Archiv für den Monat: August 2012

Kairos-Frage: Leben Sie Berufung?

Die Kairos-Frage: “Leben Sie Berufung?” an einem KAIROS-Lenk-Abend mit Dr. Karl Hofmann hat mich bewogen, über die Gedanken des Abends weiter nachzudenken. Doch zunächst ein paar Sätze zur Berufung selbst. Berufung ist aus unserer Sicht: Empfangen und Tun, Freiheit und Pflicht, Einsicht und Ringen mit Gegensätzen, Genießen und Arbeit. Sie durchzieht unser ganzes Leben und kann auf vielfältige Weise nach außen treten. Ein Beruf kann Berufung für eine gewisse Zeit mehr oder weniger abbilden.

Hier nun unsere Gedanken und vertiefenden Fragen zur Berufung für Sie:

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Kairos-Trainer: Was Hänschen nicht lernt,

So oder so ähnlich: Mit dem Spruch “Was Hänschen nicht lernt, …” bin ich groß geworden. Als ich in meinem Urlaub in der Eifel weilte und mich morgens intensiv mit meiner gerade abgeschlossen Ausbildung zum Kairos-Trainer beschäftigte, wurde ich auf das Heftigste mit diesem Satz aus meiner Kindheit überrascht.

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr. Das war ein Lieblingsspruch meiner Großmutter und bezog sich in erster Linie auf „gute“ Umgangsformen. War es also versäumt worden, das „schöne Händchen“ der Tante und dem Onkel zu reichen … pfui … schon war die Prophezeiung eben „Hans und Hänschen“ und die Karriere geplatzt. Auch in der Schule sollte der Satz seine Bedeutung haben. Mathematik war für mich … nun ja … schwer. Ich fand mich ab, das war eben eine Schwäche von mir. Meine Stärken lagen woanders. Um dieses Mathe-Thema , war mir klar,  würde ich zeitlebens einen großen Bogen machen …

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Du bist spirituell? Ich dachte Unternehmerin!

Die Art der Betonung des sprituell ließ mich aufhorchen: Wie jetzt? Ist einer Unternehmerin etwa das Atmen versagt? Spirituell kommt doch von lateinisch spiritus = Geist, Hauch bzw. spiro = ich atme! Und aus dem Altgriechischen von Psyche. Und diese wurde in sehr umfassendem Sinn verstanden, sogar zur Umschreibung der ganzen Person verwendet. Bis hin zur Bezeichnung des Kostbarsten, des Wertvollsten überhaupt (siehe Wikipedia).

Und wenn ich Unternehmerin bin, muss ich doch die „ganze wertvolle Person“ sein, oder? Wer will denn von mir etwas haben, wenn ich nur halb bin, mir gar das Atmen versage. Und nur noch hechelnd ganz materialistisch auf die Ken-Wilber-gemäße rechte Seite schiele? Und hoffe, ganz schnell ganz viel Geld zu verdienen. Damit ich mir dann endlich das [Auf]Atmen „leisten“ und wieder ganz sein kann. Komplett, mit allem was mich ausmacht. Mit meinem ganzen inneren, kostbaren Schatz. Ja, dann … Komische Zeiten.

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Große Wettkämpfer: Ist ein guter Unternehmer einer?

Große Wettkämpfer: So oder so ähnlich gerade in London. „Die Nerven sind bis zum Zerreißen gespannt. Alle Sprinter stehen bereits in ihren Startblöcken. Dieses Jahr dominieren die Amerikaner und Jamaikaner das Finale des 100m-Sprints der Herrn. Sie sind große Wettkämpfer. Der Starter gibt das „Fertig“. Die Läufer gehen in Startposition. Da ertönt der Schuss! Kein Fehlstart. Alle kommen gut aus ihren Startblöcken. Während der ersten Meter sind mehrere Läufer gleich auf. Doch dann, nach 60 Metern, setzt sich Usain Bolt aus Jamaika ab. Mit Riesenschritten bringt er schnell zwei Meter zwischen sich und die Verfolger. Und gewinnt in neuer Olympia-Rekord-Zeit.“

Laut Schätzungen haben eine Milliarde Menschen diesen Lauf live verfolgt. Diese unglaubliche Zahl lies mich aufhorchen! Worin liegt der Reiz, Wettkämpfer anzuschauen und was können wir daraus lernen?

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Ihr Handy ist weg. Verzweiflung? Freiheit?

Sie stehen an der Reling eines Schiffes. Plötzlich ein heftiger Windstoß. Ihr Handy fällt Ihnen aus der Hand und ins Meer. Ihr Handy ist weg. Wie reagieren Sie?

A) Keine Sorge. Alles ist gesichert. Ich habe immer auch ein zweites Handy dabei.
B) All meine Telefonnummern sind weg. Tränen. Weltuntergangsstimmung.
C) Ich hab’s geahnt. Schon als ich morgens aufstand. Ich Idiot! Warum habe ich nicht darauf geachtet. Jetzt darf ich es büßen.
D) Da ist nichts mehr zu machen. Ich versuche, es mit Abstand zu sehen. Etwas ist weg, was wir Menschen die längste Zeit unserer Geschichte in keiner Weise vermisst haben. Feiern wir unsere Freiheit, etwas zu haben und es wieder loslassen zu können.

Reaktion D gefällt mir. Ganz so weit war ich beim letzten Mal noch nicht. Doch denke ich mir:

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