Archiv für den Monat: Februar 2014

Ja was denn nun? Ein Sehtest für das eigene Unternehmen.

Christina Broda

Christina Broda

Ein Sehtest für das eigene Unternehmen: Seit mehreren Lenk-Abenden beschäftigen wir uns bei Unternehmen KAIROS mit unserem Unternehmenstraum. Gabriela Linne hat dazu vor einigen Wochen schon etwas geschrieben. Am ersten Abend saßen wir voller Erwartung da, aber auch noch recht ‚selbstgefällig‘: Schließlich wissen wir ja, was wir machen, was wir unseren Kunden anbieten, wofür wir das machen.

Aber dann ging es über das „Ich bin Mediatorin und ich löse Konflikte so, dass meine Kunden wieder miteinander Umgang haben können“ weit hinaus. Die Frage nach der eigenen Fülle, also all dem, was wir als überwiegend Einzelunternehmer mitbringen, war noch relativ leicht zu beantworten. Sind wir als kontinuierliche Kairos-Dauer-Workshop-Teilnehmer doch gut darin geschult auf das Positive in uns und in der Welt zu achten. Daraus abgeleitet die Frage „Was kommt denn als Erstes durch die Tür, wenn ich einem Kunden begegne?“ war schon schwieriger zu beantworten. Was kommt denn da eigentlich durch die Tür? Was kann mein Kunde beim ersten Eindruck von mir und meiner Kompetenz, meinem Wesen, meiner Art ablesen?
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Der Künstler und Unternehmer Albrecht Dürer

Thorsten AbraXas Ophaus

Thorsten AbraXas Ophaus

Über den Künstler und Unternehmer Albrecht Dürer: Zu Weihnachten verschenkten wir einen Besuch im Städel zur Sonderausstellung „Albrecht Dürer“. Ein großartiger Künstler! Da kommt das Geschenk sicherlich gut an und wir tun etwas für unsere Bildung. Doch was ich dann in der Ausstellung über Albrecht Dürer erfuhr, lies mich als Unternehmer aufhorchen und die These formulieren: „Wäre Dürer heute statt vor 500 Jahren aktiv, wäre er der Manager eines Weltunternehmens!“ Albrecht Dürer machte von sich reden, weil er eine unerreichte Lebendigkeit und Realität in seinen Werken erzielte. Schon früh muss er realisiert haben, dass Vorbereitung und Forschung den Erfolg eines Produktes bringt. Im Städel waren zu vielen seiner Werke die erfolgten Vorarbeiten, in denen er neue Techniken entwickelte, zu sehen. Für seine Portraits und Tierwerke machte Dürer anatomische Studien. So waren in der Ausstellung auch von Ihm erschaffene Goldschmiedearbeiten zu sehen. Diese hatte er in der Goldschmiede seines Vater erstellt, um sie dann später in seinen Gemälden zu verwenden.
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Kairos-Frage: Arbeiten bis 67 – Wirklich?

Jürgen Hopp

Jürgen Hopp

Eine Kairos-Frage lautete kürzlich: Arbeiten bis 67 – Wirklich? Jürgen Hopp schreibt dazu: Eines meiner Lieblingsthemen ist und bleibt die Beschäftigung. Dieses Thema ist auch unter vielen Menschen um mich herum eines. Sehr gerne wird dies im Zusammenhang gesehen mit der Frage „Wie lange soll ich das tun?“ oder womöglich sogar „Wie lange muss ich das tun?“ …und dann gibt es Antworten, die in vielen Fällen „bis zum 62. Lebensjahr!“  oder „bis zum 67. Lebensjahr“  lauten.  Und hier stelle ich fest, dass die „62“ häufiger genannt wird als die „67“!

Vor Jahren habe ich einen Beitrag über einen Spritzenhersteller in den USA gesehen. Es ging insbesondere um die Atmosphäre innerhalb des Betriebes – einer Werkstatt, die für die Nadeln bzw. deren Fabrikation verantwortlich war. Die Stimmung unter den Beschäftigten war ansteckend heiter und ich dachte mir noch dabei: „Ja, so soll ein Betriebsklima sein!“ Es wurde gezeigt, wie dort herzlich miteinander gelacht wird, jeder jeden kennt (wir reden über ca. 20 Leute – Weiblein wie Männlein), die Angestellten reine Freude den ganzen Tag über versprühen und zudem sehr respektvoll mit ihrem Gegenüber umgehen – sie hatten schlichtweg Spaß bei ihrem Sein und Tun (und haben es heute sicher auch noch).
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Kairos und Handy im Einklang

Gabriela Linne

Gabriela Linne

Kairos und Handy im Einklang. Wer geht heute noch ohne Handy aus? Großartig, wie sich überall mit aller Welt Kontakt aufnehmen lässt! Großartig? Auch diese neue Errungenschaft ist offen für Glück und Unglück des Menschen. Auch ein Handy kann dazu dienen, die „Opferbereitschaft“ des Menschen auszunützen. Natürlich spricht heute niemand mehr von Opfern. Doch von vielen Unternehmern wird inzwischen verlangt, auch noch in der Freizeit, beim Warten auf Bahnhöfen, wann und wo auch immer „online“ zur Verfügung zu stehen. Nur so, wird ihnen suggeriert, retten sie ihren „Marktwert“ (wie man im 19. Jahrhundert in manchen katholischen Gegenden seine „Seele“ zu retten hatte). Hier wird das Handy dem Chronos gemäß und dem Zeitgeist gemäß für egoistische Bedürfnisse gewisser Kunden verzweckt. Gibt es tatsächlich nur die Alternative zwischen dem Sich-Verzwecken-Lassen und dem rigorosen Abschalten des Handys außerhalb von „Nine to Five“? Beides scheint in seiner Radikalität unbefriedigend zu sein. Was tun? Wem oder was sollen wir nun dienen?
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