Archiv für das Jahr: 2013

Weihnachten: Ein Fest, das jeden betrifft.

Weihnachtsvöglein_AusschnittWeihnachten ist ein Fest, das jeden betrifft. Wer es ignoriert, nimmt bewusst Abstand. Wer flieht, erkennt gerade in dieser Abwehr, wie sehr er damit zu tun hat. Wer es mit Aktivismus zudeckt, zieht die Schale vor, statt zum Kern vorzudringen. Was aber ist der Kern?

Weihnachten ist so alt wie das Wissen der Menschen um die Wintersonnen- wende. Erst seit dem Mittelalter ist es auch ein bedeutendes christliches Fest. Zwar soll schon Kaiser Konstantin den Tag des Jupiters in das Fest der Geburt Christi umgewandelt haben, aber die Ostkirche feiert bis heute nicht Weihnachten, sondern die „Erscheinung des Herrn“ am 6. Januar. Erst das Mittelalter also hat das Fest der Sonne umgetauft in die Feier der Geburt einer Person, eines Kindes, des Jesus- kindes. Eine größtmögliche Spannung wird erzeugt. Man redet vom Erlöser, vom König der Könige und zeigt als Zeichen ein Kind, wie es millionenfach täglich geboren wird. Welche Botschaft soll so verkündet werden? Ich glaube, eine dreifache:

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Alles ändert sich – immer!

Alles ändert sich – immer! So erfreut mich das ganze Jahr über ein immerwährender Kalender mit Achtsamkeitsübungen. Heute blätterte ich auf folgenden Spruch von Drukpa Rinpoche: “Das Leben ist ein Fluss. Wenn du es näher betrachtest, dann wirst  du sehen, dass sich alles in jedem Augenblick ändert.” Zeitraffer-Aufnahmen beweisen das auf besonders faszinierende Art. Vieles, das wir für fest und unumstößlich halten, ändert sich. Selbst eine trutzige Burg ändert sich über die Jahrhunderte: sie bekommt Risse oder wird von Moos und Rosen bewachsen. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen tatsächlich an einem Fluss und eine besonders schöne Welle kommt daher geschwemmt. Wenn Sie dann die nächsten drei Wellen beobachten und dann doch finden, dass die erste Welle die schönste war – dann ist sie weg – für immer.

Oder Augenblicke. Wie oft im Leben möchten wir die Zeit anhalten, um den gerade erlebten Moment nie beenden zu müssen. Doch Chronos ist da unerbittlich. Die Zeit geht weiter und mit ihr vergeht irgendwann auch dieser Moment. Bei Menschen, die darauf geeicht sind, mit dem Auge des Mangels die Welt zu betrachten, ist dann oft ein großes Bedauern und Wehklagen zu hören.

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“Schein oder Sein?” Die zwei Gesichter.

Alzen,Ulrike_ mit TextWenn wir über Schein oder Sein nachdenken, landen wir automatisch bei Fragen wie: „WER BIN ICH? Dieser oder jener? Bin ich denn heute dieser und morgen ein anderer? Bin ich beides zugleich?“ Zitat Dietrich Bonhoeffer. Mit diesen Gedanken hat uns gestern gleich früh morgens in unserem Kairos-Workshop Ulrike Alzen beschäftigt. Ja also, wer bin ich denn nun? Bin ich die Beschreibung dessen, was ich immer so von mir gebe? Bin ich mein Name, meine Rollen, meine Ausbildungen, meine Tätigkeit? Bin ich also all das, was im Außen sichtbar wird? Oder bin ich all das, was sich in meinem Inneren abspielt?

Über die Außenbetrachtung können wir eine ganze Menge auflisten. Wir schauen uns das alles an mit den inneren Fragen: „Das bin ich nun also? Ist das alles?“ Es fühlt sich unbefriedigend an und wir gehen wir doch mal lieber den Weg über das Innere. Wir listen alles auf, was uns ausmacht, alle inneren Fülle- und Mangel-Punkte, und bemerken auf einmal die zwei Gesichter genannt „Schein oder Sein“. Gehen wir in Resonanz mit einem Fülle-Punkt erstrahlt unser ganzes Wesen und unser Gesicht zeigt es. Wir sind dann Fülle und „scheinen“ auch so. Gehen wir in Resonanz mit einem Mangel-Punkt wird unser Wesen eng, unser Gesicht zeigt es wieder. Und hier geht’s los.

