Archiv für den Monat: April 2012

Einwände, Vorwände und sonstige Wände

Einwände sind in unserem Dasein schon lange so beliebt, dass es über sie sogar ein Sprichwort gibt: „Hat man erst das Wenn erstiegen, sieht man schnell das Aber liegen.“ Lessing antwortete darauf: „Still mit dem Aber! Die Aber kosten Überlegung.” (Aus Emilia Galotti) Gottlob geht’s auch anders: Bevor manche Leute alle von Einwänden getragenen Wenns und Abers gebracht und durchdacht haben, hat manch anderer schlichtweg „einwandfrei“ gehandelt. Und wieder andere wundern sich dann über das „einwandfreie“ Ergebnis.

Sehr gerne genommen werden in unserem menschlichen Miteinander auch immer ganz „ernst“ vorgetragene Vorwände. In der Vorwand-Beliebtheitsskala weit oben steht zum Beispiel ein vehementes: „Das kann ich nicht.“ Oder ähnlich …

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Geduld! Unsere Zeitfenster kehren wieder.

Wo ist mein Platz in dieser Welt und welche Zeitfenster unterstützen meine Suche? Diese Ur-Fragen muss jeder für sich beantworten. Etwas Gemeinsames und Bedeutsames darf ich aber heute weitergeben. Unsere Selbstentfaltung entwickelt sich weder geradlinig noch im Zickzack, sondern spiralförmig. Unsere inneren Kräfte und Musterkonstellationen wiederholen sich – nur jeweils auf einer höheren Ebene. Konkret: Alle knapp 20 Jahre kehren gewisse Zeitfenster wieder – als Chance und Aufgabe. Das ist eine der kairologischen Erkenntnisse, mit denen sich gut arbeiten lässt, sobald man sie verstanden hat.

Lassen Sie mich kurz zeigen, wie ich dies erfuhr. Jetzt, da ich fast 58 bin, ist mir meine Aufgabe, genauso wie auch der Horizont meines inneren Lebensraums sehr bewusst (wenn auch nicht immer). Es war ein langer Weg dahin und ich zweifelte oft, ob ich noch richtig lag. Ich war knapp 38, als ich in einer wissenschaftlichen Arbeit meinen geistigen Durchbruch geschafft hatte. Das Ergebnis tausender von Stunden war eine kleine historische Kairos-Substanz. Sie bedeutete für mich ähnlich viel wie 1896 für die Physikerin Marie Curie jene drei Gramm „Radium“, von der der unsere ganze moderne Atomphysik ausging.

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Ein Leben ohne Stau. Ist das möglich?

Es ist Montagmorgen. Ich bin um 7:30 Uhr auf der A3 unterwegs und kann es kaum fassen. Keine Blechlawine, die sich Stoßstange an Stoßstange zur Arbeit quält. Oster-Montag! So fühlt sich ein Leben ohne Stau an!

„Dieses Gefühl kann Realität werden.“, sagt Stephan. Mit Stephan habe ich zusammen Physik studiert. Dort lernten wir, dass Wasser an Engstellen schneller fließt, damit kein Stau entsteht. Jetzt beschäftigt er sich mit anderen Gegebenheiten, arbeitet an einem Fahrassistenten, der Staus vermeiden und auflösen soll. Bei meiner Fahrleistung von 30.000 km pro Jahr ist meine Neugierde geweckt.

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Frohe Ostern 2012 mit einem Gedicht

Ostern 2012 mit einem Gedicht von Joseph Beuys

Jeder Mensch ist ein Künstler
Lass dich fallen.
Lerne Schnecken zu beobachten.
Pflanze unmögliche Gärten.
Lade jemand Gefährlichen zum Tee ein.
Mache kleine Zeichen, die “Ja” sagen
und verteile sie überall in deinem Haus.
Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.
Freue dich auf Träume.
Weine bei Kinofilmen.
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