Archiv für das Jahr: 2011

Ihr unternehmerisches Reinheitsgebot: Was steht drin?

Ihr unternehmerisches Reinheitsgebot: Was ist damit gemeint? Seit einiger Zeit arbeite ich an einer „zauberhaften“ Inszenierung für eine Brauereibesichtigung. Damit sie auch gut gelingt, beschäftige ich mich natürlich sehr genau mit den Details der Braukunst, mit der Philosophie und mit der Historie. Und fand dabei eine Geschichte, die mich zum Nachdenken brachte. Ich spreche vom 23. April 1516 und einer Erfolgsstory, die Ihresgleichen sucht. Sie begann so:

Damals, vor fast 500 Jahren, wurde das Bier mit Gewürzen für besseren Geschmack oder Opium für eine bessere Wirkung versetzt. Zwei Herzögen in Bayern ging das mächtig gegen den Strich, denn ihnen lag die Reinheit des Bieres am Herzen. Es waren Wilhelm IV. und Ludwig X, die rigoros in der bayrischen Landesordnung am 23. April 1516 eine empfindliche Strafe für alle Bürger festlegten, die ein Bier mit mehr als den drei Zutaten Hopfen, Malz und Wasser brauten.

Weiterlesen

Kairos-Frage: Haben Sie sich lieb?

Wie beantworten Sie die Kairos-Frage: “Haben Sie sich lieb?” Bestimmt kennen Sie das, diese Unzufriedenheit mit sich selbst. Dieses Gefühl, noch weit hinter seinen Vorstellungen zu leben und noch nicht da und dort angekommen zu sein. Und schließlich ist da noch der eigene Kontostand, der noch so viel besser werden kann. … Viele von uns kommen zu dem Schluss, es müssen neue Methoden und Techniken her, um an der Großbaustellen „Wie werde ich so, wie ich sein will?“ schneller voranzukommen. Neue Selbstentwicklungswerkzeuge werden ausprobiert und irgendwie landen viele im Nahkampf mit sich selbst. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung. Schließlich habe ich eine jahrelange ansehnliche Karriere als „Nahkämpfer mit mir selbst“ durchlebt.

Weiterlesen

Männlich UND weiblich! Das Phänomen Kairos für Mutige.

Männlich und weiblich: das Phänomen Kairos für Mutige. Denken Sie auch immer wieder über den Unterschied von Mann und Frau nach? Vielleicht sogar über die Unterschiede zwischen männlichem und weiblichem Unternehmertum? Wir wissen zwar alle, dass „männlich“ und „weiblich“ für die Urpolarität aller Wirklichkeit stehen, aber das ist uns kaum bewusst, wenn es um geschäftliche Beziehungen geht. Diese scheinen eher „männlichen“ Charakter zu haben. Der unternehmerische Alltag gleicht eher einem „männlichen“ Raum, den Uhr und Kalender strukturieren. Und den – so hätten die alten Griechen gesagt – der Gott Chronos steuert und schützt.

Das zeigt sich in dem, was rational an Terminen, Fakten, logischen Schlüssen, Rechten und Pflichten abgehandelt werden kann. Und doch führt aus meiner Sicht all das erst zu echtem und nachhaltigem (Lebens) Erfolg, wenn auch der „weibliche“ Pol im Spiel ist. Es kommt genauso an auf beglückende oder fehlende Resonanz, Vertrauen oder Misstrauen, Nähe oder Distanz, Wahrhaftigkeit oder Verstellung, Prozessbereitschaft oder Unbeweglichkeit.

Weiterlesen

Wo gibt’s die besten Nährböden für Unternehmer?

Wo gibt’s die besten Nährböden für Unternehmer? Haben Sie sich schon einmal diese Frage gestellt? Da kommen wahrscheinlich Antworten wie: In meiner Vision, Authentizität, Vertrauen, Liebe, Wahrhaftigkeit, Offenheit. … Oder auch durch gemeinsame Freude, Lachen, Wohlwollen, Zustimmung. …Genauso in meiner Erziehung, meiner Ausbildung, meiner Sprache, meinen Handlungen. Und ebenso im Umgang mit meinen Kunden, in meinen werblichen Aktivitäten, in meinem Auftreten, und noch vieles mehr.

