Mitgefühl hängt ab von warmen Händen.

Neulich bekam ich einen Artikel geschenkt mit der Überschrift: Mitgefühl hängt von warmen  Händen ab. Mir fiel dazu gleich ein: Das Halten einer Tasse mit heißem Tee oder Kaffee mag ich gern. Besonders natürlich, wenn meine Hände kühl sind, ist ja klar. Ja, wieso ist das klar? Als Antwort hatte ich bislang immer nur parat: „Warme Händen fühlen sich einfach besser an, finde ich.“

Ein Zitat aus dem genannten Artikel erklärte nun: „Mit warmen Händen haben wir auch warme Gefühle für unsere Mitmenschen. In einer Studie stellten die US-Forscher Lawrence Williams und John Bargh fest, dass körperliche Wärme – hervorgerufen etwa durch das Halten einer warmen Tasse – zwischenmenschliche Urteile und das Sozialverhalten positiv beeinflusst. Ihre Ergebnisse veröffentlichen sie im US-Fachjournal „Science“ (Bd. 322, S. 606).

In einem ersten Versuch gaben die Forscher 41 Probandinnen eine Tasse Kaffee zu halten. Manchmal war der Kaffee heiß, manchmal kalt. Anschließend bekamen die Probandinnen eine Kurzbeschreibung eines Menschen. Frauen, die zuvor den heißen Kaffee gehalten und daher warme Hände hatten, urteilten deutlich positiver über die beschriebene Person als jene Frauen mit kalten Händen.

Ein zweiter Versuch zeigte, dass die physische Wärme auch das Verhalten beeinflusst. Hier sollten die Probanden entweder ein kleines Geschenk für sich selbst oder einen Geschenkgutschein für einen Freund aussuchen. Probanden mit warmen Händen wählten deutlich häufiger das Geschenk für einen Freund. Jene mit kalten Händen beschenkten sich selbst. dpa“ Zitat Ende

„Wie klasse“, dachte ich. Und welch schöne Bedeutung das Angebot eines Kaffees oder Tees vor einem Gespräch nun plötzlich bekommen hat. Doch: Was mache ich, wenn ich zur Antwort bekomme: „Ach nein, danke. Ich trinke lieber ein Glas kaltes Wasser!“ …

Ihnen allen eine mitfühlende Woche
Ihre Gabriela Linne

10. Oktober 2012
Kairos-Leittext

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