Archiv für das Jahr: 2015

Die Zeit der Rauhnächte – hätten Sie’s gewusst?

Frohe Weihnacht 300x419Die Zeit der Rauhnächte! Das Weihnachtsfest zu feiern ist mir – und Ihnen wahrscheinlich auch – schon aus Kindheitstagen sehr vertraut. Vor zwei Jahren begegneten mir zum ersten Mal die Rauhnächte, und ich gestehe: Seither habe ich sie zur Weihnachtszeit bis Anfang Januar ein wenig beobachtet. Ja, nur ein wenig. Denn ich habe mir nie die Mühe gemacht, die Ereignisse der Nächte und ihre Bedeutung für das kommende Jahr zu notieren. Ob ich es dieses Mal tun werde? Mal sehen. Doch vielleicht wollen Sie ja genauer hinschauen? Drum habe ich nun wenig recherchiert und Ihnen hier ein paar Hinweise zusammengestellt.
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Weihnachten 2015

Christina Broda

Christina Broda

Weihnachten 2015: Kann man in diesen Tagen eigentlich noch fröhlich Weihnachten feiern? Schaut man die Nachrichten oder liest die Zeitung, kann man leicht den Eindruck gewinnen, die ganze Welt bestände nur aus Terror, Flüchtlingen, Unfrieden, Betrug und Elend. In vielen Gesprächen taucht die Frage auf, ob man unter diesen Umständen denn überhaupt noch fröhliche Weihnachten feiern ‚darf‘. Ich habe mir diese Frage auch gestellt. Es stand zwar nicht zur Option, Weihnachten ganz ausfallen zu lassen, dafür mag ich dieses Fest viel zu sehr. Meine Überlegung ging eher dahin, wie groß ich Weihnachten feiern möchte. Wie viel Dekoration soll es sein, soll es einen Tannenbaum geben oder nicht, mache ich große oder kleine Geschenke und wie viele, u.s.w. Wichtig war mir bei meiner Überlegung auch, wie bewusst ich Weihnachten begehe.

Meine Entscheidung ging ganz eindeutig pro Weihnachten. Ich finde, man darf Weihnachten feiern, mit Freude und mit Kitsch und Weihnachtsliedern und allem Drum und Dran, wenn es einem Freude macht. Weihnachten als Fest der Familie – und Familie definiere ich in diesem Sinne als Gruppe von Menschen, die sich mögen, es können also auch Freunde sein  – ist doch auch ein Fest zum Auftanken, ein Fest für Muße, ein Fest zum Innehalten und für Freude. (Ja, ich weiß, Loriot hat da einen ganz anderen Eindruck in seinem Sketch vermittelt, aber ich gehe hier mal vom Idealfall aus).

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Achtung, Energieräuber!

EntscheidungenAchtung, Energieräuber! Sie sind immer um uns herum. Sie tarnen sich vortrefflich. Sie bieten uns Unterstützung an und wollen doch nur sich selbst helfen. Du meine Güte, was tun wir nur, um uns vor ihren Zugriffen zu bewahren? Wir müssen sie identifizieren und entscheiden, ob wir sie loswerden wollen. Genau das haben wir – KAIROS-Unternehmerinnen und Unternehmer – gestern getan und sie in Form einer kleinen Liste mit Lösungshinweisen zusammengestellt. Lesen Sie selbst.

Energieräuber 1: Alles, was mich von mir selbst ablenkt.
Klingt komisch? Denken Sie mal darüber nach, womit Sie sich tagsüber beschäftigen und ob Sie das wirklich alles brauchen: Informationen aus allen möglichen Medien; Gespräche mit Menschen über die „schreckliche“ Welt; Aufgaben, die sie eigentlich gar nicht haben wollen …
Lösung: immer wieder in die Stille gehen und zu mir zurückkehren.

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“Ich kann nicht!”

Sapere aude!Ich kann nicht? Was heißt das eigentlich? Heißt das: Ich will nicht? Oder: Ich fühle mich außerstande? Oder: Ich kann jetzt nicht? Oder: Ich kann generell nicht? Oder: Ich weigere mich? Oder: Mir fehlt die Kraft dazu? Mein heutiger Kairos-Brief an Sie ist ein Plädoyer für Genauigkeit. Warum? Weil es uns mit dem ehrlichen Blick auf unsere standardisierten Antworten den Weg öffnet, unsere eigene innere Energie besser kennenzulernen.

Ein Beispiel: In meinem „früheren Leben“ als Leiterin einer Werbeagentur hörte ich diesen Satz von einer Mitarbeiterin (35), die von einem Kunden wegen eines „wichtigen Projektes“ zu einem späten Gesprächstermin gebeten wurde. Spät hieß: um 19.00 Uhr an einem von ihm bestimmten Tag. Der Kunde war sehr erbost über die vermeintlich lapidare Antwort. Auch mir fiel es schwer, den Argumenten der Mitarbeiterin zu folgen. „Ich muss um 18.00 Uhr zu Hause sein. Mein Sohn braucht mich. Er möchte zu seiner Geigenstunde gefahren werden. Das ist sehr wichtig für mich.“ Da sie immer sehr gut gearbeitet hatte und die Kunden sie sehr schätzten, ließ ich es so stehen und übernahm den Termin. Ich selbst war 45 und die Projekte meiner Kunden lagen mir natürlich am Herzen. Wirklich verstehen konnte ich ihre Antwort damals nicht.
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November-Blues und die Sache mit dem Bleistift.

