Archiv für den Monat: Mai 2011

Kairos-Frage: Durchhalten oder aushalten?

Kairos-Frage: Durchhalten oder aushalten? Wie hätten Sie’s denn gerne? Neulich beim KAIROS- Morgen-Workshop hatten wir ein Thema, das mich noch heute beschäftigt. Und ich würde Sie gerne in meine Überlegungen einbeziehen. Thema war: das Durchhalten durchhalten. Eine Teilnehmerin fragte, wie war das noch mal? Das Aushalten aushalten? – oder so ähnlich … und schon waren wir in der Diskussion.

Was ist nun AUSHALTEN und was ist DURCHHALTEN? Scheinbar dasselbe? Auch die Lexika helfen wenig, denn die Unterscheidung ist minimal. Kurz darüber nachgedacht: „Easy. Ist doch dasselbe.“ Wirklich? Also in beiden Worten steckt „halten“, okay. Aber wie unterscheide ich „aus-“ und „durch-“halten“? Wenn ich etwas aushalte, steckt für mich Schmerz drin, aua.

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Vom Genuss des Nichthörens.

Haben Sie schon einmal von Genuss des Nichthörens gehört? Vielleicht kennen Sie das? Sie haben sich etwas Ehrgeiziges vorgenommen und wissen, dass es auf das Durchhalten ankommt. Sie gehen die Aufgabe optimistisch an und sind überzeugt: „Das schaffe ich schon.“ Diese PACK-AN-Emotionen sind bestimmt vielen vertraut. Denken Sie nur mal an die positiven Vorsätze, wenn es um Sport oder sonstiges regelmäßiges Tun geht. Auch das kennen viele: Nach einiger Zeit versickert schrittweise Stück für Stück die Energie. Es reicht nur noch zum halbherzigen Tun. Die ersten Kompromisse werden sichtbar. Da sind wir in guter Gesellschaft. Und jeder hat seine Gründe. Gute nachvollziehbare Gründe, selbstverständlich.

Es geht aber auch anders. Es gibt tatsächlich diese Menschen: Sie nehmen sich etwas vor und ziehen das einfach durch. Sie kommen dann auch ungefähr dort an, wo Sie hinwollten. Okay, vielleicht hat es änger gedauert. Vielleicht ist es auch etwas anders als vorgestellt. Aber Sie kommen an.

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Glauben Sie, dass Sie gut genug sind?

Glauben Sie, dass Sie wirklich gut genug sind? Und zwar hier und heute, jetzt, in diesem Augenblick? Immer wieder fällt mir auf, dass Menschen zu mir sagen: „Wenn ich noch dieses und jenes getan, gelernt, geschafft habe, dann glaube ich schon.“ Dabei spüre ich in den Antworten immer sehr genau, dass so ein kleines Restchen Zweifel des unausgesprochenen „hoffentlich“ mitschwingt.

TUN, Lernen, Entfaltung ist klasse, finde ich. Ist ja auch der Urtrieb des Universums, schreibt der Philosoph Ken Wilber. Das ist also ein dauerhafter Prozess, das Leben an sich sozusagen. Und würde – an die obigen Antworten denkend – bedeuten: Wir sind nie gut genug? Gerade in der vergangenen Woche habe ich mit einigen Unternehmerinnen und Unternehmern genau darüber gesprochen. Und hörte von folgender Studie: Auf einem Spielplatz wurde gemessen, wie oft Eltern zu den spielenden Kindern in kurzer Zeit JA und wie oft NEIN sagen. Haben Sie eine Idee?

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