Das Paradox des Wollens.

Das Paradox des Wollens ist jeweils zum Jahresanfang mit dem Wollen und den Wünschen in den Köpfen der Menschen wieder präsent. Der Klassiker schlechthin. Das weiß natürlich auch die Erfolgsindustrie und von allen Richtungen kommen Ratschläge und Vorschläge, wie wir richtig und kräftig Wollen und Wünschen. Damit sich unsere Pläne, guten Vorsätze und unsere Träume für das neue Jahr auch umsetzen lassen. Nicht selten wird dann gleich im Anhang der Emails für den nächsten Zielerreichungskurs geworben.

… Und jedes Jahr das gleiche Spiel. Diejenigen, die antreten, ihre Ziele zu erreichen, legen los, streben eine Zeitlang. Manche kämpfen auch eine Zeitlang, um dann in der Regel irgendwann frustriert ihre guten Vorsätze, Wünsche und Ziele auf den großen Friedhof der gescheiterten Versuche abzulegen.

Was passiert hier eigentlich? … Und warum tun wir uns mit diesem Thema so schwer?Das liegt daran, das wir immer, wenn wir etwas WOLLEN gleichzeitig einen Keil treiben – zwischen uns selbst und dem was kommen soll. Je stärker wir wollen, desto größer wird der Keil zwischen uns und dem Ziel. Warum?

Das Paradox des Wollens heißt: Wir wollen und sagen gleichzeitig, es fehlt mir noch. Oder noch klarer: Es fehlt mir schwer mir vorzustellen, dass ich es habe. Ich schiebe es also im Geiste wieder weg und bin so im Widerstand gegen das, was ich eigentlich anstrebe.

Außerdem sage ich Nein zu dem, was wirklich ist, und zu der Situation in der ich mich wirklich und tatsächlich befinde. Denn ich möchte ja woanders sein. Bin ich aber nicht und so erzeuge ich mir zusätzlich Leid mit all den schlechten Gefühlen. Da ich das nicht habe, was ich haben will, kann ich richtig unglücklich sein. Das, was ich habe, ist unbefriedigend für mich. Also lehne ich es ab.

Nehmen wir uns statt dessen vollkommen an – mit allem was wir sind – und stehen voll und ganz zu dem was gerade ist, kann Wandlung geschehen. Dann erst können wir die andere wunderbare Kraft ins Spiel holen, die uns und unsere Umstände, unsere Wirklichkeit, erneuert. Diese Kraft heißt übrigens Kairos.

Charlie Chaplin hat es verstanden und in seiner Rede zu seinem 70. Geburtstag wunderschön ausgedrückt. Sie finden die Rede am Ende des Kairos-Leittextes noch einmal zum Nachlesen
und Nachhören.

Was ist nun zu tun? Wir ermächtigen uns zu SEIN, was wir sein wollen und dann TUN wir es einfach. Der Ablauf ist Sein, Tun, Haben – und nicht umgekehrt. In Kurzform auf den Punkt gebracht finden Sie hier die Lösung:

Eine schöne Woche voll und ganz im Sein, wünscht Ihnen
Ihr Erhard Golla

9. Januar 2013
Kairos-Leittext

Hier die Rede von Charlie Chaplin für Sie:

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist –von da an konnte ich ruhig sein. Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man „REIFE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben, und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem, das mich immer wieder
hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“, aber heute weiß ich, das ist „SELBSTLIEBE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet, so lebe ich heute jeden Tag und nenne es „BEWUSSTHEIT“.

Als ich mich zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann. Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam der Verstand einen wichtigen Partner. Diese Verbindung nenne ich heute „HERZENSWEISHEIT“.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.  Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>