Worte und Wirkung

Worte und Wirkung. Machen wir heute einmal gemeinsam ein Experiment? Kommt sie jetzt so daher wie manche Mails, in denen geschrieben steht: „Bitte erst ganz intuitiv die Fragen beantworten. Dann lesen Sie weiter und erfahren die Wahrheit über sich selbst.“ ?? Nein, nein. So gerne ich Sie auch inspiriere, so gerne bewege ich mich auch quer durch die Wissenschaften. Und die Idee mit meiner heutigen Botschaft stammt aus dem sehr beeindruckenden Buch „Die Ebenen des Bewusstseins“ von David R. Hawkins. Sind Sie bereit, die folgenden Wortpaare in Ruhe zu lesen und auf sich wirken zu lassen? Dann also:
Achtend ……………………… Ausnutzend
Anerkennend …………….. Neidisch
Anleitend …………………… Nötigend
Annehmend ………………. Ablehnend
Anziehend …………………. Verführerisch
Aufrichtig ………………….. Berechnend
Aus freiem Willen ……… Pflichtbewusst
Ausgewogen ……………… Extrem
Auswählend ……………….. Ausschließend

Zitat David R. Hawkins: „Schon nachdem Sie die Liste einfach nur durchgelesen haben, sind Sie nicht mehr derselbe Mensch. Schon allein dadurch, dass Sie sich die Unterschiede zwischen diesen Polen vor Augen geführt haben, wächst Ihre „innere Kraft“.Mit diesen Unterschieden im „Hinterkopf“ werden Sie auf Dinge aufmerksam, die Sie zuvor nie beobachtet haben.“ Zitat Ende. Wie geht das denn?

Worte können stärkend sein. Worte können schwächend sein. Ganz gleich, ob wir sie wahrnehmen (hören, lesen) oder selbst einsetzen (sagen, schreiben): sie stärken oder schwächen – uns und die anderen. (Übrigens standen links die Adjektive mit starken Mustern, rechts mit schwachen Mustern.) Zitat: Kapitel 9 „Kraft in Einstellungen und Verhaltensmustern“ Die Fähigkeit, zwischen Mustern hoher und niedriger Energie zu unterscheiden, ist eine Frage der Wahrnehmung und einer Unterscheidungsfähigkeit, die die meisten von uns durch schmerzhaften Versuch und Irrtum lernen. Versagen, Leiden und schließlich Krankheit resultieren aus dem Einfluss schwacher Muster; Erfolg, Glück und Gesundheit gehen von starken Attraktormustern aus.

Deshalb ist es sehr lohnend, sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen und die abgedruckte Liste gegensätzlicher Muster durchzugehen. … Das Nachdenken über die Paare von gegensätzlichen Qualitäten kann einen Prozess der Bewusstseinsanhebung auslösen, so dass wir allmählich der Muster gewahr werden, die in persönlichen Beziehungen, Geschäftsbeziehungen und allen den verschiedenen Interaktionen wirken, die das Gewebe des Lebens ausmachen.“ Zitat Ende. Wie oft setzen wir Worte ein, ohne uns der Wirkungen so richtig bewusst zu sein. Und wenn wir noch weiter schauen: Wie oft verwenden wir in unseren Sätzen das Wörtchen nicht und glauben, etwas Nettes = Stärkendes gesagt zu haben. („Ich finde Deine Idee gar nicht so schlecht.“)

„Worte können sein wie winzige Arsendosen: sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da.“ (Victor Klemperer) Haben Sie schon einmal den Versuch unternommen, einen Tag lang nur stärkende Worte zu verwenden und für die ganz Mutigen auch noch auf „nicht“ zu verzichten? Alle Unternehmerinnen und Unternehmer, die mich persönlich kennen, wissen, wie sehr ich diese Übungen liebe. Und welche Wirkung sie hat. Machen Sie mit?

Eine Woche voller stärkender Worte
Gabriela Linne

Kairos-Leittext 18. März 2010

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