Eine Geschichte zu Neujahr 2012.

Die Geschichte zu Neujahr 2012 spielt im alten Persien und wird von mir nach einer Erzählung wiedergegeben: Es war an der Zeit, das Neujahrsfest vorzubereiten. Der König wies seine Leute an: “Ich möchte, dass es ein wirklich königliches Fest wird. Die Gästeliste soll überquellen von illustren Persönlichkeiten. Die Tische sollen sich biegen unter Delikatessen, und der Wein soll nur aus erlesenen Trauben und besten Jahrgängen bestehen.”

Die Mitarbeiter schwärmten aus und brachten aus allen Landesteilen nur das Köstlichste. Aber der König schaute trotz aller Mühen immer noch recht unzufrieden drein: “Im letzten Jahr habe ich ein durch nichts zu überbietendes Fest gegeben. Aber die ganze Stadt sprach nur von dem Fest bei Ramun, dem Künstler. Da wurde getrunken und gegessen, gesungen, getanzt und gelacht die ganze Nacht. Im Jahr davor war es dasselbe. Ebenso im Jahr davor und davor. Einmal muss es mir doch gelingen, diesen Wurm zu übertrumpfen. Denn ich, ich bin der König.”

Einer der Mitarbeiter, ein kluger Mann, verneigte sich tief und fragte: “Mein König, habt Ihr je mit dem Künstler gesprochen? Es muss doch einen Grund geben, warum die Leute sein Fest so lieben, obwohl sie in einfacher Hütte ihre mitgebrachten Happen essen und einfachen Wein trinken.” Der König nickte stumm und sagte: “Gut, schafft mir diesen Ramun heran.” Und so geschah es. “Warum lieben die Menschen Dein Neujahrsfest so sehr?” fragte der König. Worauf der Künstler antwortete: “Wir sind Menschen, die sich mögen. Wir sind Menschen, die gerne singen, tanzen und lachen. Wir sind Menschen, die sich miteinander aneinander freuen. Das macht uns einfach glücklich und unser Fest so reich.“

Ihnen allen wünsche ich von Herzen ein gutes Jahr 2012.
Ihre Gabriela Linne

1. Januar 2012
Kairos-Leittext

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>