Was können wir von Magellan lernen?

Was können wir von Magellan lernen? Vor ein paar Tagen lief mir der der portugiesische Seefahrer Ferdinand Magellan (geb. 1480) im Buch von Stefan Zweig „Ein Mann und seine Tat“ über den Weg. 1938 sagte der Schriftsteller Ernst Weiß (laut Beschreibung bei Amazon) dazu: „Es ist ein Buch für Männer (!), es ist ein Werk für junge Menschen … Es gibt Mut”.

Nun gut, nichts desto trotz war ich geneigt, mich dem Inhalt mutig zu nähern und nahm ein paar kluge Gedanken mit: aus einer Geschichte über Visionen, über Charakter und den unbändigen Willen, ein tiefes, inneres Ziel zu erreichen. Wie passt also diese Geschichte in unsere heutige Zeit? Was ist vergleichbar? Kairologisch gesehen hat Magellans Zeit vor ca. 500 Jahren viel mit unserer heutigen Zeit zu tun. Damals wagten spanische und portugiesische Welteroberer, die enge, aber vertraute europäische Welt hinter sich zu lassen. Und in eine Welt unbekannter Meere und Kontinente aufzubrechen. Mit Mut und großer innerer Sicherheit.

Magellan spürte eine innere Gewissheit, den „paso“ zwischen Atlantik und Pazifik finden zu können. Wir sagen dazu: „Er folgte seinem Herzen, seinem inneren KAIROS.“ Und das, obwohl er angefeindet, blockiert und hinterfragt wurde, manchmal bis hin zur „Meuterei“ der engsten Angehörigen und Mitarbeiter. Auch heute gibt es Visionäre. Menschen zum Beispiel, die – über
Europa hinaus – ein globales Miteinander anstreben und offene Gesellschaftsformen erproben. Auch heute braucht, wer zu Neuem aufbricht, große innere Sicherheit und Mut. Und wenn wir mal schwach werden? Dann hilft es, auf andere „Kairos-Orientierte“ zu schauen. Wie ein Magellan, der dran blieb ließ, als sich die Lösung so unendlich lang verzögerte.

Was genau können wir also von Magellan lernen? Mutig dem eigenen Herzen, dem eigenen Kairos folgen und dabei bleiben. Vielleicht so: „Ich schaue mit einem Fernrohr immer wieder auf meine Vision. Ich schaue auf den nächsten Leuchtturm, den ich anfahre. Ich habe immer meine Seekarte dabei, um meine Wegstrategie im Blick zu behalten. Ich halte mein Steuerrad fest in der Hand und treffe Entscheidungen, wenn sie erforderlich werden. Und zur Sicherheit und zur Kontrolle habe ich natürlich immer meinen Kompass dabei.“ So hat es Magellan wahrscheinlich auch gemacht.

Ihnen allen eine windstille Woche mit mutigem Blick auf Ihren „paso“
Gabriela Linne

31. August 2011
Kairos-Leittext

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