Archiv für den Monat: Juni 2013

Das Schachspiel: eine Geschichte über Gewinner und Verlierer

Ein junger Mann, der eine bittere Enttäuschung in seinem Leben erlitten hatte, begab sich zu einem entlegenen Kloster und sagte zum Abt: “Ich bin vom Leben enttäuscht und möchte die Erleuchtung erlangen, um von diesen Leiden befreit zu sein. Aber ich habe keine Begabung, etwas lange durchzuhalten. Ich konnte niemals lange Jahre der Meditation und der Studien durchmachen. Ich ließ mich immer wieder in meine gewohnte Welt zurückziehen, obwohl ich genau wusste, wie schmerzlich das ist. Gibt es einen kurzen Weg für Leute wie mich?”

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Navigationssystem: Wenn Sie Magellan ein Navi gezeigt hätten …

Der große portugiesische Seefahrer Magellan startete 1518 die erste Weltumseglung (deren Vollendung drei Jahre später er nicht mehr erlebte). Er war überzeugt, den Durchgang zum Pazifik zu finden. Doch dann kam der Punkt, an dem er nicht mehr wusste, wohin es weiter ging. Was Magellan fehlte: ein Navigationssystem.

Nun stellen Sie sich vor, Sie hätten die Aufgabe, Magellan zu beraten. Würden Sie nun große Bücher wälzen? Sicher nicht. Sie ziehen das Smartphone aus der Tasche und sagen: Herr Magellan, mein GPS sagt mir, dass sie noch 520 Seemeilen haben bis zum Durchgang in den Pazifik. Dann brauchen Sie x km bis zu den Malukken. Die Winde blasen primär … Das Wetter ist …

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Miesepeter-Stimmung? Geh aus mein Herz und suche Freud!

Haben Sie manchmal auch diese Tage, wo alles grau und trüb und dumpf zu sein
scheint? Tage, an denen sich die Sinnfrage besonders laut stellt? Tage, wo nichts
zu flutschen scheint und alles an einem klebt wie eine Klette – am meisten diese
lähmende Miesepeter-Stimmung.

Neulich war wieder so ein Tag. So einer, als der Regen ein bisschen wärmer wurde
und wir dadurch wussten, dass der Winter nun langsam in Sommer übergeht. Ich war
quarkig und kraftlos und hätte mir – wenn ich angekommen wäre – wohl selber in den
Hintern beißen können. (So klar verständlich formuliert man es in meiner Heimatstadt
Hamburg.) Kurz gesagt, ich pflegte meine miese Laune par excellence.

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Gesammeltes: Einmal pro Woche wird ausgemistet.

Menschen sammeln. Gegenstände, Ereignisse, Erfahrungen. Warum? Gesammeltes
gibt die darin gesammelte Emotion bei jeder bewussten Betrachtung oder unbewussten
Wahrnehmung wieder an uns zurück. Das ist gut so. Besonders, wenn es uns in
angenehme Gefühle versetzt, uns friedlich sein lässt, uns Vertrauen gibt, uns an Schritte
erinnert, die wir gegangen sind, uns ermutigt.

Fatal ist es, wenn das Gesammelte uns immer wieder in alte, hinderliche Emotionen versetzt. Manchmal sogar, ohne dass wir es bewusst bemerken. Noch fataler ist: Je länger ich etwas „besitze“, umso schwerer gebe ich es ab, verabschiede ich es aus meinem „Leben“.

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