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KAIROS-Vortrag “Die Kairos-Wissenschaft” in Hofheim

KAIROS 240x180 mit ClaimDer KAIROS-Vortrag “Die Kairos-Wissenschaft” findet am 18. Dezember 2013 im KAIROS Unternehmer-Center Hofheim, Wickerer Weg 28, statt. Dr. Karl Hofmann, der Begründer der Kairos-Wissenschaft und Leiter des Instituts für Kairologie Neusäß bei Augsburg, ist an diesem Abend im KAIROS-Center zu Gast. Interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer sind herzlich eingeladen. Zum Anmelden bitte hier klicken.

Die Kairos-Wissenschaft wird inzwischen als „kopernikanische Wende in den Human-Wissenschaften“ bezeichnet. So wie im 18. Jahrhundert die rationale Zeit (Chronos) und im 19. Jahrhundert die evolutive Zeit (Evolutionismus) entdeckt wurde, hat Dr. Hofmann in 20jährigen Studien die menschliche Zeit (Kairos) entschlüsselt und macht sie seit 2010 Interessenten verfügbar und nutzbar.
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Das Pendeluhr- oder Metronom-Phänomen

Haben Sie schon einmal das Pendeluhr- oder Metronom-Phänomen beobachtet? Toll zu sehen, wie sich innerhalb von etwa 2 Minuten der Takt aller „Beteiligten“ aneinander angleicht. Können Sie sich vorstellen, dass das bei Menschen ähnlich funktioniert. Menschen möchten mit anderen in Beziehung, im Gleichschwung, in Resonanz sein. Das ist ein tiefes menschliches Bedürfnis. Darum suchen wir uns auch immer wieder Verbindungen, die uns das Gefühl gemeinsamer Schwingung geben. Was hat das nun mit unserem unternehmerischen Tun zu tun?

Ich beobachte seit vielen Jahren sehr unterschiedliche Unternehmer-Typen. Eine Unterscheidung ist mir dabei besonders aufgefallen, nämlich die zwischen Mangel-Typen und Fülle-Typen. Was ist das denn? Mangel-Typen sind diejenigen, die alles, was sie haben, tun und möchten aus einem inneren Mangel heraus betrachten. Fülle-Typen sind logischerweise genau das Gegenteil davon: Sie gehen mit einem Gefühl der inneren Fülle an ihre Aufgaben heran. Sie sehen, in dem was sie haben, ihre Materie gewordene Fülle. Sie möchten meistens nur eins: ihrer inneren Gabe = Aufgabe folgen und mit dieser Gabenfülle die Welt bereichern.
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Probleme sind Ziele, die auf dem Kopf stehen.

“Probleme sind Ziele, die auf dem Kopf stehen.” Was für ein Satz! Von Berufs wegen beschäftige ich mich viel mit den Problemen anderer Leute -  mit sich selbst oder auch mit anderen. Von daher werde ich immer hellhörig, wenn mir ein passendes Zitat begegnet, das ich im Rahmen meiner Arbeit verwendenden kann. Das Zitat, um das es mir heute geht, hat mich gleich zweifach angesprochen. Ich hab eine Zeit lang sehr intensiv Engelsfiguren gesammelt. Unter anderem ist ein Engelchen dabei, dass sich so weit vornüber gebeugt hat, dass es nun die Welt fast im Kopfstand betrachtet. Haben Sie das mal ausprobiert? Die Welt sieht dann völlig anders aus. Und betrachtet aus dieser anderen Perspektive bekommen die Dinge manchmal eine ganz andere Dimension. Darum habe ich das Engelchen auch im Arbeitsbereich stehen, als Sinnbild für meine Kunden. Das Zitat, das Sie ja schon gelesen haben, ist von den mir unbekannten O’Connor+Seymour und besagt: „Probleme sind Ziele, die auf dem Kopf stehen“.

Nachdem das erste ungläubige Stirnrunzeln vorbei war, fiel mir mein Kopf-über-Engelchen wieder ein und das ungläubige „Hä??“ wich einem ahnenden „Ach so meint der das.“ Ich gebe zu, ich musste die Übung erst einmal vor meinem inneren Auge nachvollziehen. Doch dann fand ich den Ausspruch genial!

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Der Sinn Ihres Unternehmens oder: So wachsen Träume.

