Archiv für das Jahr: 2010

Erfahrungen, Erkenntnisse

Erfahrungen, Erkenntnisse 2010: Welche hatten Sie and … do you show the world? “Behaupte niemals, etwas zu kennen, wenn du es nicht selbst erfahren hast.“ schreibt Bear Heart in Der Wind ist meine Mutter. Ein schöner Satz zum Ende eines Jahres, dachte ich, und erinnerte mich an einen meiner Dezember-Workshops, in dem wir uns genau mit diesem Thema beschäftigten. Was hatten wir erfahren im Jahr 2010, was haben wir „erkannt“? Wir waren alle in uns gegangen und hatten uns Zeit genommen: die eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse in uns zu entdecken. Sie dann
zu formulieren. Um sie dann mit den anderen zu teilen. Heute nun möchte und darf ich SIE teilhaben lassen an genau diesen Erkenntnissen.

Klar, das widerspricht natürlich dem, was Bear Heart schreibt. Und mit Recht werden Sie fragen: „Und was habe ich davon?“ Vielleicht „nur“ die kleine Inspiration, sich auch – bevor das neue Jahr beginnt – ein bisschen Zeit zu nehmen und für sich selbst zu beantworten: „Was habe ICH in diesem Jahr erfahren? Und was ICH für MICH erkannt?“ Das wäre doch schön, oder?

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Weihnachten: Geschichten, Gedichte und mehr

Weihnachten: Geschichten, Gedichte und mehr. Als ich heute Morgen nach einer wunderbaren Weihnachtsfeier gestern Abend wach wurde gönnte ich mir ein paar Minuten Erinnerungsstille. Ich dachte an meine Kindheit in der Familie:

- an diese letzten Tage vor Weihnachten,
- an die wachsende Unruhe (weil ich immer ein Weihnachtsgedicht aufsagen „durfte“),
- an die kleinen Zankereien zwischen den Geschwistern meiner Eltern, die immer tagelang in unser Haus zu Besuch kamen,
- an die Freude,
- an die Düfte,
- an die weißen Tischdecken im Wohnzimmer,
- an die gemütlichen Nachmittage vor dem „bullernden“ Kamin,
- an die Scherze meines Vaters,
- an das glühende Gesicht meiner Mutter vor den Töpfen in der Küche,
- an das Juchzen über Schnee und die diversen Schneemänner,
- an den Weihnachtsbaum, der vor mir verborgen an Heilig Abend geschmückt wurde
… Und …

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Im Zweifel für den Mayakalender?

Im Zweifel für den Mayakalender? ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass jeder zu vielem in Beziehung steht? Wer aufmerksam ist, dem wird plötzlich ein einzelnes „Kairos-Korn“ bewusst, das er im Moment aus den vielen Möglichkeiten des ganzen „Futters“ herauspickt. Manchmal aber ist es vielleicht auch wichtig, sich zu vergegenwärtigen: Kairos ist etwas sehr Umfassendes. Er hat mehr Dimensionen, als wir im Alltag im Blick haben.

Wir schwimmen alle (bewusst oder unbewusst) in einer größeren Geschichte mit. Nicht nur jeder einzelne von uns will sich entfalten, sondern auch das größere Ganze unserer Kultur. Ideen wie „Nation“, „Europa“, „Internet“ oder „globales Dorf“ wollen gelebt und vollendet werden. In diesen Formen haben wir, so glaube ich, einen Zugang zu einem historischen „Feld“, unserem historischen Kairos, der im Schutz des kollektiven Unbewussten seine Dynamik entfaltet. Zeitlos, vernünftig, wissenschaftlich fundiert kommt er daher – so selbstverständlich autoritativ wie das 1×1 in der Grundschule.

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Weihnachtslaune? Weihnachtshetze? Weihnachtsstille.

