Archiv für das Jahr: 2011

Kairos-Karaoke: Über den Mut zum Singen.

Kairos-Karaoke beim Neujahrsfest! Oh je, dachte ich, als ich zum ersten Mal vor einigen Jahren zu solch einer Silvesterparty eingeladen war. Dummerweise hatte ich schon zugesagt, bevor mir diese Herausforderung zu Ohren kam. Na, dann schauen wir mal. Irgendwie werde ich mich schon drücken können … Dachte ich. … Stand doch irgendwann kurz vor Mitternacht am Mikrofon und trällerte: “Something stupid”. Und merkte plötzlich, es passiert etwas ganz Besonderes mit mir. Zumal die Partygäste bei allen mutigen Sängerinnen und Sängern immer begeistert mitschmetterten.

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Weihnachten ohne Geschenke?

Weihnachten ohne Geschenke? Haben Sie schon alle Geschenke für das Fest? Oh nein, werden Sie vielleicht jetzt rufen. Schon wieder dieser Stress. Jedes Jahr diese Geschenke. Dabei wollten wir sie doch schon seit Jahren abschaffen. In einem Jahr haben wir es in der Familie geschafft. So eben ganz ohne Geschenke. Da saßen wir alle zusammen. Haben schön gegessen. Hmmh, und dann … dann … dann war da ein Loch. Das war die Zeit, wo es eben immer die Geschenke gab. Jetzt schauten wir uns nur noch in der Familie an. Keiner sagte etwas über die Socken, oder das Oberhemd mit Krawatte, die Handtasche, das Parfum. Nur die Musik „Oh du fröhliche“ plätscherte im Hintergrund.

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Was Du heute kannst besorgen, …

Was Du heute kannst besorgen, verschieben viele immer mal wieder auf morgen. Warum ist das so? Und vor allem, was wird denn immer wieder so gerne auf morgen verschoben? Die einen antworten: „Natürlich nur das, was wir ungern erledigen.“ Die anderen sagen: „Klar, wer beschäftigt sich schon gerne freiwillig mit Kröten?“ Doch, ist das wirklich so? Wird wirklich nur das auf morgen verschoben, was uns schwer fällt? Nur das, was wir als „Riesen-Schwer-Unmöglich-Machbar-Aufgabe“ empfinden? Oder vielleicht doch auch sogar das, was wir e i g e n t l i c h gerne machen?

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Ist Lächeln mutig?

Ist Lächeln mutig, wenn Sie einem fremden Menschen begegnen? Wie reagiert Ihr Körper? Die meisten Menschen fühlen sich in einer solchen Situation unsicher. Sie schauen weg. Selbst wenn sie mit dieser Person zu tun haben, gehen Sie auf Abstand. Nur wenige lächeln! Ist Lächeln dann mutig? Für die Klärung der Frage möchte ich mit Ihnen 10.000 Jahre zurück reisen. Viele unserer Verhaltensweisen sind im Reptilienhirn verankert. Diese Verhaltensweisen entstanden, als wir noch Jäger und Sammler waren. Damals gab es oft nur zwei Möglichkeiten bei einer ersten „fremden“ Begegnung. Kampf oder Flucht. Doch was machte der Steinzeit-Otto-Normal-Bürger, wenn ein Kampf für ihn aussichtslos oder gar beängstigend und Flucht ausgeschlossen war? Dann galt es dem Gegenüber so harmlos wie möglich zu erscheinen. Um den Kampf von vornherein abzuwiegeln. Also wurde gelächelt.

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Kairos-Resonanz: Haben Sie Ihr Gegenüber lieb?

Eine typische Kairos-Resonanz-Frage lautet: “Haben Sie Ihr Gegenüber lieb?” Die Frage mutet wahrscheinlich etwas komisch an, stimmt’s? Ich stolperte neulich über sie, als ich mich mal wieder über mich selbst ärgerte. Folgendes war passiert: In einem Verein, dem ich schon seit Jahren angehöre, hatte die Leitung gewechselt. Und prompt änderte sich auch der Tonfall in den Rund- schreiben stark, was mir sehr missfiel.

Als wieder ein Rundschreiben „mit vergriffenem Tonfall“ zu mir ins Mailfach flatterte, hatte ich genug und kündigte per Mail. Fühlte mich allerdings wegen der langen Zugehörigkeit verpflichtet, statt der formlosen Kündigung eine Begründung nachzuliefern. Ich formulierte sie – meiner Ansicht nach – ziemlich nett und verschleierte den eigentlichen Grund: meinen Ärger über die Ausdrucksform des neuen Vorstands. Ich fand den Typ beim Lesen seiner Rundschreiben nämlich einfach nur „doof“.

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Ein Leben ohne Fehler, das wünschen sich viele.

“Ein Leben ohne Fehler, das wünschen sich viele!” So ein guter Bekannter von mir. Er muss gerade seine Vorstellungen korrigieren, wie baue ich mir eine neue Existenz auf und wie verwirkliche ich meine Ideen. „Es geht so nicht mehr weiter“, sagt er. Es stehen Veränderungen und grundlegende Kurskorrekturen an. Ein ganz natürlicher Vorgang, oder? Ja selbstverständlich, wissen wir doch alle längst, dass wir lernen und üben müssen, um etwas Neues ausüben zu können. Sei es eine Sportart, wie Schwimmen oder Tennisspielen, oder das Erlernen eines Berufes. Klingt doch logisch und nachvollziehbar, nicht wahr? Wer erwartet von einem Nicht-schwimmer, dass er nach einer Stunde theoretischen Schwimmunterrichts ins Wasser springt und durch das Becken krault. Kein Mensch.

