Beim Autofahren klappt es doch auch …

Christina Broda

Christina Broda

Beim Autofahren klappt es doch auch … Beim Fahren ertappe ich mich nämlich ganz oft dabei, dass meine innere Stimme zu mir sagt: „Zieh mal lieber links rüber.“, und gerade in dem Moment, wo ich das getan habe, wechselt der Fahrer vor mir einfach die Spur ohne Blinker oder Blick in den Rückspiegel. Glück gehabt, alles gut gegangen!  Oder ich denke: „Brems mal lieber etwas ab.“ und 20 m weiter steht ein Blitzer. Glück gehabt, alles gut gegangen! Es gab auch die Situation, in der ich das Gefühl hatte „Nimm heute mal lieber die linke Strecke statt wie sonst die rechte.“ – auf der gab es dann nämlich einen Auffahrunfall. Glück gehabt, alles gut gegangen!

Ich bin überzeugt, Sie kennen solche Situationen von sich auch. Als mir bewusst wurde, wie gut mich diese innere Stimme beim Autofahren leitet, habe ich mal genauer darauf geachtet, ob ich diese Stimme auch in anderen Situationen so gut hören kann. Kann ich – NOCH – nicht. Aber ich arbeite daran. Denn diese innere Stimme, dieses innere Navi, leitet mich beim Autofahren sehr gut. Ich bin da offensichtlich gut an das große Ganze angebunden. (Im Auto bin ich ja auch nicht so multi-tasking wie in anderen Situationen außerhalb des Autos. Vielleicht fällt es mir daher im Auto leichter. Da muss ich ja schließlich ‚nur‘ fahren).

Folgen Sie Ihrem Navi, dann sind Sie auf Ihrem Weg – und finden dort nur, was Ihnen gut tut, Sie Ihrem Ziel näher bringt. Selbst nach Umwegen führt es Sie wieder auf die ursprüngliche Richtung zu Ihrem Ziel zurück. Die Impulse, die wir andauernd bekommen in Form von innerer Stimme, Gedanken, geistigen Bildern, Verzögerungen u.ä. sind die Auskünfte unseres inneren Navis, wie wir am effektivsten (kräfteschonendsten) und kraftvollsten durch unsere ‚Lebens-Straße‘ kommen. In der Hektik des Alltags oder zugedröhnt von 1000 Dingen, die auf uns einströmen, bekommen wir das oft nicht mit oder tun es lapidar ab à la ‚Indianerherz kennt keinen Schmerz‘.

Trotzdem sind wir gut beraten, uns zu trainieren, auf diese Impulse zu hören. Wenn Sie öfter das Gefühl haben „das tut mir nicht gut“, sollten Sie sich umso mehr um Ihre innere Stimme kümmern – und auf sie hören! Denn in unserem tiefsten Innern, da wo unser wirklicher, echter Kern, unsere Wahrhaftigkeit schlummert, wissen wir ganz genau, was uns gut tut und was wir dafür tun können, dass es uns auch weiterhin gut geht. Wenn wir darauf vertrauen, müssen wir vielleicht einige Dinge in unserem Leben ändern, abstellen, neu tun. Aber wir werden sicherlich keinen Burnout bekommen oder uns müde und matt durchs Leben schleppen.

Wer auf sein Navi hört, hat entschieden mehr Lebensqualität, denn er lebt das zu ihm gehörige Leben.  Da es bei mir beim Autofahren schon recht gut klappt, werde ich nun auch an anderen Stellen meines Lebens die inneren Ohren aufsperren, ob ich etwas höre von meinem Navi. Ich bin sicher, eines Tages klappt es überall. Darauf freue ich mich!

Ich wünsche Ihnen allzeit eine gut geleitete, vergnügliche Fahrt durch Ihr Leben
und grüße Sie herzlich, Christina Broda

Kairos-Leittext 10. Dezember 2014

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