Weihnachtslaune? Weihnachtshetze? Weihnachtsstille. WEIHNACHTEN- Oh Du fröhliche … Markt und Straßen steh’n verlassen, still erleuchtet jedes Haus, sinnend geh ich durch die Gassen, alles sieht so festlich aus… (Joseph von Eichendorff)

Willkommen auf der Erde: Eine liebe Kollegin schrieb mir „Vor Weihnachten ist immer viel los in unserer Branche. Alles muss bis dann fertig werden. Geht Weihnachten die Welt unter? Man hat manchmal den Eindruck …“ Was denn nun? Frieden und Besinnlichkeit – oder –Jahresabschluss,
Hektik, Stress und Weltuntergang. Haben Sie sich schon entschlossen? Mir fällt das schwer! Warum? Auf mich trifft beides zu. Das Jahr hat nun mal 12 Monate. Und – nach 12 Monaten wird bekanntlich abgerechnet. In vielen Bereichen. Und ausgerechnet in diese Zeit fällt Weihnachten. Da wo die Hektik so richtig am Toben ist und der Tag am besten 48 Stunden hat, da sollen wir uns auf das wichtigste Ereignis unserer christlichen Kultur besinnen. Komisch.

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Die kleine rote Henne

Die kleine rote Henne mal andersrum erzählt: Bestimmt kennen viele von Ihnen die oft zitierte Geschichte der „Kleinen roten Henne“? Das Märchen, immer wieder gerne zitiert, erzähle ich Ihnen heute mal anders herum. Und schon wird eine „Mutmacher-Geschichte“ daraus. Lesen Sie selbst:

Es war einmal eine kleine rote Henne, die auf dem Bauernhof scharrte, bis sie einige Weizenkörner fand. Sie rief Ihre Nachbarn und sagte: “Wenn wir diesen Weizen pflanzen, werden wir Brot zu essen haben. Wer will mir helfen, ihn anzubauen?”

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Zahlen sprechen.

Zahlen sprechen, können ” rot werden” und sogar “brennen”. Heute möchte ich mich mit Ihnen einmal wieder über Erfolg unterhalten. Über den Erfolg, der sich in Zahlen ausdrückt. Der Auslöser hierzu war ein Gespräch mit einer Unternehmerin, die sich seit 30 Jahren mit Zahlen beschäftigt, weil sie Zahlen liebt. Die sagt: „Zahlen sprechen. Ich übersetze. Mit Liebe.“ Mal abgesehen davon, dass Sie sofort den ganz spontanen Respekt hierfür erntete, brachte mich genau diese Aussage zu der für Unternehmer relevante Frage: „Was sprechen Zahlen denn so?“ So machte ich mich also auf den Weg und stellte erst einmal Wissenswertes zusammen. Und komme dann wieder auf das „Rot-werden“ und das „Brennen“ zurück.

 

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Wie und was wir glauben …

Wie und was wir glauben … oder auch nicht. Haben Sie schon einmal bedacht, wie unterschiedlich wir im Deutschen mit dem Wörtchen „glauben“ umgehen? Wir benützen drei Versionen:

1) Ich glaube dir, dass du morgen die Rechnung bezahlen wirst.
2) Ich glaube, dass morgen die Rechnung bezahlt wird.
3) Ich glaube dir. Über die Rechnung brauchen wir gar nicht reden.

Im ersten Fall glauben Sie etwas auf das Wort einer Person hin. Diese stellt das Vertrauen zwischen Ihnen und der zu erledigenden Sache her. Sie ist der Grund ihrer Hoffnung auf das Geld.Im zweiten Fall glauben Sie etwas. Sie sagen JA (oder NEIN) zu einem ganzen Vorgang.
Im dritten Fall vertrauen Sie völlig der Person. Alles, was geschieht, lebt aus der persönlichen Beziehung. Sie wissen, selbst wenn die Rechnung am nächsten Tag faktisch nicht bezahlt würde, läge das nie an der Person, sondern höchstens an höherer Gewalt.

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Gefühle! Gefühle???

