Konsequenzen dieser möglichen Struktur zu erarbeiten. Der
Benzolring war gefunden.“
Zitat: „Das Gleiche passierte auch bei der Entdeckung des Periodensystems der Elemente, aus dem sich die Eigenschaften aller existierenden chemischen Elemente ablesen lassen. Vor dem Jahr
1869 waren etwa dreißig Elemente noch unentdeckt. Da es kein ordentliches Klassifizierungs-system gab, war es auch schwierig, die bereits bekannten in ein Schema zu bringen. Dmitri Mendelejew, ein russischer Chemiker, zerbrach sich über das Problem lange den Kopf, bis er eines Nachts eine Eingebung hatte: Ich sah in einem Traum eine Tafel, in der alle Elemente am richtigen Platz standen. Als ich aufwachte, zeichnete ich die Tabelle sofort auf. Nur an einer Stelle war später eine Korrektur nötig.“

Diane Hennacy Powell schreibt dazu: Zitat: „Unsere Träume spiegeln wider, was wir uns wünschen, worüber wir uns sorgen oder was wir zu begreifen versuchen. Aufnahmen während des Traumzu-standes zeigen, dass im Gehirn dabei eher jene Regionen aktiv sind, die Informationen wahr- nehmen oder spüren, statt jener, die sie analysieren und auswerten.“ Zitat Ende.

Alle, die bis hierher gelesen haben, mögen jetzt eventuell denken: „Das waren ja auch ganz außergewöhnliche Menschen, die so etwas im Traum, im Schlaf finden.“ Ermutigt es Sie, wenn ich Ihnen sage, dass auch wir finden können, „was wir begreifen wollen“? Nach einem Abend-Workshop gehe ich ab und zu mit einer speziellen inneren Aufgabe zu Bett. Zum Beispiel auf der Suche nach einer treffen den Formulierung für eine Unternehmens-Positionierung. Und dann
geschieht genau das: Plötzlich wache ich auf – manchmal schon nach wenigen Minuten -
mit Worten im Kopf, die genau treffen, was ich haben wollte. Erst wenn sie aufgeschrieben sind, schlafe ich wieder ein. Anstrengend wird es nur dann, wenn mir das in einer Nacht mehrmals hintereinander passiert. Und das kommt – oh je – immer wieder vor. Was soll’s, denke ich dann. Denn die Freude am nächsten Morgen ist groß.

Eine wunderbare Woche mit bewegenden Träumen, damit das eine oder andere in Ihrem Unternehmerleben dann tatsächlich “wie im Traum gelingt”.

Herzliche Grüße
Ihre Gabriela Linne

Kairos-Leittext 21. April 2010

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