Archiv für den Monat: März 2015

Ein Kairos-Chef

Jürgen Hopp

Jürgen Hopp

Ein Kairos-Chef – Der gefiel mir: In den vergangenen Wochen hatte ich im Rahmen einer Finanz-Beratung bei einem Geschäftsführer eines Mittelständlers einen mächtigen Aha-Effekt. In seinem Ingenieurbüro kam das Gespräch plötzlich weg vom eigentlichen Thema (betriebliche Altersvorsorge) hin zu einem gänzlich anderen Thema, das mein Gesprächspartner “Seelische Ausbildung” nannte – was sich wohl dahinter verbarg?

Wir sind durch eine von ihm erstellte Collage darauf gekommen, die er sichtbar an der Wand seines Büros platziert hat. Auf dieser Collage fanden sich Begriffe wie Wohlbefinden, Glück, Liebe, Respekt, Miteinander oder Sinn wieder – ich war positiv überrascht und hell erfreut. Der gute Mann erklärte mir, was sich hinter dieser Collage verbirgt, wie er diese Dinge sieht, dass er diese Werte für sich selbst lebt und anderen Menschen gerne vorlebt – na, das hörte ich gerne, hier war ich richtig!

Er hat ein Interesse daran, dass in seiner Abteilung Facetten wie Wohlbefinden, Glück, Liebe, Sinn und Respekt Einzug halten, die alles andere als im metrischen System messbar sind. Und er erzählte davon, was er sich zunächst davon erhoffte, wie es sukzessive wuchs und bis heute anhält. Seine Wunsch-Attribute sind inzwischen Teil der Unternehmenskultur geworden und – es hat spürbare Auswirkungen auf seine Belegschaft:

Krankenstand niedrig,
Motivation hoch,
Vertrauen hoch,
Verlässlichkeit hoch,
Spaßfaktor hoch,
Identifikation hoch!

Dieser Mittelständler ist sich übrigens sicher, dass diese Werte bzw. der Umgang damit über kurz oder lang zum Schul-Unterricht gehören werden, egal in welchem Fach. Möglicherweise wird es sogar eine gänzlich neue “Lern-Disziplin” in unseren Lehrstätten geben. Ich bin sehr dankbar, dass ich kurzfristig zu diesem Meeting eingeladen wurde (ich Glückskind). Denn die Begegnung und das kurzweilige, angeregte Gespräch mit ihm haben mir gezeigt: Ich bin mit meiner eigenen Botschaft (Liebe leben) in einer immer größer werdenden Gemeinschaft unterwegs. Und selbst in Firmen, die es auf den ersten Blick von außen kaum vermuten lassen, halten Verhaltensweisen und Einstellungen Einzug, die Menschlichkeit und das Miteinander fördern  und somit (Unternehmer aufgepasst) das Betriebsergebnis positiver -sprich: BESSER- werden lassen!

Das Ursache-Wirkung-Prinzip kann ich hier also wie folgt zusammenfassen:
„Liebe, Respekt, Miteinander, SINNVOLLES Handeln in allen Lebenslagen vorleben.  Motivierte Mitarbeiter und bessere Betriebsergebnisse als Resultat ernten!“

Also ganz ehrlich:
Der Chef gefiel mir, der hat es drauf – davon darf es gerne ein paar mehr geben in unserer ergebnisorientierten Geschäftswelt – für mich ein echtes (Kairos-gemäßes) Vorbild! – Hallelujah!!!

Ihr Jürgen HoppKairos-Leittext 11. März 2015