Gefühle! Gefühle??? Was mache ich nur damit? Alle reden von Gefühlen oder auch – Unternehmer gemäß – von Emotionen. Das Thema beschäftigt; wie wir in unserer virtuellen Kairos-Gruppe zu dem Thema „Gestern Abend“ nachlesen können. Mich beschäftigen „Gefühle“ schon seit Jahrzehnten. Auch beruflich. Nur schlauer, wirklich schlauer bin ich noch nicht. Klar, ich weiß, ich soll immer schön gelassen – modern gesprochen „cool“ sein. Das ist besser fürs Herz, für die Nerven. Weniger Stress ist sinnvoll – heißt es. Dazu habe ich auch schon jede Menge Strategien ausprobiert, zum Beispiel:

Joggen: Ich lief, was das Zeug hielt, war so erschöpft, okay in dem Moment blieb mir die Puste zum Ärgern weg. Brüllen: Au ja, dass kann ich, das befreit. … Oder: Im stillen Kämmerlein in mich gehen, das hat auch schon funktioniert.

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Wie lenken Sie Ihre Firma?

Wie lenken Sie Ihre Firma? Strategisch? Taktisch? Gut? in den letzten Wochen wurde ich immer wieder gefragt: „Wie lenke ich mein Unternehmen so, dass es stets seinem tiefsten “Urgrund” gerecht wird? Dass jeder Kunde, jeder Mitarbeiter jederzeit spürt: “Gut, dass es Sie gibt.” Dass es allen Menschen, die sich angezogen fühlen etwas bietet, was sie bereichert. Innerlich und äußerlich. Und wie gehe ich strategisch vor? Und taktisch? Und gut? Nun, eine Möglichkeit ist sicher, darüber nachzudenken. Alleine. Gemeinsam mit anderen. Philosophien darüber zu wälzen. Aspekte auszutauschen. Weiter nachzudenken. Doch letztlich stehen wir immer vor der Aufgabe: „Wie komme ich vom Denken ins Lenken?“ Anders gesagt: ins „lenkende TUN“.

Dazu brauchen wir erstmal eine innere und äußere Strategie, oder? Ganz im Sinne der Wortbedeutung für Strategie: “ein längerfristig ausgerichtetes Erfüllen meiner Unternehmens-Aufgabe unter Berücksichtigung meiner verfügbaren Mittel und Ressourcen”. Die dann taktisch gut umgesetzt wird. Au weia, das klingt kompliziert. Hält wahrscheinlich schon beim Lesen gleich wieder vom TUN ab, stimmt’s? Nun dachte ich mir für heute: Ich stelle mal einen überschaubaren Fragen-katalog auf, an dem sich jeder der handeln will, entlang hangeln kann.

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Was ist besser: Talent, Fleiß?

Was ist besser: Talent, Fleiß? Damit das Unternehmen gelingt. Genau das habe ich mich neulich selbst gefragt und kam auf den Gedanken, mir ein paar Gedanken darüber zu machen. Und das ging so: Was ist überhaupt Talent? Laut Wikipedia ist Begabung oder Talent eine besondere Leistungsvoraussetzung einer Person. Gemeint sind meist eine oder mehrere überdurchschnittliche Fähigkeiten. Seinen Ursprung hat das Wort in der altorientalischen Maßeinheit Talent. In der Bibel wurde sie auch zur Bezeichnung einer entsprechend großen Menge Geld verwendet. Im uneinheitlich gedeuteten Gleichnis vom anvertrauten Geld (Mt 25,14−30 EU) werden drei Knechten fünf oder drei Talente oder nur ein “τἀλαντον” anvertraut – “jedem nach seiner eigenen Fähigkeit (Kraft)”.

Aha, brauche ich also nur Ausschau nach meinen Talenten zu halten und schon läuft’s auch mit dem Vertrauen in mich, mit der Kraft zu handeln, mit dem Geld, mit dem Unternehmen? Oder wie? Eine Antwort auf diese Frage fand ich in einem Beitrag vom August letzten Jahres: in einer Untersuchung, die der Psychologe Ericsson und seine deutschen Kollegen Ralf Krampe und Clemens Tesch-Römer Anfang der 90er Jahre an der Berliner Universität der Künste durchführten.

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