Archiv für den Monat: Juni 2016

Über das Glücklichsein und was Sie dafür aufgeben sollten.

KAIROS GedankeÜber das Glücklichsein:
Alle wollen glücklich sein. Am besten so, dass alles bleibt, wie es ist, und das Glück einfach noch dazu kommt. Doch: Geht das überhaupt? Denn wenn ja, warum gelingt es dann nicht viel, viel häufiger viel mehr Menschen. Meine Antwort dazu: Weil es Dinge, Verhalten, Automatismen gibt, die unser Glücklichsein offensichtlich verhindern. Welche das sein können, fand ich bei Purpose Fairy, Ideas and suggestions about life (2012). www.purposefairy.com. Sie lauten so:

Geben Sie auf, für andere „richtig“ sein zu wollen. Anfangs fällt es vielleicht schwer, wenn andere signalisieren: „Du bist verkehrt.“ Denken Sie doch mal: Ich bin gut so, wie ich bin.

Geben Sie auf, alles kontrollieren zu wollen. So erlauben Sie auch anderen, zu sein, wie sie eben sind. Und wissen Sie was: Die anderen sind auch richtig – auf ihre Art.

Geben Sie auf, zu tadeln, zu beschuldigen, zu rügen. Sich selbst und andere. So behalten Sie Ihre Kraft und übernehmen Verantwortung für Ihr Leben.

Geben Sie auf, selbst verletzende Selbstgespräche zu führen. Oder glauben Sie immer noch, was Ihre Tonbänder im Kopf Ihnen schon seit Jahren erzählen? Schalten Sie sie ab.
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Lachen Sie viel? Prima!

KAIROS-GedankeLachen Sie viel? Prima!
20. Januar 2011. Aus einem Artikel der Süddeutschen: Zitat: „Ja. Der Erfolg eines Unternehmens hängt tatsächlich maßgeblich davon ab, wie viel dort gelacht wird.“ „Ach was!“ dachte ich gleich. Was ein Glück bin ich einer lachfreudigen Familie groß geworden und selbst eine groß Lach-Freundin. Dazu angeregt, auch beim Arbeiten immer schön zu lachen, wurde ich schon im Alter von ungefähr vier Jahren durch meinen sehr humorvollen Vater. In seiner Werkstatt, die mich wegen des tollen Holzgeruchs so anzog, durfte ich nur „mithelfen“, wenn ich mit einem Riesen-Handbohrer in der kleinen Hand lachend sprach oder sang: „Ich möcht‘ jetzt gern zwei Löchern bohr’n“ Lachend, wohlgemerkt. Nur das zählte. Klar weiß ich heute, dass mein Vater dabei den größten Spaß hatte. Für mich war seither klar: „Arbeiten soll mich fröhlich machen!“

Und plötzlich steht, was ich seit meiner Kindheit beherzige, in diesem neuen Zusammenhang in der Zeitung. Schauen wir doch noch ein bisschen genauer hin: Klemens Kalverkamp, Geschäftsführer des Familienunternehmens Grimme, Weltmarktführer für Geräte zum Anbau von Kartoffeln, sagte den oben zitierten Satz zu Elisabeth Dostert, die das Interview führte.
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Wenn Lügenbohrer festsitzen:

KAIROS-Gedanke 1Jun16Wenn “Lügenbohrer” festsitzen:
Unser Leben ist garniert mit Lügen. Wem und wozu auch immer sie dienen sollen. Schon Kinder bedienen sich ihrer, wenn sie etwas „vermeiden“ möchten. Psychologen nennen es Anpassungsstrategie, die den Menschen effektiver mit seiner Umwelt interagieren lasse. Was auch immer mit effektiver gemeint ist. Von innen nach außen betrachtet, folgen Lügen demnach einem Sinn. Nennen wir es einfach mal „Sinn nach Verschönerung des Lebens“. Doch welchen Sinn mögen dann wohl Lügen haben, die gegen sich selbst gerichtet sind?

Zwei Zitate von Dostojewski sollen uns bei der Betrachtung weiterhelfen: Erstens: „Die Selbstlüge beherrscht der Mensch noch sicherer als die Lüge.“ Und zweitens: Die Hauptsache ist, belügen Sie sich nicht selbst. Wer sich selbst belügt und auf seine eigene Lüge hört, kommt schließlich dahin, dass er keine einzige Wahrheit mehr, weder in sich noch um sich, unterscheidet. Das aber führt zur Nichtachtung sowohl seiner selbst als der anderen. Wer aber niemand achtet, der hört auch auf, sich selbst zu lieben; um sich aber ohne Liebe zu beschäftigen und zu zerstreuen, ergibt er sich den Leidenschaften.“
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