Weihnachten 2015

Christina Broda

Christina Broda

Weihnachten 2015: Kann man in diesen Tagen eigentlich noch fröhlich Weihnachten feiern? Schaut man die Nachrichten oder liest die Zeitung, kann man leicht den Eindruck gewinnen, die ganze Welt bestände nur aus Terror, Flüchtlingen, Unfrieden, Betrug und Elend. In vielen Gesprächen taucht die Frage auf, ob man unter diesen Umständen denn überhaupt noch fröhliche Weihnachten feiern ‚darf‘. Ich habe mir diese Frage auch gestellt. Es stand zwar nicht zur Option, Weihnachten ganz ausfallen zu lassen, dafür mag ich dieses Fest viel zu sehr. Meine Überlegung ging eher dahin, wie groß ich Weihnachten feiern möchte. Wie viel Dekoration soll es sein, soll es einen Tannenbaum geben oder nicht, mache ich große oder kleine Geschenke und wie viele, u.s.w. Wichtig war mir bei meiner Überlegung auch, wie bewusst ich Weihnachten begehe.

Meine Entscheidung ging ganz eindeutig pro Weihnachten. Ich finde, man darf Weihnachten feiern, mit Freude und mit Kitsch und Weihnachtsliedern und allem Drum und Dran, wenn es einem Freude macht. Weihnachten als Fest der Familie – und Familie definiere ich in diesem Sinne als Gruppe von Menschen, die sich mögen, es können also auch Freunde sein  – ist doch auch ein Fest zum Auftanken, ein Fest für Muße, ein Fest zum Innehalten und für Freude. (Ja, ich weiß, Loriot hat da einen ganz anderen Eindruck in seinem Sketch vermittelt, aber ich gehe hier mal vom Idealfall aus).

Weihnachten jenseits des Konsumzwangs ist für mich ein Fest für das Herz und für das Gemüt, ein Fest der Menschlichkeit und des Miteinanders. Und das dürfen Sie sich doch gerne gönnen. Genießen Sie das Fest und gestalten Sie es so, wie Sie es gerne mögen. Schwelgen Sie diese 3 Tage in Rauschegold und ‚Stiller Nacht‘, beschienen mit Kerzen und notfalls auch mit dem Festtagsbraten. Tanken Sie auf. Das neue Jahr bringt Herausforderungen genug. Seien Sie sich dabei bewusst, wie gut es uns hier in Deutschland geht mit unserem sicheren Sozialsystem, unserem Frieden, unserem generellen materiellen Wohlstand. Seien Sie dankbar dafür, wenn es Ihnen gut geht. Und wenn Sie mögen, kümmern Sie sich auch an Weihnachten um diejenigen, denen es nicht so gut geht, aus welchem Grund auch immer.

Und wenn Sie dann noch drei Tage den Fernseher auslassen und keine Nachrichten schauen, bin ich sicher, werden Sie die Welt als viel schöner empfinden, friedvoller und ruhiger. Ich wünsche Ihnen jedenfalls von ganzem Herzen ein fröhliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein gesegnetes, gesundes und erfülltes neues Jahr.

Mit besten Wünschen, Christina Broda
Kairos-Brief 9. Dezember 2012

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