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Über Geschichten mit dem “Harry-und-Sally-Effekt”

Warum ist der Harry-und-Sally-Effekt in Geschichten so wichtig? Geschichten hört jeder gerne. Weil sie uns etwas vom Leben erzählen. Weil sie uns aufregen aber auch beruhigen können. Weil sie uns Aha-Momente schaffen und Ideen liefern können. Weil sie uns von etwas berichten können, was wir uns schon lange gewünscht haben. Natürlich können Geschichten auch Angst einflößen. Aber das lassen wir heute beiseite. Obwohl auf diese Art und Weise immer noch große Umsätze erzielt werden.

Warum spreche ich heute mit Ihnen über Geschichten? Weil sie eine Antwort auf die mir immer wieder gestellte Frage sind: „Wie geht Werbung?“ Eine Antwort, die mit einer Gegenfrage beginnt: „Haben Sie eine begeisternde Geschichte  zu erzählen?“ Mein heutiges Beispiel: „Ja, ich habe eine ganz tolle neue private und zweisprachige Ganztagsgrundschule eröffnet. Ich habe mein ganzes Vermögen hinein gelegt und ein ganz tolles neues Lernkonzept entwickelt. Jetzt fehlen mir nur noch die Eltern, die bereit sind für die ganz tolle neue Lehrmethode pro Kind 800 € im Monat auszugeben.“

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Was habe ich von Kairos? Verkaufe ich dann mehr?

Fragen wir uns mal nüchtern: Was habe ich von Kairos? Verkaufe ich dadurch mehr Wein, Bankette, Seminare oder Hochzeitskleider … ? Wächst mein Unternehmen schneller? Unsere Antwort: „Direkt nein. Indirekt ja.“ Nehmen wir einmal an, jemand von uns lebt ausschließlich unter dem Druck des Terminkalenders. Er presst in seinen beschränkten Zeitraum ein Maximum an Besprechungen, Kundenbesuchen, Organisation, Fortbildungen. Er hetzt. Alle Gespräche stehen unter dem Motto: „Was habe ich davon?“ Wie lange geht das gut? Mehr und mehr Leute spüren, dass es sie auslaugt. Ihre Rettung: Sie gleichen den Energieverlust aus, indem sie joggen, meditieren oder im Urlaub alles aufholen wollen. Mit dem Ergebnis: Sie leben in zwei Welten. Hier gestresster Unternehmer. Dort entspannter Pausierer.

Wie lebt dagegen jemand von uns mit Kairos? Anders. Er macht Termine, wie sie passen und nimmt sich genügend Zeit und Raum, auch davor und danach. Er ist gut organisiert und besucht Fortbildungen nur, wenn sie der eigenen Persönlichkeit zu 100% entsprechen. Er geht ruhig seinen
Aufgaben nach. Alle Gespräche stehen unter dem Motto: „Was ist gegenwärtig optimal?“

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Was ist denn ein staatlich geprüfter Chef-Leider?

Ein staatlich geprüfter Chef-Leider ist ständig auf der Suche nach Leid. Er steht morgens auf, macht sich fertig für sein Tun in Ihrem Unternehmen und beginnt vehement und mit viel
Engagement sofort mit seiner Arbeit. Er schaut sich um nach Haken und Ösen. Er suche Haare in Suppen. Er beobachtet, ob auch alle Mitarbeiter Ihrer Firma schön leidvoll gucken und
so ihren Aufgaben nachgehen. Sollte jemand aus Versehen einmal guter Dinge sein oder gar
lächeln, schreitet er sofort ein und erinnert daran, die Arbeit wie bisher leidvoll zu verrichten. Damit die Ergebnisse berechenbar bleiben. Läuft alles nach seinen Vorstellungen, setzt er sich
hin und sucht nach weiterem Leid in der Zukunft. Überlegt sich, wie er mit vorweggenommener leidvoller Anteilnahme schon jetzt die nächsten Projekte konzipieren kann.

Denn dummerweise kommt es immer wieder vor, dass Mitarbeiter es wagen, vertrauensvoll in die nächsten Monate, gar ins nächste Jahr zu blicken. Dem muss permanent ein Riegel vorgeschoben werden. Deshalb ist der Chef-Leider auch so gut trainiert. Gelernt hat er sein Wissen schon ganz früh. Hat sich angeschaut, wie Unternehmen funktionieren und sich sofort für das staatlich anerkannte Leid-Studium mit umfassender Abschlussprüfung in viele Geschäftsbereichen entschieden. Und hat meist die Kernfächer Jammern, Meckern und Kritisieren gewählt. Das Nebenfach Tratschen ist in der Ausbildung auch immer sehr beliebt. Damit waren halt die vielfältigsten Möglichkeiten gegeben, einen gut bezahlten Job zu finden.

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Herbstspagat: ein gutes Training in Umbruchzeiten

Herbstspagat: ein gutes Training in Umbruchzeiten. Kennen Sie noch aus Ihrer Schulzeit den Spagat? Diese Übung, wo Sie die Beine vorne und hinten am Boden auseinander bekommen
mussten. Genau, das tat richtig weh und bis ganz nach unten auf den Boden habe ich es eh nie geschafft. Der Schmerz war zu groß. Was hat nun dieser Spagat mit der Jahreszeit Herbst zu tun? Na ja, auch der Herbst ist für mich ein Spagat. Nämlich mit dem einen Bein bin ich noch im Sommer. Gut zu sehen an meinen Sommergeranien im Garten. Aber durch das veränderte Licht, vom grellen Sommergelb zum goldenen Herbstgelb, sehen diese ziemlich fehl am Platz aus.

 

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