Ein Lokführer kann immer nur seine eigene Lok steuern.

Ein Lokführer kann immer nur seine eigene Lok steuern.

KAIROS-GedankeEin Lokführer kann immer nur seine eigene Lok steuern.

Glauben Sie, dass es möglich ist, die Lok von anderen zu steuern? Da müssten wir diese Person doch ständig überwachen, gängeln, bevormunden. Und würden womöglich vergessen, auf unseren eigenen Weg zu schauen. Wie ist es denn mit unseren Prioritäten? Tun wir stets das, was uns selbst auf unserem Weg guttut, so im tieferen Sinne? Indem wir darauf achten, dass unser Zug in Ruhe auch durchs wildeste Gelände, durch Winde, Schnee und Regen geführt wird? Indem wir für uns sorgen, dass wir stabil, zuverlässig und zufrieden unsere „Zugschiene“ halten. Was darf sich ändern, damit wir uns stets selbst als erstes beobachten? Und wer hat das in der Hand? Ja, richtig: nur wir selbst.

Es ist, wie wenn wir einen anderen Zug an uns vorbeifahren sehen, der in die vermeintlich falsche Richtung zu fahren droht. Nur wenn wir in der Position dieses Lokführers wären, könnten wir daran etwas ändern. Übrigens sollten wir als Lokführer immer allein im Führerhaus sitzen. Und bestimmen, was notwendig ist, damit die Aufmerksamkeit auf den Weg gehalten werden kann. Balance ist dazu wichtig. Und die Fähigkeit, unangemessene Störungen und Ablenkungen beim Fahren von uns fernzuhalten.

Was würde es auch allen anderen um uns herum nützen, unseren Lieben, Kollegen, Schülern und so weiter, wenn wir neben unserer auch noch die Loks anderer steuern wollten. Uns dabei restlos und selbstlos aufopfern und keinen Weg richtig auf der vorgegebenen Bahn fahren. Was würde es allen anderen nützen, wenn wir die Aufmerksamkeit immer gleichzeitig auf mehrere Loks verteilen, statt auf der, die Raum und Quelle für unsere Steuerstabilität und Aufmerksamkeit sein soll? Gar nichts. Weder uns noch den anderen.

Ein schlauer Mann sagte einmal, dass man sich zuerst selbst lieben muss, bevor man auch nur eine andere Person lieben kann. Das ist die Meta-Ebene zu unseren heutigen Gedanken. Liebe zu uns selbst, die uns ermächtigt, die eigene Lok souverän zu steuern und höchstens in den Zugabteilen mal den einen oder anderen auf dem Weg mitzunehmen. Weil sie mal schauen wollen, wie wir das so machen. Mit anderen Worten: Nur in meiner Lok bin ich kraftvoll, mit mir im Einklang und in der Lage, mögliche Gefahren wahrzunehmen und zu bewältigen. Nur aus meiner eigenen Lok heraus, kann ich allen anderen gönnen, das Lokfahren selbst zu üben und selbst zu lernen, „Gefahren“ zu bewältigen.

Das ist eine tägliche Aufgabe, die es sich zu üben lohnt. Und schließlich und endlich auch die einzige Möglichkeit, dass unser Umfeld wirklich das Beste von uns bekommt. Wir selbst natürlich auch. Gute Fahrt wünschen Ihnen Andrea Berninger und Gabriela Linne.

28. September 2016

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