So weit, so gut. Nur, wie halten wir all das am Leben? So, dass es uns gefällt? Anders gefragt: Wo genau finden wir die Nährböden für Vision, für Authentizität …, für gemeinsame Freude …? Ja, bin ich mit meiner Erziehung, meiner Ausbildung, meiner Sprache nährbodenmäßig etwa ein für alle mal festgelegt oder gibt’s auch hierfür Entfaltungs-Nährböden? Und wo finde ich Nährböden für ganz andere Kunden, ganz andere Zahlen, wenn meine jetzigen „knirschen“?

Weiterlesen

Was können wir von Magellan lernen?

Was können wir von Magellan lernen? Vor ein paar Tagen lief mir der der portugiesische Seefahrer Ferdinand Magellan (geb. 1480) im Buch von Stefan Zweig „Ein Mann und seine Tat“ über den Weg. 1938 sagte der Schriftsteller Ernst Weiß (laut Beschreibung bei Amazon) dazu: „Es ist ein Buch für Männer (!), es ist ein Werk für junge Menschen … Es gibt Mut”.

Nun gut, nichts desto trotz war ich geneigt, mich dem Inhalt mutig zu nähern und nahm ein paar kluge Gedanken mit: aus einer Geschichte über Visionen, über Charakter und den unbändigen Willen, ein tiefes, inneres Ziel zu erreichen. Wie passt also diese Geschichte in unsere heutige Zeit? Was ist vergleichbar? Kairologisch gesehen hat Magellans Zeit vor ca. 500 Jahren viel mit unserer heutigen Zeit zu tun. Damals wagten spanische und portugiesische Welteroberer, die enge, aber vertraute europäische Welt hinter sich zu lassen. Und in eine Welt unbekannter Meere und Kontinente aufzubrechen. Mit Mut und großer innerer Sicherheit.

Weiterlesen

Der Film Deines Lebens.

Der Film Deines Lebens: von den Geheimnissen und der Magie des Glücks. Eine gute Bekannte berichtete mir begeistert und noch spürbar berührt von  „Der Film Deines Lebens“. Ihr verheißungsvolles Credo, der Film sei mindestens ebenso gut wie mein Lieblingsfilm „Wie im Himmel“, lies mich aufhorchen. So nahm ich mir die Muße, den Film zu genießen. Soviel vorab, meine liebe Bekannte hat es sehr gut beschrieben: Der Film ist wirklich eine Delikatesse. Die Geschichte dreht sich um die Person Blank (dargestellt von Patrik Fichte). Er erwacht im Krankenhaus aus dem Koma, in das er plötzlich – wie von Geisterhand – hineingerissen wurde. Nach dem Erwachen muss er feststellen, dass ihm seine Erinnerung abhanden gekommen ist.

Weiterlesen

Erst Zweifel, dann bester Mitarbeiter.

Erst Zweifel, dann bester Mitarbeiter? Wie häufig beginnen Sie ein Gespräch mit den beiden Worten: „Ich denke, …“ und führen den Satz fort mit „… dass ich noch mal überlegen muss …“. Was verbirgt sich hinter solchen Satzkonstruktionen, wenn Sie mal ganz ehrlich in sich hinein horchen? Ja, oftmals unser so vertrauter Gedankenkollege, genannt Herr oder Frau Zweifel. Ach herrje, da sind sie schon wieder. Gerade noch von meinem tiefen inneren Wissen beeindruckt, heben sie den Finger und legen los. … Wie lästig ist Ihnen allen Ihr „Herr Zweifel“ oder Ihre „Frau Zweifel“? So sehr, dass Sie sie am liebsten loswerden möchten? Die meisten wissen: Familie Zweifel ist sehr penetrant. Immer wieder ist sie ein Thema unter Unternehmerkollegen.

