Mark Zuckerberg interessiert, was wir Kairos nennen.

Dr. Karl Hofmann

Dr. Karl Hofmann

Mark Zuckerberg interessiert, was wir Kairos nennen. Mark Zuckerberg ließ sich kürzlich auf Facebook interviewen. „Auf die Frage des britischen Astrophysikers Stephen Hawking, welche wissenschaftlichen Fragen Zuckerberg gern beantwortet sähe, antwortete der Facebook-Chef: Neben Fragen wie der nach ewigem Leben, ewiger Gesundheit und der Funktionsweise des Gehirns sei er ziemlich neugierig, ob es ein grundlegendes mathematisches Gesetz für menschliche Beziehungen gebe. Ein Gesetz, das steuere, „für wen und wofür wir uns interessieren“. Zuckerberg: „Ich wette, das gibt es.“ (Spiegel online 1.7.15) „Ja, gibt es!“ sagen wir.

Genau das, was Zuckerberg innerlich bewegt, bewegt auch die Kairologie. Ob das Erkenntnis leitende Interesse das gleiche ist, sei allerdings dahingestellt. Auch der Weg zum Erklimmen dieses Erkenntnisgipfels ist wohl unterschiedlich. Facebook und Google suchen sicher längst mit Hilfe von Algorithmen sozusagen in der vertrauten Informationswelt nach der Lösung. Die Kairologie tut es aus einer anderen Blickrichtung, aus dem, was wir das Global Human Timing System nennen. Denn – so sagen wir – nur von diesem Standpunkt aus kann Zuckerbergs Frage umfassend beantwortet werden.

Nur so können wir zeitschlüssig und mathematisch beantworten:
Wie genau verändert sich, für wen und wofür wir uns interessieren?
Nach welcher Logik läuft das ab – im Großen wie im Kleinen?

Im 13. Jahrhundert interessierte die Menschen zum Beispiel die Welt der Heiligen, Kaiser und Päpste, sowie der Bau von Kathedralen, im 17. Jahrhundert die Welt der Könige und Höflinge, sowie der Bau von Schlössern, im 21. Jahrhundert die Welt der in den Medien präsenten Personen, sowie der Bau von Werkzeugen für vollkommene Kommunikation. Aber warum veränderte sich das Interesse so und nicht anders? Warum in diesen Zeiteinheiten und nicht in anderen?

“Eben weil dahinter ein mathematisches Gesetz und ein System steht, das es bestimmt.“ Sagen wir. Aber wie erfahren wir es? „In dem, was wir Kairos nennen.“ Und wie lässt es sich fassen? „Über unser eigenes Leben, zum Beispiel wie sich die Wahrnehmung von Erfolg verändert (Sie erinnern sich?). Und natürlich auch über das tiefere Verständnis der Kulturgeschichte – siehe oben.

Wer wird nun diesen Wettstreit gewinnen: Die Maschinen von Facebook und Google? Das wurde auch Zuckerberg gefragt. Seine knappe Antwort: „Nein, die Maschinen gewinnen nicht ☺.“ Das sehen wir auch so. Die Logik von Kairos ist stärker, tiefer, umfassender.

„Wir sollten mal mit Zuckerberg reden! …“
Eine gute Woche wünscht Ihr Karl Hofmann

Kairos-Brief 8. Juli 2015

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