Was Du heute kannst besorgen, …

Was Du heute kannst besorgen, verschieben viele immer mal wieder auf morgen. Warum ist das so? Und vor allem, was wird denn immer wieder so gerne auf morgen verschoben? Die einen antworten: „Natürlich nur das, was wir ungern erledigen.“ Die anderen sagen: „Klar, wer beschäftigt sich schon gerne freiwillig mit Kröten?“ Doch, ist das wirklich so? Wird wirklich nur das auf morgen verschoben, was uns schwer fällt? Nur das, was wir als „Riesen-Schwer-Unmöglich-Machbar-Aufgabe“ empfinden? Oder vielleicht doch auch sogar das, was wir e i g e n t l i c h gerne machen?

Soziologen sagen dazu: „Wer gerne aufschiebt, hält sich ein Maximum an Möglichkeiten offen.“
Und Marktforscher sagen, die Informationsflut sei es, die uns aufhält. Und falls jemand darauf angesprochen wird, heißt die kluge Antwort: „Ich leide halt an Prokrastination.“(lateinisch procrastinatio „Vertagung“, pro = für, cras = morgen). Viele tolle Erklärungen. Dabei sagt das alte Sprichwort doch genau das Gegenteil. Und Sprichwörter, das wissen wir ja, sind Sätze, die aus lang gesammelten Erfahrungen stammen. Was also hält uns wirklich ab von dem, was wir heute besorgen könnten …?

Und bitte, wenn Sie darüber nachdenken, meine ich natürlich: „Was hält uns wirklich ab von dem, was wir heute u m   u n s e r e r  s e l b s t  w i l l e n besorgen könnten?“ Na, was kommt als Antwort? Gewohnheit? Bequemlichkeit? Faulheit? Zu viel zu tun? Druck von außen? Termine? Verpflichtungen? Geld? … Die charmanteste Antwort haben Sie bestimmt auch schon gehört:
„Ich muss nur noch kurz die Welt retten.” Okay, wenn das so ist. Vielleicht direkt danach? Ich finde es lohnt sich zu tun, was wir um unserer selbst willen besorgen könnten. Oder???

Eine gute „Ich-mache-es-heute-Woche“
Ihre Gabriela Linne

14. Dezember 2011
Kairos-Leittext

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