Kairos-Trainer: Was Hänschen nicht lernt,

So oder so ähnlich: Mit dem Spruch “Was Hänschen nicht lernt, …” bin ich groß geworden. Als ich in meinem Urlaub in der Eifel weilte und mich morgens intensiv mit meiner gerade abgeschlossen Ausbildung zum Kairos-Trainer beschäftigte, wurde ich auf das Heftigste mit diesem Satz aus meiner Kindheit überrascht.

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr. Das war ein Lieblingsspruch meiner Großmutter und bezog sich in erster Linie auf „gute“ Umgangsformen. War es also versäumt worden, das „schöne Händchen“ der Tante und dem Onkel zu reichen … pfui … schon war die Prophezeiung eben „Hans und Hänschen“ und die Karriere geplatzt. Auch in der Schule sollte der Satz seine Bedeutung haben. Mathematik war für mich … nun ja … schwer. Ich fand mich ab, das war eben eine Schwäche von mir. Meine Stärken lagen woanders. Um dieses Mathe-Thema , war mir klar,  würde ich zeitlebens einen großen Bogen machen …

Beobachte ich meine Töchter und deren Umfeld, habe ich den Eindruck, wer heute kein Chinesisch im Kindergarten und Englischleistungskurs in der Grundschule hat … Tja, für den ist das Leben leider gelaufen. Wieder schlägt das „Hänschen“ zu. An dieser Stelle – würde ich meinen – sind es genug Beispiele, wo der berüchtigte Satz seine Bedeutung bekommt. Ja, das Leben ist hart, wenn bereits der Anfang schief gegangen ist …

Komme ich zurück zu meinem Urlaub. Wie oben beschrieben hatte ich mit dem Mathebuch keine weit reichende Liebe. Nun ereilte mich aber, bedingt durch meine Neugier für das spannende Thema Kairologie, genau dieses Trauma. Die Kairologie basiert auf blanker Mathematik. Ein Alptraum holte mich ein. Nun gab es für mich zwei Möglichkeiten „Hänschen bleiben“ und in den “Fluchtmodus“ oder als „Hans“ in den „Entfaltungsmodus“ umschalten.

Ganz „easy“ sollte ich meinen. Von wegen. Ich erlag einem ständigen Ringen zwischen Hans und Hänschen. Der eine flötete: „Tu Dir das doch nicht an … Du kannst eh kein Mathe, oh, was dieses DENKEN Zeit kostet usw.“ Und der andere puschte: „Du schaffst das, Du beißt Dich da durch. In der Schule hattest Du keine Ahnung, was man damit überhaupt macht. Heute weißt Du WARUM.“ So ging es bis zum Schluss hin und her.

Wie die Sache ausgegangen ist? Tja, wem würden Sie nachgeben: „Hans“ oder „Hänschen“? Ich habe den Kampf aufgenommen und mein Hänschen zum Schweigen gebracht. Das war sehr anstrengend, Aber … es hat sich gelohnt. Meine Ausbildung hat viel Spaß gemacht, viele Erkenntnis gebracht und mich ein Stück von meinen eigenen Vorurteilen mir selbst gegenüber entfernt. Um jetzt zu wissen: Ich kann zu jeder Zeit nachholen, wenn ich es will.

Eine wunderbare Woche im Entfaltungsmodus „Hans“ wünscht
Ihnen herzlichst Ihre Anke Bohl

22. August 2012
Kairos-Leittext

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