Archiv für den Monat: August 2011

Was können wir von Magellan lernen?

Was können wir von Magellan lernen? Vor ein paar Tagen lief mir der der portugiesische Seefahrer Ferdinand Magellan (geb. 1480) im Buch von Stefan Zweig „Ein Mann und seine Tat“ über den Weg. 1938 sagte der Schriftsteller Ernst Weiß (laut Beschreibung bei Amazon) dazu: „Es ist ein Buch für Männer (!), es ist ein Werk für junge Menschen … Es gibt Mut”.

Nun gut, nichts desto trotz war ich geneigt, mich dem Inhalt mutig zu nähern und nahm ein paar kluge Gedanken mit: aus einer Geschichte über Visionen, über Charakter und den unbändigen Willen, ein tiefes, inneres Ziel zu erreichen. Wie passt also diese Geschichte in unsere heutige Zeit? Was ist vergleichbar? Kairologisch gesehen hat Magellans Zeit vor ca. 500 Jahren viel mit unserer heutigen Zeit zu tun. Damals wagten spanische und portugiesische Welteroberer, die enge, aber vertraute europäische Welt hinter sich zu lassen. Und in eine Welt unbekannter Meere und Kontinente aufzubrechen. Mit Mut und großer innerer Sicherheit.

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Der Film Deines Lebens.

Der Film Deines Lebens: von den Geheimnissen und der Magie des Glücks. Eine gute Bekannte berichtete mir begeistert und noch spürbar berührt von  „Der Film Deines Lebens“. Ihr verheißungsvolles Credo, der Film sei mindestens ebenso gut wie mein Lieblingsfilm „Wie im Himmel“, lies mich aufhorchen. So nahm ich mir die Muße, den Film zu genießen. Soviel vorab, meine liebe Bekannte hat es sehr gut beschrieben: Der Film ist wirklich eine Delikatesse. Die Geschichte dreht sich um die Person Blank (dargestellt von Patrik Fichte). Er erwacht im Krankenhaus aus dem Koma, in das er plötzlich – wie von Geisterhand – hineingerissen wurde. Nach dem Erwachen muss er feststellen, dass ihm seine Erinnerung abhanden gekommen ist.

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Erst Zweifel, dann bester Mitarbeiter.

Erst Zweifel, dann bester Mitarbeiter? Wie häufig beginnen Sie ein Gespräch mit den beiden Worten: „Ich denke, …“ und führen den Satz fort mit „… dass ich noch mal überlegen muss …“. Was verbirgt sich hinter solchen Satzkonstruktionen, wenn Sie mal ganz ehrlich in sich hinein horchen? Ja, oftmals unser so vertrauter Gedankenkollege, genannt Herr oder Frau Zweifel. Ach herrje, da sind sie schon wieder. Gerade noch von meinem tiefen inneren Wissen beeindruckt, heben sie den Finger und legen los. … Wie lästig ist Ihnen allen Ihr „Herr Zweifel“ oder Ihre „Frau Zweifel“? So sehr, dass Sie sie am liebsten loswerden möchten? Die meisten wissen: Familie Zweifel ist sehr penetrant. Immer wieder ist sie ein Thema unter Unternehmerkollegen.

So kam ich mal wieder ins Denken, um nach einer geschickten Zweifel-Loswerde-Strategie Ausschau zu halten: „Herr Zweifel, Frau Zweifel, Ihr seid mir doch unlängst beim Lesen begegnet!?“ …. Ah, richtig bei Descartes. „Nicht zu Beginn einer Denkbewegung verfügen wir über Wissen, sondern am erst am Ende.“ Und schon war ich beim „methodischen Zweifel“ angekommen. Moment! … Wie lauteten noch die Regeln des methodischen Zweifelns?

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Der König des Kairos und warum wir hören sollen.

Kennen Sie den König des Kairos? Oder kennen Sie König Salomo? Bekanntlich gilt er unter den Königen Israels als jener, der den schönsten und gewaltigsten Tempel baute, für Frieden sorgte, das größte Reich und immensen Reichtum besaß. Und warum? Weil er sich auf etwas ANDERES fokussierte. Weil er sich konzentrierte, auf das zu hören, was im Hier und Jetzt für das Ganze richtig war. Das Buch der Könige (1Kön 3,5-15) erzählt dies in einer märchenhaften Geschichte. Alles geschieht im Traum. Salomo erhält von Gott eine Bitte frei. Statt um langes Leben, Reichtum oder den Tod seiner Feinde bittet der junge Mann um „ein hörendes Herz, damit er das Volk regieren und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht.“ Er bittet also um „ein weises und verständiges Herz“. Und gerade weil er vermeidet, sein Ego und seine „Firma“ in den Mittelpunkt zu stellen, sondern das Ganze, für das er verantwortlich ist, erhält er auch alles Übrige.

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