Archiv für das Jahr: 2009

Pinguin oder Taube

Pinguin oder Taube oder Pfau oder Schwan? In dem hübschen Buch “Sei kein Pinguin” von BJ Gallagher und Warren H. Schmidt gibt es eine lustige Fabel zum Nachdenken, die ich gekürzt
und mit einem eigenen Ende versehen hier für Sie aufschreibe. Stellen Sie sich also vor, es sitzen Very Important Pinguins in einer Besprechung irgendwo auf der Welt zusammen und führen folgenden Dialog: “Herr Präsident, wir haben gerade die neuesten Nachrichten erhalten.
Wir machen uns Sorgen. In letzter Zeit stellen wir einen deutlichen Rückgang der Ressourcen fest … Es wird immer schwieriger, zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen.Patrizia Pinguin nickte eifrig. “Irgend etwas geht sim Meer der Unternehmen, doch niemand scheint zu wissen, was es ist.”

In diesem Moment erscheinen zwei Tauben in der Tür zum Konferenzraum. Sie sind sehr aufgeregt und beginnen voller Eifer zu sprechen. “Entschuldigen Sie, Peter Pinguin, wir haben gehört, was hier gerade gesagt wurde …” begann Tina Taube. “Wir haben ein bisschen recherchiert und wir sind im Internet auf etwas gestoßen, das vielleicht die Lösung unseres Problems sein könnte. Wenn Sie gestatten ….”
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Goethe ein Kairos-Unternehmer

Goethe ein Kairos-Unternehmer. Wie kommt jetzt diese Frau dazu, so etwas zu behaupten, werden Sie möglicherweise denken. Nun das kam so: Der Goethe-Kenner und –Liebhaber Dr. Karl Hofmann, Inhaber des Kairologischen Instituts in Neusäß (bei Augsburg) fragte mich in einem Gespräch, ob ich ganz zufällig den Faust I im Schrank habe. Ja, hatte ich. Ob ich denn auch ganz zufällig das „Vorspiel auf dem Theater“ kenne. Kennen? Sagen wir, ich erinnerte mich vage. Ob ich denn wisse, dass Goethe in dem Vorspiel mit den drei Personen Dichter, Theaterdirektor und lustige Person sich selbst beschreibe, und zwar sich selbst als Kairos-Unternehmer:

Sich selbst als den Dichter, der für sein „Produkt“ Dichtkunst verantwortlich war. Zitat: „Oft wenn es erst durch Jahre durchgedrungen, erscheint es in vollendeter Gestalt.“ Sich selbst als die lustige Person, die für die „Kundenbeziehung“ Theaterbesucher verantwortlich war. Zitat: „Gesetzt, dass ich von Nachwelt reden wollte, wer machte denn der Mitwelt Spaß?“ Sich selbst als den Theaterdirektor, der für die “unternehmerischen Belange“ verantwortlich war. Zitat: „Die Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Taten sehn. Indes Ihr Komplimente wechselt, kann etwas Nützliches geschehn. … Was heute nicht geschieht, ist morgen nicht getan. Und keinen Tag soll man verpassen; das Mögliche soll der Entschluss beherzt sogleich beim „Schopfe fassen“.
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