So kam ich mal wieder ins Denken, um nach einer geschickten Zweifel-Loswerde-Strategie Ausschau zu halten: „Herr Zweifel, Frau Zweifel, Ihr seid mir doch unlängst beim Lesen begegnet!?“ …. Ah, richtig bei Descartes. „Nicht zu Beginn einer Denkbewegung verfügen wir über Wissen, sondern am erst am Ende.“ Und schon war ich beim „methodischen Zweifel“ angekommen. Moment! … Wie lauteten noch die Regeln des methodischen Zweifelns?

Weiterlesen

Der König des Kairos und warum wir hören sollen.

Kennen Sie den König des Kairos? Oder kennen Sie König Salomo? Bekanntlich gilt er unter den Königen Israels als jener, der den schönsten und gewaltigsten Tempel baute, für Frieden sorgte, das größte Reich und immensen Reichtum besaß. Und warum? Weil er sich auf etwas ANDERES fokussierte. Weil er sich konzentrierte, auf das zu hören, was im Hier und Jetzt für das Ganze richtig war. Das Buch der Könige (1Kön 3,5-15) erzählt dies in einer märchenhaften Geschichte. Alles geschieht im Traum. Salomo erhält von Gott eine Bitte frei. Statt um langes Leben, Reichtum oder den Tod seiner Feinde bittet der junge Mann um „ein hörendes Herz, damit er das Volk regieren und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht.“ Er bittet also um „ein weises und verständiges Herz“. Und gerade weil er vermeidet, sein Ego und seine „Firma“ in den Mittelpunkt zu stellen, sondern das Ganze, für das er verantwortlich ist, erhält er auch alles Übrige.

Weiterlesen

Eine Sandburg bauen, bevor Sie Wichtiges besprechen.

Eine Sandburg bauen, bevor Sie etwas Wichtiges besprechen? Haben Sie überhaupt schon einmal eine richtig schöne Sandburg gebaut? Jeden Sommer strömen viele Bauwillige mit Schaufel und Eimer bewaffnet an die Strände. Und da, da stehen sie: Die Sandburgen. Wer jetzt nur an Kinder denkt, der irrt. Ich habe es selbst am südfranzösischen Strand, quasi „undercover“, getarnt als Urlauberin, beobachtet. Denn um mich herum ist kräftig gebuddelt worden.

Meistens fangen die Kinder an und die Eltern unterstützen sie tatkräftig. Dann kommt’s: Das Kind verliert die Lust. Trotzdem bauen die Mutter aber öfter noch der Vater versonnen weiter. Und das mit Ausdauer. Da werden tiefe Gräben gezogen, und die Türmchen und Verzierungen sind liebevoll kreiert. Eine Sandburg ist schöner als die andere. Ein Vater hat zusammen mit seiner Tochter eine Sandburg gebaut. Die Tochter stellt oben auf den höchsten Turm ihre Barbie-Puppe und der Vater stellt sechs fresswillige Plastik-Haifische unten an den Burgberg. Was wollen uns die beiden wohl damit sagen? Das Mädchen möchte vielleicht eine Prinzessin auf einer Burg sein, die von ihrem Prinzen gerettet wird. Und der Vater mit seinen Haifischen??? Der mag vielleicht keine Barbie Puppen und möchte sie deshalb lieber fressen oder gefressen sehen? Egal, was die beiden sich vorgestellt haben, die Frage ist doch:

Weiterlesen

Guten Morgen liebe Sorgen?

Guten Morgen liebe Sorgen? Oder lieber: “Relax?” Das Leben lässt uns jeden Tag immer wieder neu wählen. Das beobachtete ich heute mal wieder sehr eindrücklich. Und zwar gleich am frühen Morgen. Szene Eins: Mir begegnet kurz nach dem Aufwachen aus einem laut gestellten Handwerkerradio der bekannte Liedtext von Jürgen von der Lippe: „Guten Morgen, liebe Sorgen, seid Ihr auch schon alle da?“ Mmhh?! Was will mir das denn sagen? Also gut, schaue ich mal genauer hin. Was sind überhaupt Sorgen? Gut, dass es Wikipedia gibt. Da steht:

Weiterlesen