Archiv für das Jahr: 2012

Anziehungskraft: Wie viel Prozent geben Sie rein?

Zu dem Gedanken über die Anziehungskraft kam ich nach einem außergewöhnlichen Gespräch mit einem außergewöhnlichen Künstler, dessen Werke zurzeit im Sinclair-Haus Bad Homburg ausgestellt sind. Ich fragte ihn, was er glaube, warum seine Werke eine so hohe Anziehungskraft ausüben? Seine erste Antwort war sinngemäß: „Ich wundere mich selbst über alles, was passiert.“

Zu malen begann er schon als Kind. Und – was ich im Gespräch bemerkte – er bringt sich voll in seine Arbeit ein. Es hörte sich nach 100% an. Ich bekam mit, dass er zwei Jahre lang sehr krank war. Und dass er „ins Leben zurückgeholt wurde“. Erst seit kurzem arbeitet er wieder.

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Europa kairologisch: Dunkle Wolken am Himmel?

Europa kairologisch gesehen klingt wahrscheinlich für die meisten fremd. Jeder kennt jedoch bestimmt die folgende Situation: Man sitzt noch gemütlich im Liegestuhl. Die Sonne scheint. Aber nur noch durch ein paar wenige blaue Wolkenfenster. Am Horizont zieht eine dunkle Wolkenwand auf. Die Luft ist schwül. Erste kleine Windböen. Wir können gewöhnlich aus Erfahrung einschätzen, was das bedeutet. Wir bereiten uns vor: packen, verstauen, suchen Unterschlupf.

Schwerer ist es, einen geschichtlichen Sturm richtig einzuschätzen. Und noch schwerer, darauf richtig zu reagieren. Die meisten von uns sind „kleine Unternehmer“. Was sollen wir tun, wenn führende Ökonomen Europas schreiben: „Wir glauben, dass Europa schlafwandelnd auf eine Katastrophe mit unkalkulierbaren Ausmaßen zutaumelt.“? Etwa reagieren, wie es der Sprecher der Bundesregierung tut: „Das ist eine von vielen Expertenmeinungen, die wir zur Kenntnis nehmen.“
(Ökonomen fürchten Katastrophe, ntv.de v. 25.7.2012.)

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Wachstumsfreude im KAIROS Unternehmer-Center Hofheim

Wachstumsfreude im KAIROS Unternehmer-Center Hofheim: So viel arbeiten wir mit Vehemenz an unserem Wachstum. So viel hören, lesen und schreiben wir darüber, über den Mut zu wachsen und immer auch über Schmerzen, die dazu gehören. Heute möchte ich gerne mit Ihnen allen Wachstumsfreude teilen. Freude an etwas, was wie durch ein Wunder entstehen durfte. Freude an den Menschen, die so vehement mitgewirkt haben. Freude an denen, die sich einfach mit uns gefreut haben.

Gestern ist nämlich der Film unserer Eröffnungsfeier des KAIROS Unternehmer-Center in Hofheim für die Veröffentlichung fertig geworden. Nach langen Szenen-Such-Nächten und einem tollen Schneidetag „zum Abheben“. Freuen Sie sich mit? Hier ist der Link: http://youtu.be/JxYBnm6P86Q

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Kairos-Frage: Leben Sie Berufung?

Die Kairos-Frage: “Leben Sie Berufung?” an einem KAIROS-Lenk-Abend mit Dr. Karl Hofmann hat mich bewogen, über die Gedanken des Abends weiter nachzudenken. Doch zunächst ein paar Sätze zur Berufung selbst. Berufung ist aus unserer Sicht: Empfangen und Tun, Freiheit und Pflicht, Einsicht und Ringen mit Gegensätzen, Genießen und Arbeit. Sie durchzieht unser ganzes Leben und kann auf vielfältige Weise nach außen treten. Ein Beruf kann Berufung für eine gewisse Zeit mehr oder weniger abbilden.

Hier nun unsere Gedanken und vertiefenden Fragen zur Berufung für Sie:

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Kairos-Trainer: Was Hänschen nicht lernt,

So oder so ähnlich: Mit dem Spruch “Was Hänschen nicht lernt, …” bin ich groß geworden. Als ich in meinem Urlaub in der Eifel weilte und mich morgens intensiv mit meiner gerade abgeschlossen Ausbildung zum Kairos-Trainer beschäftigte, wurde ich auf das Heftigste mit diesem Satz aus meiner Kindheit überrascht.

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr. Das war ein Lieblingsspruch meiner Großmutter und bezog sich in erster Linie auf „gute“ Umgangsformen. War es also versäumt worden, das „schöne Händchen“ der Tante und dem Onkel zu reichen … pfui … schon war die Prophezeiung eben „Hans und Hänschen“ und die Karriere geplatzt. Auch in der Schule sollte der Satz seine Bedeutung haben. Mathematik war für mich … nun ja … schwer. Ich fand mich ab, das war eben eine Schwäche von mir. Meine Stärken lagen woanders. Um dieses Mathe-Thema , war mir klar,  würde ich zeitlebens einen großen Bogen machen …

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Du bist spirituell? Ich dachte Unternehmerin!

