Wonnemonat: Alles neu macht der Mai ….

Kennen Sie es noch, dieses Gedicht von Hermann Adam von Kamp? Mir kommt vor allem sein Anfang immer wieder in den Sinn. Es ist schon ein besonderer Monat, dieser Mai. Warum eigentlich? Aus meiner Kindheit erinnere ich noch sehr gut, dass ich mit meinem Vater immer auf eine Mai-Kundgebung gehen durfte. Das fand ich sehr aufregend. Und immer wurde in meiner Familie vom Wonnemonat geschwärmt. Dass dieser Wonnemond in Wirklichkeit eine ganz andere Bedeutung hatte, lernte ich erst später:

„Karl der Große führte nämlich im 8. Jahrhundert den Namen Wonnemond ein (eigentlich althochdeutsch „wunnimanot“ = Weidemonat), der darauf hinweist, dass man in diesem Monat das Vieh wieder auf die Weide treiben konnte. Mit Wonne im heutigen Sinne hat der alte Monatsname also eigentlich nichts zu tun.“ Aus Wikipedia. Nun, wie dem auch sei: Ich mag den Mai.

Ich mag ihn, weil wir zusehen können, wie die Natur uns ihre ganze Fülle präsentiert. Ich mag ihn, weil seine Schwingung mir irgendwie fröhlich erscheint. Ich mag ihn, weil er dieses Wonnige doch für sich gepachtet hat.

Ich mag das Gefühl, alles darf wachsen und gedeihen. Und der Satz „Lasst das Haus, kommt hinaus, windet einen Strauß!“ heißt für mich auch immer: „Sei mutig. Komm heraus aus Deinen „Gedankenhäusern“ und such mal nach neuen Blumen für Dein Leben. Am besten so: “Stimmet Jubellieder an! Singe jeder wie er kann: Alles neu, frisch und frei macht der holde Mai.“

Einen wonnigen Monat mit frischer und freier Seele
Ihre Gabriela Linne

1. Mai 2013
Kairos-Leittext

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