Archiv für den Monat: Oktober 2013

Wegkreuzungen

Wegkreuzungen: Mein Neffe sagt dazu immer, er hat sich etwas “um-überlegt”, wenn er meint, er hätte sich anders entschieden. Und wenn wir unsere Tage Revue passieren lassen, stellen wir fest, wie oft wir uns kurzerhand etwas „um-überlegen“ mussten oder wollten. Wie oft kommen wir im Leben an eine Kreuzung und müssen uns überlegen, wohin wir abbiegen wollen. Der Weg zum Bäcker ist meist ziemlich klar. Beim Weg zum Kino oder Theater schalten wir dann oft schon unser Navi im Auto ein und lassen uns von der freundlichen Stimme leiten. Doch wie sieht es mit inneren Um-Überlegungen aus? Was, wenn wir an einer inneren Wegkreuzung stehen?

John Lennon hat mal gesagt: „Leben ist das, was passiert, während wir andere Pläne schmieden“. Unser Leben ist eine große Anhäufung von Wegkreuzungen, kleinen und großen, unwichtigen und bedeutenden. Gabriela Linne schreibt inzwischen fast täglich von unserem inneren Navi, von der freien Wahl, es anzuschalten oder auch nicht. Diejenigen, die erfahren haben, wie gut es tut, auf das innere Navi zu hören, vertrauen inzwischen darauf und haben es fast immer eingeschaltet. Diejenigen, die das für Humbug halten, lassen es aus und fahren stattdessen vielleicht ein paar Mal in die Irre, bis sie ihr Ziel erreichen. Beides ist legitim, der letztere Weg verbraucht halt mehr Ressourcen, beschert einem andererseits vielleicht auch ein paar mehr Lebenserfahrungen.

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Schrei nach Entlastung

Hören Sie auch manchmal den Schrei nach Entlastung? Haben Sie auch schon gehört vom neuen Unternehmer-Bewusstsein? Der neue Unternehmer schafft sich ständig Klarheit hinsichtlich der eigenen Ziele, Träume und Vorstellungen. „Was sind deine Ziele, Träume und Visionen? Was treibt dich an, was bewegt dich? Wo ist deine Berufung, deine Begeisterung? Was willst du erleben? Was sind die Prioritäten in deinem Leben, wohin richtet sich deine Aufmerksamkeit?“ Ist er damit fertig, stellt sich ihm schon die nächste große Frage: „Inwiefern ist dieses Bild der eigenen Zukunft und der damit verknüpften Leistungen für die Gemeinschaft nützlich?“ Aus beidem muss sich dann das „So soll es werden, so soll es sein.“ ergeben. Denn „diese konkrete Absicht beeinflusst die Wirklichkeit und wird sich in der materiellen Welt manifestieren.“

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Die Kairos-Werkstatt und ihre Premiere

Vorbereitungen16 16Okt13Der Abend des 16. Oktober 2013: die Kairos-Werkstatt hatte Premiere. Gemeinsam mit der Regisseurin und Produktionerin Marina Alt-Nedvidek von Sternschnuppen TV konzipierten und drehten 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen kleinen Werbespot. Was für ein Ereignis: Nach einem spannenden Vortrag ging’s nämlich richtig zur Sache und aufregende drei Stunden später waren alle Szenen im Kasten. Allen, die mit ihrer ganzen Kreativität unermüdlich und ausdauernd mitgewirkt haben, sei hier noch einmal ein herzliches Dankeschön gewidmet. Unsere Regisseurin Marina war während des ganzen Abends eine “wahre Wonne und Sonne”. Wir freuen uns jetzt schon auf “unseren Spot” und die Szenen drumherum.

Bis es soweit ist, gibt’s allerdings noch einiges zu tun: Szenensichtung, Szenenauswahl, Schnitt, Ton- und Sprachauswahl, Musikauswahl, Zusammenschnitt. Die Kairos-Werkstatt hat ihre erste Prüfung brillant bestanden. Und das, obwohl die Beamerlampe ihren Geist aufgab, die Licht-Batterie mitten im Dreh getauscht werden musste und die Hauptdarstellerin an Magenproblemen litt. Das zeigt mal wieder: Auf KAIROS-Unternehmerinnen und Unternehmer ist in jeder Lage zu bauen. Herzlichen Dank an alle.

Eure Gabriela Linne
20. Oktober 2013
Kairos-Leittext

Buridans Esel, der freie Wille und was ist logisch?

