Weihnachten ohne Geschenke?

Weihnachten ohne Geschenke? Haben Sie schon alle Geschenke für das Fest? Oh nein, werden Sie vielleicht jetzt rufen. Schon wieder dieser Stress. Jedes Jahr diese Geschenke. Dabei wollten wir sie doch schon seit Jahren abschaffen. In einem Jahr haben wir es in der Familie geschafft. So eben ganz ohne Geschenke. Da saßen wir alle zusammen. Haben schön gegessen. Hmmh, und dann … dann … dann war da ein Loch. Das war die Zeit, wo es eben immer die Geschenke gab. Jetzt schauten wir uns nur noch in der Familie an. Keiner sagte etwas über die Socken, oder das Oberhemd mit Krawatte, die Handtasche, das Parfum. Nur die Musik „Oh du fröhliche“ plätscherte im Hintergrund.

Da saßen wir. Gemeinsam unter dem Tannenbaum. Und jeder wusste, heute ist Weihnachten. Ohne Geschenke. Ist aber auch blöd. Uns fehlte doch tatsächlich der Gesprächsstoff. Konnten wir im Jahr zuvor noch heftig über ein Geschenk diskutieren, so blieb uns nun nur das Wetter, denn was jeder in der Familie so treibt ist meistens bekannt. Nach einer harten Zeit des Suchens von Themen, drehte sich das Gespräch um die vergangenen Weihnachten, eben noch mit Geschenken. Spannend. Wir erinnerten uns, dass wir manches Mal richtig gerne ein Geschenk für einen lieben Menschen besorgt haben. Dass es Freude gemacht hat, einen Nächsten zu beschenken.

Und warum? In einem wirklichen, bewussten Geschenk ist viel Gedanke und Liebe drin. Ein Geschenk ist eine Aufmerksamkeit, die mit Achtung einhergeht. Übergebe ich ein Geschenk, dann beginnt für mein Gegenüber etwas Neues. Nämlich das, was er aus meinem Geschenk macht. Einem Geschenk wohnt ein Neubeginn inne. Jedes Jahr werden wir durch Weihnachten neu beschenkt und daran erinnert, wie großartig das Ereignis vor über 2000 Jahren war. Welche Hoffnung in jedem neuen Weihnachten liegt. Eine Hoffnung auf Frieden. Innen und Außen. Und da wollen Sie tatsächlich auf Geschenke verzichten? Ich glaube diese kleinen Aufmerksamkeiten können uns auf eine sehr intime Weise daran erinnern, warum Weihnachten auch das Fest der Liebe genannt wird. Also ran an die Geschenke, aber bitte mit Liebe. Es dürfen auch kleine sein. Auch selbst gemachte. Hauptsache, das Liebevolle steckt drin. Dann macht Schenken Freude und gibt inneren Frieden.

Ein gesegnetes Weihnachtsfest in Liebe und ein gesundes Neues Jahr 2012
Ihre Anke Bohl

21. Dezember 2011
Kairos-Leittext

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