Hochatmer, Flachatmer, Tiefatmer

Hochatmer, Flachatmer, Tiefatmer. Haben Sie schon einmal darauf geachtet, w i e Sie atmen? [Und leben?] Ob Sie Hochatmer oder Tiefatmer oder Flachatmer sind? Im Rahmen eines Morgen-Workshops hörte ich von unserer Schauspielerin Anke-Felicitas Bohl über die Unterschiede und
was welche Atmung bewirkt und zeigt. Am Beispiel der drei zuvor genannten Atemtypen. Klar, dass ich mich gleich danach selbst beobachtete und: sofort wieder meine sportlichen Aktivitäten (inklusive Tanzen) verstärkte. Warum? Hier folgt die Erklärung.

Erstens: Die Hochatmer
Sie heißen so, weil sie die Brust heben und senken. Klar. Dummerweise: Zitat Anke Bohl: „Atmet jemand hoch, hat der Körper Stress. Die Luft wird zu schnell, zu kalt und Stimmband schädigend eingesogen und wieder abgegeben. Bei dieser sehr verbreiteten Atemtechnik vermeiden wir
unbewusst das Sprechen und die körperliche Betätigung. Der Körper ist nämlich stark mit den Verspannungen durch die Atem-Art beschäftigt und kümmert sich stets um diese „Baustelle“. So bleibt einfach weniger Kraft. Zum Beispiel fürs Sprechen. Für eine klare Stimme. Und für den
körperlichen Ausdruck.
Zweitens: Die Flachatmer
Bei Flachatmern sehen Sie fast keine Bewegung. Mit dieser Atem-Technik blockieren wir unbewusst die ganze Lebensenergie. Was dazu führt, dass wir noch weniger Kraft haben als zuvor beschrieben, und zwar sowohl körperlich als auch psychisch. Mag ein Flachatmer dann überhaupt noch sprechen? Und sich körperlich ausdrücken? Kaum. Sie ziehen sich lieber zurück.

Drittens: Tief durchatmen – es folgen genau sie, die Tiefatmer Sie heißen so, weil sie den Bauch heben und senken. Jetzt gibt’s Luft: Zitat Anke Bohl: „Tiefes Atmen finden wir sehr häufig bei Menschen, die gerne Sport betreiben. Das regelmäßige Training entspannt den Körper immer wieder. Und dieser entspannte Körper ist einfach aufnahmefähiger und perfekt vorbereitet: fürs Sprechen, für den lockeren Einsatz der Stimme. Auch die Haltung verändert sich. Der Körper richtet sich auf. Und alles zusammen wirkt kraftvoll. Beeindruckend.“

Tiefes Atmen ist also richtig wichtig. Brave Combo sagen in ihrem Song “Take a deep breath”
Zitat: “When I count my sins, I take a deep breath. When I just can’t win, I take a deep breath. When I’m afraid of life. I take in air. I don’t know how it helps, but it helps to take a deep breath.” Atmen ist Leben. Atmen ist kraftvolles Nehmen und wieder Loslassen. Richtiges Atmen gibt Kraft, ermöglicht stimmlichen und körperlichen Ausdruck. So entsteht Charisma = gewinnende, überspringende, ansteckende Lebensfreude. Noch ein schöner Titel von Hannah Ford: “Take a deep breath.
… And you know what you need to do.

Ein gelungenes Tiefatem-Training und eine Woche voller gewinnender Lebensfreude wünscht Ihnen Gabriela Linne

Kairos-Leittext 7. März 2010

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