Ein Leben ohne Fehler, das wünschen sich viele.

“Ein Leben ohne Fehler, das wünschen sich viele!” So ein guter Bekannter von mir. Er muss gerade seine Vorstellungen korrigieren, wie baue ich mir eine neue Existenz auf und wie verwirkliche ich meine Ideen. „Es geht so nicht mehr weiter“, sagt er. Es stehen Veränderungen und grundlegende Kurskorrekturen an. Ein ganz natürlicher Vorgang, oder? Ja selbstverständlich, wissen wir doch alle längst, dass wir lernen und üben müssen, um etwas Neues ausüben zu können. Sei es eine Sportart, wie Schwimmen oder Tennisspielen, oder das Erlernen eines Berufes. Klingt doch logisch und nachvollziehbar, nicht wahr? Wer erwartet von einem Nicht-schwimmer, dass er nach einer Stunde theoretischen Schwimmunterrichts ins Wasser springt und durch das Becken krault. Kein Mensch.

Aber, was machen wir daraus, wenn wir ein Stück Lebensplanung korrigieren müssen? In diesen und in anderen Fällen reden wir schnell vom Versagen, von Niederlagen, Ungerechtigkeiten oder von eigenem Unvermögen. Das kenne ich selbst auch sehr gut und habe in der Vergangenheit häufig genug das Klagelied gegen das Leben und über das böse Schicksal angestimmt. Dabei ist es einfach die Art und Weise des Lebens sich mitzuteilen: „Hallo, hallo bitte aufhören, das geht schief!“ Es ist also ein Feedback vom Leben in der Sprache des Lebens. Das ist alles. Punkt.

Okay, wir alle haben die Schulzeit in den Knochen. Dort haben wir das Vermeiden von Fehlern gelernt, wegen der guten Noten. Nur: Das ist erstens vorbei und zweitens lange her. Und wie sollen wir uns weiterentwickeln, wenn wir uns Neues versagen aus Angst vor Fehlern? „Nur der nichts tut, macht keine Fehler“, sagt der Volksmund. Gemeint ist, nur wer etwas tut, baut Erfahrungen auf und lernt dazu. Nur wer etwas tut, macht auch Fehler. Und wächst daran.

Beim Lernen eines Instrumentes wissen wir das, beim Schwimmen lernen auch. Wir wollen gute Ergebnisse. Aber wie kommen gute Ergebnisse zustande. Schauen wir mal genauer hin.
- Gute Ergebnisse kommen von guten Entscheidungen.
- Gute Entscheidungen kommen von Erfahrungen.
- Erfahrungen kommen von schlechten Entscheidungen.
- Und damit sind wir bei den Fehlern.

Also, Lernen und Fehler gehören zusammen. Haben Sie schon mal ein Baby beim Laufen lernen zugeschaut. Nun, das weiß jeder: Es fällt immer und immer wieder hin. Gott sei dank fehlt noch die Schul-Erfahrung. Und das Fehler-vermeiden-Spielchen ist dem Baby völlig fremd. Es lacht sich lieber eins und macht einfach weiter. Punkt. Machen wir es doch auch so. Was hält uns ab?

Was halten Sie von der Einstellung: In diesem Leben können wir nur alles richtig machen. Wir machen Lern-Erfahrungen. Wir können dann korrigieren, es anders machen oder nochmals die gleiche Erfahrung haben. Das Leben ist geduldig mit uns, stimmt’s? Selbst nach zehn identischen Runden können wir uns entscheiden, unser Verhalten zu korrigieren und uns für andere Erfahrungen entscheiden. Und erhalten plötzlich andere Ergebnisse. Herrlich. Einfach wunderbar und irre gut. Wer es nicht glaubt, ist aufgefordert es einfach mal auszuprobieren. Sie möchten eine Anleitung? Gerne. Holen Sie sich den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ und dann sofort nachmachen.

Anstatt sich für besondere Resultate zu belohnen, belohnen Sie sich doch mal, wenn Sie „nur“ etwas Neues ausprobiert haben. Egal was dabei raus gekommen ist. Sie werden staunen, was passiert: neue aufregende Dinge in Ihrem Leben. Sagen Sie JA: Und wer es eher wissenschaftlich sehen und hören möchte, der möge bitte hier schauen.

Eine Woche voller faszinierender Lern-Erfahrungen mit überzeugenden JA für das was ist
Ihr Erhard Golla

9. November 2011
Kairos-Leittext

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