Kairos-Gedanken über die Gelassenheit der Thai

Ein Urlaub inspirierte zu Kairos-Gedanken über die Gelassenheit der Thai. Oder den Gedanken: “Leben ist das was uns passiert.” Wenn wir in fremden Ländern Urlaub machen, treffen wir auch immer auf andere Kulturen. Finden Sie es ebenso spannend wie ich, von diesen Kulturen zu lernen? Im Januar hatte ich das erfüllende Erlebnis, im Süden Thailands Urlaub zu machen. 15 Tage „Natur pur“ im Land des Lächelns. Tauchen, Dschungelwanderungen, Kajakfahrten, Land und Leute von vielen Seiten kennen lernen.

Auf den Touren lernte ich zum einen Markus kennen, einen Tourguide aus Österreich. Er ist vom Land und besonders von den Leuten begeistert. Für ihn ist das Prädikat „gelassen wie ein Thai“ ein Lob. Es gibt zwar Pläne und Regeln, aber es ist okay, wenn die Dinge anders laufen. Solange alle glücklich bleiben. Das Leben bleibt schön! Zum anderen lernten wir einen deutschen Tourguide kennen, der seit über 30 Jahren in Thailand lebt. Er nahm diese Art eher genervt hin. „Weil es halt so ist.“

Ich begann, diese Lebensart unter die Lupe zu nehmen: Thailand ist eine konstitutionelle Monarchie mit einem König. Die Erziehung des Nachwuchses läuft nach strengen Regeln, und in der Öffentlichkeit ist es verpönt, Emotionen zu zeigen. Diese Mechanismen finden sich in vielen Monarchien wieder, um das Volk leichter zu regieren, da Freigeist und Revolutionsgedanken vermieden werden. Thailand hat seit über 65 Jahren einen sehr gütigen und über die Maße beliebten König. Dankbarkeit ist seine wichtigste Botschaft an sein Volk. Diese Dankbarkeit bekommt er in vollen Zügen zurück, denn sobald der König sich politisch äußert, ist sein Wort Gesetz. Die Thai nutzen übrigens jedes Bildnis des Königs, um sich zu bedanken.

Diese Mischung sorgt dafür, dass die Menschen geduldig, hilfsbereit und thailändisch verantwortungsbewusst sind. Zum Beispiel wurde 2010 der Flughafen besetzt, um für einen politischen Wechsel zu demonstrieren. Als die Demonstration beendet war, räumten die Demonstranten selbst auf und übergaben den Flughafen „besenrein“. In dem Urlaubsort „Khao Lak“ wütete 2004 der Tsunami am schlimmsten in Thailand. Doch die Lebensart der Thai gab ihnen die Kraft, mit der Naturkatastrophe umzugehen. Statt den Tsunami zu einem Tabu-Thema zu machen, gehen die Menschen offen damit um und sehen die letztlich positiven Auswirkungen.

Ich habe mir diese Mischung zu Herzen genommen und achte ab jetzt im Berufsalltag noch mehr darauf, gelassen zu sein. Denn das Leben ist das, was passiert, auch wenn wir andere Pläne machen.

Eine Woche voll thailändischer Gelassenheit
Ihr Thorsten AbraXas Ophaus

15. Februar 2012
Kairos-Leittext

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