Christina Broda

Christina Broda

November-Blues und die Sache mit dem Bleistift. Ich mag Blues. Vor allem spät am Abend, wenn die Welt zur Ruhe gekommen ist und der Tag dann schön ausklingen kann. Ich mag die Melancholie, die oft im Blues mitklingt und die zu später Stunde oft auch mich zu einem ‚lonesome cowboy‘ macht. Was ich nicht mag, ist der jetzt wieder allenthalben grassierende November-Blues. Diese Mischung aus Miesepeterigkeit, schlechter Laune, „alles-ist-Mist-Stimmung“ und leichten Anflügen von depressiver Haltung. Wenn einem die Leute schon mit Mundwinkeln bis auf den Bauchnabel entgegen kommen und sich noch krampfhaft in eine graue Stimmung hineinreden.

Klar, ich mag auch den hellen, fröhlichen Sommertag lieber als graues, trübes Nebelwetter. Aber der November gehört zur biologischen Erneuerung der Welt einfach dazu wie der Mai zum neuen Erwachen im Frühling. Das ist wie beim Reinemachen: ohne vorher den Mief herauszulassen, kann keine frische Luft in die Räume einziehen.

Wie so oft, haben wir doch immer die Wahl, wie wir uns verhalten wollen. Wollen wir dem November-Blues verfallen oder wollen wir uns einen schöneren Tag machen? DAS liegt nun wirklich an keinem anderen als ausschließlich an uns selbst. Wer wirklich in seinem Kairos lebt, dem ist der Monat sowieso unwichtig. Da ist das Wetter oder der Monat völlig egal, denn es kommt nur auf das beglückende Tun und die erfüllte Zeit an. Für alle anderen gibt es den Bleistifttrick.

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Was ist, leistet Widerstand.

Dr. Karl Hofmann

Dr. Karl Hofmann

Was ist, leistet Widerstand. Warum fällt es uns so schwer, Neues zu verkraften? Fehlt es uns am richtigen Zugang? Liegt es daran, dass wir nicht genügend offen sind oder es nicht genügend stark wollen? Aus kairologischer Sicht gibt es den schlicht offenen Zuhörer nicht. Keiner ist neutral. Wir sind füreinander nicht einfach Material, das zu bearbeiten ist, und nur entsprechende Impulse braucht, um zu Neuem durchzustarten. Das eigene Denken und Wollen ist mit einer bestimmten Energie angereichert. Sie neigt dazu, dem Verändernden zu widerstehen – und zwar in dem Maße, in dem das Alte noch für uns bedeutsam ist. Denn darin verbirgt sich eine verborgene Energie des In-Beziehung-seins. Was wir als stur, uneinsichtig, starr, ideologisch beurteilen, ist oft nur Ausdruck einer starken inneren Bindekraft, die manchmal mit der Lebensphase, manchmal mit der Generationsschichtung, manchmal gar mit jahrhundertealten Mustern zusammenhängt.

Und selbst dort, wo der Widerstand überwunden ist, wird nur das verinnerlicht, was den eigenen Denk- und Handlungsmustern entspricht. Wir greifen das auf, was uns verspricht, dadurch zu einer echten Persönlichkeit ausreifen zu können. Was wir für gut halten, arbeiten wir in diesem Sinne um, bis es für die eigene Kraft repräsentativ ist.
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KAIROS-Speed-Dating für Unternehmer

KAIROS-GedankeKAIROS-Speed-Dating für Unternehmer. Eigentlich ist Kairos immer, dauerhaft sozusagen. Doch wir alle wissen, dass er immer anders ist. Mal laut, mal leise, mal weiblich, mal männlich, mal schnell, mal langsam, mal im Geist, mal im wahren Leben, …

Für einen wiederkehrenden KAIROS im wahren Leben haben wir jetzt für Sie das KAIROS-Speed-Dating für Unternehmer erfunden. Und da dürfen Sie schnell sein. Schnell bei der Mitmachentscheidung und dann an dem KAIROS-Abend bei Ihrer Vorstellung den anderen Teilnehmern gegenüber. Na ja, ziemlich schnell; denn fünf Minuten Sprechen über sich selbst kann auch sehr lang sein. Es sei denn, Sie wissen genau, was Sie Ihrem Gegenüber mitteilen möchten. Und davon gehen wir aus.