Kennen Sie das philosophische Gleichnis von Buridans Esel? Gemalt von Edouard Tapissier. Es zeigt die Unmöglichkeit einer rein logischen Entscheidung zwischen zwei gleichwertigen Lösungen (Dilemma). Beschrieben wird die Situation so: (aus Nikomachische Ethik von Aristoteles) „Ein Esel steht zwischen zwei gleich großen und gleich weit entfernten Heuhaufen. Er verhungert schließlich, weil er sich nicht entscheiden kann, welchen er zuerst fressen soll.“ Jetzt können wir natürlich sagen: „Ja gut, ein Esel …!“ Doch im Werk von Edouard Tapissier sitzt ein Mann auf dem Esel, der völlig unentschieden ist, für welche der beiden Frauen er sich entscheiden soll … Wie sieht es also aus mit unserem freien Willen, vor zwei identisch erscheinende Alternativen gestellt? Genau auf das „identisch erscheinende“ will ich heute hinaus. Wer das Werk von Edouard Tapissier anschaut, wird bei der Unterschiedlichkeit der beiden Frauen sofort spüren: Frau ist eben nicht gleich Frau. Und sofort ist der Betrachter innerlich gefordert.

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KAIROS-Workshop: “Auf der Straße Kunden finden.”

15Okt13 Auf der Straße Kunden findenAm frühen Morgen beim Dienstags-KAIROS-Workshop: “Auf der Straße Kunden finden.” Ulrike Alzen fragt: “Was geht Euch durch den Kopf, wenn Ihr das Thema lest?” Sätze wie: Wie soll das denn gehen? Oder: Glaubst Du etwa, dass ich meine Zielgruppe ‘auf der Straße’ finde? Wer seine zwei primären Ängste, erstens nicht gut genug zu sein und zweitens nicht geliebt zu werden, in Vertrauen zu sich selbst wandeln kann, findet seine Kunden überall – auch auf der Straße. Es sei denn, “HORST” ist mit dabei. Weil HORST immer Sachen sagt wie: “Du hast doch heute Bad-Hair-Day!!” Oder: “Der letzte, den Du angesprochen hast, hat NEIN gesagt.” Oder: “Siehst Du, es regnet gerade … Denkst Du, die Leute bleiben für Dich stehen und lassen sich nassregnen.” HORST kann sehr vehement sein und schafft es doch tatsächlich immer wieder, unsere gerade abgelegten Ängste neu zu schüren.

Ulrike Alzen hat uns ihren “HORST” heute vorgestellt und gezeigt, wie sie ihn mit liebevoller Klarheit zum Schweigen bringt. Am besten gelingt es, wenn wir unsere beiden primären Ängste peu á peu wandeln: in Glauben an uns selbst, über den Glauben an uns selbst in Vertrauen und über das Vertrauen in uns selbst in Selbstliebe. Das Tolle: Durch unsere Selbstliebe wird sogar HORST zahm. Es war ein großes Vergnügen für alle Teilnehmer, die anschließend unbedingt ihren “HORST” ins Gebet nehmen wollten. Nach dem Workshop natürlich.

Danke sehr an Ulrike Alzen für den amüsanten Morgen.
Vielleicht macht sie ihren Vortrag ja noch einmal.

Herzliche Grüße an alle
Gabriela Linne

15. Oktober 2013
Kairos-Leittext

Über Akquise-Angst und den Eigen-Ablehn-Zustand

10Okt13 Erfahrungen mit Akquise-AngstAkquise-Angst und der Eigen-Ablehn-Zustand:
Am Abend des 10. Oktober 2013 haben wir uns (gemeint sind KAIROS-Unternehmerinnen und Unternehmer) im Workshop von Unternehmen KAIROS ausführlich mit der Akquise-Angst beschäftigt. Sie ist eine oft “über uns herein brechende” Angst, die uns vor und zurück treibt, die uns um den Telefonhörer und um Menschen “auf der Straße” herum laufen lässt, als wären es glühende Brennstäbe oder drohende Säbelzahntiger. Warum nur? Was passiert in den Unternehmern, die doch ihr Produkt, ihr Angebot lieben, die doch so gerne Menschen von der Echtheit und Qualität ihres Angebots überzeugen möchten.
Eine wesentliche Antwort darauf lautet: “Wer sich selbst verleugnet, zittert vor jeder Gelegenheit, in der ein oft verdeckt in uns wirksamer Eigen-Ablehn-Zustand bemerkt wird oder eventuell bemerkt werden könnte. Positiv formuliert. Wer in jedem Augenblick sich selbst annehmen, also wirklich bei sich sein kann, wer innerlich darauf vertraut,  “gut genug” zu sein, wer immer sein Bestes gibt und bereit ist, daran zu arbeiten, sich immer weiter zu entfalten, kann frohen Mutes auf andere zugehen und ihnen zeigen, was er oder sie Schönes zu bieten hat.

