Archiv für den Monat: Januar 2015

Sie verstehen? Natürlich, ich verstehe!

Dr. Karl Hofmann

Dr. Karl Hofmann

“Sie verstehen?” “Natürlich, ich verstehe!” Es sind oft kleine Wörtchen, die den tiefsten Grund einer Zeit und Mentalität erhellen. Ein solches Wörtchen ist heute wohl das „verstehe“. Es erscheint wichtig, sich selbst, andere, die Welt, die Geschichte, die Zukunft zu „verstehen“ – im ursprünglichen Sinne des Wortes: weg-stehen – etwas oder jemanden mit Abstand, distanziert, sachlich betrachten. Eine ganze Industrie des Verstehens hat sich entwickelt. Seine Produkte werden von Paaren und Eltern, von kleinen und großen Firmen, von Wirtschaft und Politik gebraucht.

Machen wir die Gegenprobe! Wie denken wir über Zeiten, in denen wenig verstanden wurde? Schaurige, finstere Zeiten waren das, denen jeder Abstand zu sich selbst fehlte.  Man kreuzigte, schlachtete, verbrannte alle, die anders waren. Ernsthaft fragten sich die Denker, ob solche anderen Wesen wie Ungläubige, Frauen, Indianer, Schwarze zur Gattung der Menschen als vernunftbegabte Wesen zu rechnen seien. Bis ins 20. Jahrhundert hinein hielt sich das Verständnis für Fremdes in engen Grenzen.

Sind wir weiter? Natürlich, so scheint es. Denn wir lernen alles zu verstehen. Wir lernen Distanz. Und diese befähigt uns, in Kommunikation mit fast allem zu treten. Sie hilft, Partner, Heimaten, Firmen, Parteien, Berufsfelder ohne große innere Mühe zu wechseln. Diesen Abstand schafft auch die Art der Medien, die wir benutzen. Zwischen Schüssen, Revolutionen, ekelerregenden oder grausamen Szenen und uns liegt immer eine Trennwand: ein Bildschirm, ein Telefon, ein Radio.

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Beruhigt durch die Kairologie.

Christina Broda

Christina Broda

Beruhigt durch die Kairologie: Nach einer ausgedehnten Pause über den Jahreswechsel, melde ich mich heute mal wieder bei Ihnen und möchte dafür gern ein Gespräch aufgreifen, das ich mit meiner Freundin geführt habe. Sie war ziemlich genervt und wütend und hätte ihren Mann am liebsten auf den Mond geschossen. Ehrlicherweise gab sie zu, dass es ihrem Mann mit ihr fast genauso ging. „Ich halte das nicht mehr aus!“, meinte sie und wollte am liebsten alles hinschmeißen, vor allem ihre Ehe. Sie würde ihren Mann ja lieben, aber augenblicklich hätte sie alles so satt, dieses ewige Gezanke und Gerangel.
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Jedes Jahr wieder die Chance – so ein Glück.

Gabriela LinneJedes Jahr wieder die Chance – so ein Glück. Heute darf ich Ihnen einen wunderschönen Text schenken, den ich von Christa Leber, possibilities, Institut der Lebensfreude Pur, bekommen habe. Viel Freude beim Lesen:

Ich wünsche Dir
die Ruhe in Deinem Herzen zu spüren,
die Augen für einen kurzen Moment zu schließen,
den Klang der inneren Stille zu hören,
den Takt Deines Herzens,
Dich selbst zu finden in dem Trubel der Geschehnisse und der unzähligen Angebote,
wohin Du auch hörst und schaust.

Ich wünsche Dir anzukommen,
den Frieden zu genießen,
Deine innere Kraft zu fühlen,
Deine Liebe, Deine Lebensfreude,
Dein Feuer, das im Inneren brennt:
ruhig oder lodernd, gelb, rot, orange oder violett oder ganz anders…. …
und Dich immer wieder von Neuem ermutigt
Dein Leben mit Freude farbenfroh zu gestalten,
in Bewegung, mit Leichtigkeit, in Deinem Rhythmus,
in Kontakt mit anderen.

Ich wünsche Dir
die innere Weite und Tiefe,
die Wärme und Ruhe,
die Geborgenheit und den Schutz mit anderen teilen zu können,
Deine Liebe und Deine Einzigartigkeit zu zeigen und gesehen zu werden,
so wie Dein Licht strahlt.

Eine schöne Woche für Sie und herzliche Grüße, Gabriela Linne
Kairos-Leittext 7. Januar 2014