Dieser Gruppenbrief ist dieses Mal eine Einladung zum ersten KAIROS-Speed-Dating für Unternehmer. Am Dienstag, den 20. Oktober 2015, in Mainz. Die KAIROS-Speed-Datings werden jetzt übrigens regelmäßig stattfinden. Außer in Mainz auch in anderen Städten des Rhein-Main-Gebiets. Lassen Sie sich überraschen.

Ich freue mich auf Sie und auf die Gelegenheit, Sie kennen zu lernen.
Herzliche Grüße und eine schöne Woche, Ihre Gabriela Linne

Kairos-Brief 7. Oktober 2015

Wie kann man denn nur?

Christina Broda

Christina Broda

Wie kann man denn nur? Manchmal ertappe ich mich schon noch dabei, dass ich so denke. Und dazu noch, das sei mein gutes Recht. Schließlich bin ich gut erzogen und weiß daher ganz genau, was sich gehört, wie man was zu machen hat. Mit fortschreitender Arbeit an mir selbst weiß ich, dass es anmaßend ist und mir selbst nicht gut tut, andere zu verurteilen und mich damit (spirituell) arrogant über sie zu erheben. Allerdings war das ein langer Lernprozess, der einiges Üben im bewertungsfreien Betrachten erforderte. Und wie oben erwähnt, selbst heute klappt es noch nicht immer.

Wie schnell wissen wir in Bezug auf andere, was sie ‚richtig‘ und was sie ‚falsch‘ machen, was sie ‚wie‘ hätten ‚besser‘ machen können, was wir ‚nie‘ so gemacht hätten, wie sie. Doch während wir so leichtfertig urteilen, wissen wir meistens nicht, aus welchen Beweggründen heraus die anderen Personen so handeln. Wir setzen voraus, alle dächten so wie wir, alle tickten so wie wir – weit gefehlt!
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Sei wer Du bist und sei erfolgreich.

KAIROS GedankeSei wer Du bist und sei erfolgreich. Mit erfolgreich meine ich in diesem Zusammenhang übrigens das „reiche Gefühl an angenehmen Geschehnissen“, die aus dem „Ich bin“ wie von allein entstehen. Doch beginnen wir noch einmal von vorn mit der Frage: „Wer sind Sie?“ Bzw. wenn Sie sich selbst die Frage stellen wollen: „Wer bin ich?“ Was antworten Sie dann? Zum Beispiel:

„Ich bin Vorname Nachname, verheiratet oder auch nicht, habe 1,2,3 Kinder oder auch nicht, wohne in X-Stadt in der Y-Straße, und mit meinem eigenen Unternehmen Name GmbH oder ähnlich seit 1,2,3 Jahren selbständig.“ Aha, antworte ich darauf: Sie sind also als zunächst einmal Ihr Name?“ Das würde ja bedeuten, dass Sie auf jeden Fall ganz genau wissen, wofür denn der Name überhaupt steht. Und dass Ihre Eltern bei der Auswahl des Namens schon entschieden haben, wer Sie jetzt und in Zukunft sind, wieviel Kraft Sie auf Ihrem Weg haben werden? Nomen ist Omen? Name ist Energie? Die Energie, die in einem Namen steckt, bestimmt alles Übrige? Und obendrein sind Sie dann auch noch Ihre ganze Familie durch den Nachnamen. Ist das wirklich so? Ich weiß, ich bin mal wieder radikal (im Sinne von tiefschürfend) und colombinisch (im Sinne des Pfennigfuchser-Ermittlers Inspektor Colombo) unterwegs.
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Wer nimmt Ihnen den ersten Schritt ab?

Jürgen HoppWer nimmt Ihnen den ersten Schritt ab? Inwiefern kennen Sie das auch, dass Sie sich mit Dingen beschäftigen, von denen Sie sagen: „DAS wollte ich doch schon immer mal machen!“ oder „Das kann ich bestimmt besser als Der oder Die!“ oder „Ja, wenn ich diese und jene Voraussetzungen erfüllen würde, dann hätte ich sicherlich schon dies und das gemacht!“? Und aus gegebenem Anlass stelle ich fest, dass die Regel „Hätte, könnte, würde – ist die größte Hürde!“ in den meisten Fällen zutrifft!

Sie können eines tun vor dem TUN: Sie können schauen, hinterfragen, überlegen, überdenken, ob das alles in seiner Konsequenz gut für Sie ist. Doch können Sie es hinterfühlen oder überfühlen? Wenn Sie schon mit der Maßgabe reingehen, Sie finden womöglich einen Grund eine Sache zu lassen, dann dürfen Sie dreimal raten, was da wohl im Ergebnis rauskommt! Das bedeutet, dass Sie es zu null Prozent erfahren, erleben, er-Fühlen dürfen wie es Ihnen ergeht/ergangen wäre, wenn… Wenn Sie ein solches Vorgehen wie oben tätigen, dann seien Sie fair und mutig in Ihren Vorausschauen – frei nach dem Motto „Was, wenn alles gut geht!“ – zumindest dürfen Sie diese Variante auch in Betracht ziehen.
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