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Vom Leben und Aufleben

Vom Leben und Aufleben möchte ich heute sprechen. Und hörten Sie mich wirklich sprechen, statt von mir zu lesen, wüssten Sie sofort, dass ich aus dem Norden komme. Ein bisschen nuschelig wie Ohnsorg-Theater, ein bisschen breit wie ‚Großstadtrevier‘ ist meine Aussprache, und natürlich heißt ein bißchen auch nur „ n büschen“. Wenn ich muss, kann ich auch sehr gepflegt hoch- deutsch sprechen, aber im Eifer des Alltags ist es doch meist norddeutsch. Ich bin seinerzeit wegen der beruflichen Versetzung meines Mannes von Hamburg nach Frankfurt gezogen. Das war einerseits als neue Erfahrung sehr reizvoll, aber da ich ja so eine treue Seele für Freunde und Familie bin auch schmerzhaft. Darüber hinaus liiieeebe ich meine schöne Heimatstadt.

Aber ok: nun war Hessen mein neues Lebensumfeld, das ich mit viel Neugier und Freude für mich entdeckte und erschloss. Da es mir leicht fällt, Kontakte zu knüpfen, hatten wir auch in Hessen bald einen netten Bekanntenkreis. Ich lernte mit meinem Heimweh, das sich in eine latente Sehnsucht nach dem Norden wandelte, zu leben. Doch hatte ich immer unterschwellig das Gefühl, irgendetwas in mir ist nicht so ganz rund. Viele, viele Jahre später, als ich wieder im Norden war, bemerkte ich plötzlich, wie viel leichter irgendwie alles war. In Frankfurt hab ich immer so etwas wie eine Last auf meinen Schultern, doch nun hatte ich das Gefühl, meine Seele bekäme wieder Luft und könnte frei sein. Stellen Sie sich eine Lehmkruste um mich herum vor, die mehr und mehr aufbricht, je näher ich dem Norden komme. Und wenn ich im Norden bin, ist alles von mir abgefallen und ich fühle mich frei.

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Das Kairos-Navi: eine Relaisstation zur Kreativität.

Das Kairos-Navi ist eine Relaisstation zur Kreativität. Mit diesem Postulat zum Wochenbeginnt gehen die Fragen einher: Wann hat heute Ihr Tag begonnen und vor allem wie? Schön, wenn Sie sich gefreut haben auf eine Woche, in der Sie Ihre Kreativität voll entfalten wollen. Vielleicht ist der eine oder andere gedanklich gerade in einer Sackgasse, fühlt sich eingeschränkt in seinen Möglichkeiten. Das ist ein guter Moment, sich seiner Kreativität wieder voll bewusst zu werden.

Von Dr. Ebo Rau gibt es den Satz: “Wenn Du bei Deinem Lebensweg in der Sackgasse steckst, denke stets daran, dass beschränkte Mittel zum kreativsten Handeln führen.” Und damit Sie alle den Weg zu Ihrer höchst eigenen Kreativität, Ihrer inneren Kraft, auch finden könnt, schalten Sie am besten gleich morgens Ihr inneres Navi ein. Das ist die Relaisstation, die innere Signale ins Bewusstsein holen kann.

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USP oder Positionierung: Kennen Sie den Unterschied?

USP oder Positionierung: Kennen Sie den Unterschied? Rosser Reeves erfand den USP 1940. Der USP, der das Einzigartige eines Menschen, eines Produktes, eines Services betont, basiert auf einer Genie-Metapher. Immer noch und gerade wieder im Gespräch von einer Jung-Unternehmerin bestätigt, wird der USP als das zentrale Element jeder Marketingstrategie benannt. Obwohl es doch schon in den 60ziger Jahren mit ihm zu Ende ging. In dieser Zeit begann es, dass sich Produkte immer ähnlicher wurden, immer mehr „me too“ sozusagen, und dass wirklich neue, geniale Ideen fehlten. Mein lieber Freund und Mentor Detlev Six hat aufgeschrieben, wie es zu der Nachfolgetechnik für den USP kam: der Positionierung. Diese Geschichte macht den Unterschied sehr schön deutlich. Lesen Sie selbst: Weiterlesen