Warum lieb gewonnene Gegenstände für Blockaden stehen können.

Gabriela Linne

Gabriela Linne

Warum lieb gewonnene Gegenstände für Blockaden stehen können. Sie haben den Satz gelesen, bewusst gelesen? Nun schauen Sie sich doch bitte mal um, genau dort wo Sie gerade sind. Was sehen Sie? Lieb gewonnene Gegenstände, hoffe ich. Und nun schauen Sie noch einmal hin. Bewusst. Noch bewusster. Was sagen Ihnen Ihre Dinge, die sich in Ihrer Umgebung angesammelt haben?
- Geben sie Ihnen Kraft?
- Vermitteln sie eine gute Energie?
- Brauchen Sie das alles wirklich?
- Machen sie Ihnen Freude bei jedem Hinschauen?
- Stehen sie für Ihr Engagement, für Ihre Liebe am Tun, für Ihren Mut, Sie selbst zu sein?
- Beruhigen sie Sie, wenn Sie arbeiten.
- Passen sie noch zu Ihrer jetzigen Lebensphase, zu Ihrer aktuellen Dynamik? …
Oder … kommen bei dem einen oder anderen „Teil“ komische Gefühle hoch?
Und wenn das so ist: Warum behalten sie es dann? Woran erinnert Sie dieses „Teil“ und was will da noch gesehen und geheilt werden? Immer dann, wenn ich mich „eigentlich“ längst von dem was „überholt“ ist verabschieden sollte und es dennoch bei mir belasse, weiß ich: Hier blockiert etwas. Viele Menschen sagen mir dazu: „Ich habe die Sachen aber auch irgendwie lieb gewonnen.“ Ja, genau, so ist es wohl – wir Menschen können uns auch an Behinderungen so sehr gewöhnen, dass wir sie lieb gewinnen. So sehr, dass der Verlust der Blockade doch tatsächlich Schmerzen verursachen, traurig machen kann. (Was wäre „Dinner for one“ ohne die Stolperer?)

Die Winterzeit ist für mich immer die beste Zeit zum Hinschauen, zum In-mich-gehen und fragen: Was soll bleiben und was darf gehen? Bestimmt denken einige von Ihnen: Gerade jetzt, so kurz Weihnachten habe ich überhaupt keine Zeit für so was!! Einverstanden. Vielleicht nehmen Sie sich das Hinschauen dann für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr vor. Oder entscheiden zumindest (vor sich selbst ernst gemeint), was bis zum Frühjahr gehen darf. Damit dann, wenn alles wieder zu wachsen beginnt, genug Platz da ist …

Eine mutige Hinschau-Woche und Zeit für sich zum Durchatmen wünscht Ihre Gabriela Linne
Kairos-Leittext 18. Dezember 2014

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