Die Art der Betonung des sprituell ließ mich aufhorchen: Wie jetzt? Ist einer Unternehmerin etwa das Atmen versagt? Spirituell kommt doch von lateinisch spiritus = Geist, Hauch bzw. spiro = ich atme! Und aus dem Altgriechischen von Psyche. Und diese wurde in sehr umfassendem Sinn verstanden, sogar zur Umschreibung der ganzen Person verwendet. Bis hin zur Bezeichnung des Kostbarsten, des Wertvollsten überhaupt (siehe Wikipedia).

Und wenn ich Unternehmerin bin, muss ich doch die „ganze wertvolle Person“ sein, oder? Wer will denn von mir etwas haben, wenn ich nur halb bin, mir gar das Atmen versage. Und nur noch hechelnd ganz materialistisch auf die Ken-Wilber-gemäße rechte Seite schiele? Und hoffe, ganz schnell ganz viel Geld zu verdienen. Damit ich mir dann endlich das [Auf]Atmen „leisten“ und wieder ganz sein kann. Komplett, mit allem was mich ausmacht. Mit meinem ganzen inneren, kostbaren Schatz. Ja, dann … Komische Zeiten.

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Große Wettkämpfer: Ist ein guter Unternehmer einer?

Große Wettkämpfer: So oder so ähnlich gerade in London. „Die Nerven sind bis zum Zerreißen gespannt. Alle Sprinter stehen bereits in ihren Startblöcken. Dieses Jahr dominieren die Amerikaner und Jamaikaner das Finale des 100m-Sprints der Herrn. Sie sind große Wettkämpfer. Der Starter gibt das „Fertig“. Die Läufer gehen in Startposition. Da ertönt der Schuss! Kein Fehlstart. Alle kommen gut aus ihren Startblöcken. Während der ersten Meter sind mehrere Läufer gleich auf. Doch dann, nach 60 Metern, setzt sich Usain Bolt aus Jamaika ab. Mit Riesenschritten bringt er schnell zwei Meter zwischen sich und die Verfolger. Und gewinnt in neuer Olympia-Rekord-Zeit.“

Laut Schätzungen haben eine Milliarde Menschen diesen Lauf live verfolgt. Diese unglaubliche Zahl lies mich aufhorchen! Worin liegt der Reiz, Wettkämpfer anzuschauen und was können wir daraus lernen?

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Ihr Handy ist weg. Verzweiflung? Freiheit?

Sie stehen an der Reling eines Schiffes. Plötzlich ein heftiger Windstoß. Ihr Handy fällt Ihnen aus der Hand und ins Meer. Ihr Handy ist weg. Wie reagieren Sie?

A) Keine Sorge. Alles ist gesichert. Ich habe immer auch ein zweites Handy dabei.
B) All meine Telefonnummern sind weg. Tränen. Weltuntergangsstimmung.
C) Ich hab’s geahnt. Schon als ich morgens aufstand. Ich Idiot! Warum habe ich nicht darauf geachtet. Jetzt darf ich es büßen.
D) Da ist nichts mehr zu machen. Ich versuche, es mit Abstand zu sehen. Etwas ist weg, was wir Menschen die längste Zeit unserer Geschichte in keiner Weise vermisst haben. Feiern wir unsere Freiheit, etwas zu haben und es wieder loslassen zu können.

Reaktion D gefällt mir. Ganz so weit war ich beim letzten Mal noch nicht. Doch denke ich mir:

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Kairos-Marketing: Ein Unternehmen ist ein Verb.

Jedes Unternehmen ist ein Verb. Haben Sie schon einmal im Sinne des Kairos-Marketing darüber nachgedacht, für welches Verb Sie stehen? Für welches „eine“ Verb, meine ich. Und bitte, wenn jetzt Verben kommen wie: verkaufen, erreichen, gewinnen oder ähnlich, dann sind das für mich „Holzweg-Verben“.

Meine Frage zielt auf ein Verb, Ihr ganz eigenes Verb, das sofort mit anderen Menschen in Resonanz geht. Das bei anderen Menschen sofort ein inneres Kopfnicken oder Kopfschütteln, ein inneres „Bravo!“ oder „Oh je!“ und manchmal sogar den „Harry-und-Sally-Effekt“ bewirkt. Was natürlich nur passiert, wenn dem Verb auch Taten folgen. Das ist ja klar. Die Menschen erinnern sich immer besser an Unternehmen, die wissen, was sie mit „ihrem Verb“ bewirken wollen. Und wenn sie das permanent konsequent erleben, wird aus dem Unternehmen irgendwann eine Marke.

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Kairos-Entfaltung und der Mut zum Schmerz

Neulich wurde ich von einem klugen Jungen gefragt: „Gabriela, warum sagst Du manchmal: Kairos-Entfaltung geht durch den Schmerz und braucht daher Mut?“ Mmmh, eine große Frage. Nach einigem Nachdenken gab ich folgende ausführliche Antwort:

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