Kennen Sie ihn schon, den Sinn Ihres Unternehmens? Er ist der Stoff, aus dem Träume wachsen. Vielleicht haben Sie es auch schon längst bemerkt: Die Suche nach Sinn ist überall in vollem Gang. Dieses Kraftfeld von Anziehung und Aufmerksamkeit genannt Sinn ist es, was Menschen bewegt. Und Unternehmer sind gefragt, etwas zu bieten, was Sinnfragen beantworten und Gefühle erzeugen kann. So zeigt sich also für jeden einzelnen von uns die Aufgabe: Finde heraus, ob Du mit Deinem Angebot in dieser Weise „unterwegs bist“? Die folgenden vier Fragen plus Zusatzfrage können Ihnen klarmachen, wo Sie stehen. Und sie können Ihren Geist auf Schwung bringen, der ja auch immer gerne nach dem Sinn von allem möglichen sucht.
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Wie Ihr Unternehmen eine bekannte Marke wird:

Träumen Sie davon, dass aus Ihrem Unternehmen eine bekannte Marke wird? Wenn ja, dann lohnt es sich einen Blick auf Menschen zu werfen, die so etwas geschafft haben: eine Hommage an einen großen Unternehmer. Als ich das erste Mal von Hans Riegel las, hatte ich gerade meine kaufmännische Ausbildung in einem mittelständischen Unternehmen begonnen. Was mich besonders verwunderte und mir dauerhaft in Erinnerung blieb, war folgendes: Hans Riegel, Chef eines Weltkonzerns, über 70 Jahre alt, verteilt jeden Tag die Eingangspost persönlich an seine Mitarbeiter. Dafür war in meinem Ausbildungsbetrieb die Empfangsdame zuständig. Und die Post wurde auch nur in Fächer verteilt und selten persönlich übergeben. Was treibt jemand an, täglich die Post zu verteilen? Und zwar in einem Alter, in dem andere Multi-Millionäre entweder Ihren Ruhestand auf ihrem Golfplatz oder ihrer Yacht genießen. Schauen wir uns diesen Unternehmer einmal genauer an:
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Neu: der Kairos-Studientag, erstmals am 15.11.13

Der Kairos-Studientag wird ab sofort ergelmäßig, erstmals am 15. November 2013, vom Institut für Kairologie – in Kooperation mit Unternehmen Kairos – im KAIROS Unternehmer-Center Hofheim durchgeführt. An unterschiedlichen Orten sind inzwischen Kairos-Trainerinnen und Kairos-Trainer im Studiengang Kairos-Wissenchaft ausgebildet worden. Nun arbeitet jeder auf seine Weise mit dem Kairos-Rüstzeug weiter und sammelt neue Erfahrungen.

Der Studientag ist als Tag der Begegnung und der geistigen Auseinandersetzung mit dem Thema Kairos gedacht. Gemeinsam soll ein Austausch über die Kairos-Arbeit ermöglicht werden. Perspektiven auf das Ganze können dabei gemeinsam neu reflektiert und Aufgaben erörtert werden, die sich in der Arbeit mit Kairos zeigen. Ein Beispielthema ist die „Kairologische Unternehmensführung“ in Theorie und Praxis.

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Wegkreuzungen

Wegkreuzungen: Mein Neffe sagt dazu immer, er hat sich etwas “um-überlegt”, wenn er meint, er hätte sich anders entschieden. Und wenn wir unsere Tage Revue passieren lassen, stellen wir fest, wie oft wir uns kurzerhand etwas „um-überlegen“ mussten oder wollten. Wie oft kommen wir im Leben an eine Kreuzung und müssen uns überlegen, wohin wir abbiegen wollen. Der Weg zum Bäcker ist meist ziemlich klar. Beim Weg zum Kino oder Theater schalten wir dann oft schon unser Navi im Auto ein und lassen uns von der freundlichen Stimme leiten. Doch wie sieht es mit inneren Um-Überlegungen aus? Was, wenn wir an einer inneren Wegkreuzung stehen?

John Lennon hat mal gesagt: „Leben ist das, was passiert, während wir andere Pläne schmieden“. Unser Leben ist eine große Anhäufung von Wegkreuzungen, kleinen und großen, unwichtigen und bedeutenden. Gabriela Linne schreibt inzwischen fast täglich von unserem inneren Navi, von der freien Wahl, es anzuschalten oder auch nicht. Diejenigen, die erfahren haben, wie gut es tut, auf das innere Navi zu hören, vertrauen inzwischen darauf und haben es fast immer eingeschaltet. Diejenigen, die das für Humbug halten, lassen es aus und fahren stattdessen vielleicht ein paar Mal in die Irre, bis sie ihr Ziel erreichen. Beides ist legitim, der letztere Weg verbraucht halt mehr Ressourcen, beschert einem andererseits vielleicht auch ein paar mehr Lebenserfahrungen.

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